Montag, 28. März 2016

Von Träumen, Wünschen, Realitäten und Gedanken...

Hallo meine Lieben,

lang lang ist's her, dass ich einen Blogpost geschrieben habe. Und noch viiiel länger ist es her, dass ich einen regelmäßigen Rhythmus auf meinem Blog hatte. Wenn ich gerade so darüber nachdenke, hatte ich wohl noch nie einen wirklichen Rhythmus. Im September 2015 gab es eine Rezension, schließlich zwei Posts über die Frankfurter Buchmesse und im November folgte ein kleines Gewinnspiel. Randnotiz: Dieses wurde nicht offiziell beendet, weil niemand daran teilgenommen hatte. Dies war für mich wohl der letzte Tropfen in dem Fass, der das Ende meines Blogs darstellen sollte.
Aber irgendwie weigere ich mich gedanklich, meinen Blog wirklich auf Eis zu legen oder gar zu löschen. In den letzten vier Jahren habe ich einfach zu viele "Neuanfänge" gestartet. Die Hoffnung stirbt zuletzt *chaka*

Schon jetzt merke ich, dass dieser Post, der nur ein kleiner Einblick sein soll, wieder viiiel zu lang werden wird. Wer ihn aber nicht in voller Länge lesen mag, muss an dieser Stelle enttäuscht werden - es gibt keine Zusammenfassung am Ende der Seite. Da müsst ihr jetzt wohl durch :D

Dass sich meine Einstellung gegenüber dem Lesen verändert hat, habe ich bereits an der ein oder anderen Stelle beschrieben. Insgesamt ist meine Liebe für Bücher und die darin enthaltenen Geschichten bestehen geblieben, aber der ganze Druck - auch wenn ich diesen selbst nicht gespürt, sondern nur in der Bloggerszene beobachtet habe - macht das Lesen doch zu einer Art Wettbewerb und davon möchte ich mich distanzieren. Es gab eine Phase, in der fast jeder Buchblogger ausführlich seine Meinung zu diesem Thema kundgetan hat, deswegen endet hier meine Ausführung. Es gibt genügend andere Blogposts darüber, deren Meinung ich teile.

Mein Wunsch war es mit meinem Blog immer, mit anderen lesebegeisterten Menschen zusammenzukommen und sich gegenseitig auszutauschen. Zu meinen Anfangszeiten hat das auch wunderbar funktioniert. Ich war auch immer sehr motiviert und habe unterschiedlichste Post veröffentlicht, auf die ich heute mit Stolz zurückblicke. Allerdings hat dies mit der Zeit nachgelassen. Ich kann nicht erklären, ob es an meiner Art, den Blog zu führen liegt, oder daran, dass sich die gesamte Buchbloggerszene einfach verändert hat. Jedenfalls habe ich nur noch sehr weniger bis gar keine Kommentare bekommen. Wenn ich meine Gedanken nur für mich aufschreiben wollte, dann könnte ich das in einem Tagebuch tun oder in einer privaten Worddatei. Aber ich habe mich für einen internetpräsenten Blog entschieden, weil ich andere Meinungen kennenlernen möchte. Das fehlt mir seit einiger Zeit sehr, weshalb ich auch nicht mehr so viele Beiträge geschrieben habe.
Ebenso der Druck, immer die neusten Fantasie- und Jugendbücher sofort nach Erscheinen lesen zu müssen, war mir irgendwann zu viel. Man sah auf allen Blogs fast nur noch diese Bücher und hatte schon ein schlechtes Gewissen, wenn man diese nicht auch besaß. Was sollte ich also auch andere Bücher lesen, die nicht in dieses Schema passten? Es würde sowieso niemand die Meinung zu so einem unbekannten Buch lesen...

Gerade sitze ich an der Theke in meiner Küche und schreibe diesen Beitrag. Ja, ihr habt richtig gehört - meine Küche! Vor ca. 1,5 Monaten bin ich von zu Hause ausgezogen und habe nun einen eigenen Haushalt. Mit allem, was dazugehört - viel Hausarbeit und wenig Freizeit. Und andauernd Staub im Bad. Bin ich die einzige oder habt ihr im Bad auch ein Staubmonster, welches die Flusen nach jedem Saubermachen sofort wieder verteilt?! :D:D:D
Inzwischen habe ich wenigstens hierbei meinen Rhythmus gefunden und bin total happy. Ich wohne auch gar nicht so weit weg von meinen Eltern - im selben Hochhaus sogar :D Tja, Mietpreise sind echt böse, sodass man andere Lösungen finden muss.

Hinzu kommt auch noch, dass ich seit Januar eine berufsbegleitende Weiterbildung angefangen habe. Das alles bedeutet konkret: Von Montag bis Freitag Vollzeit arbeiten, den ganzen Samstag Vorlesungen besuchen, zwischendurch den Haushalt schmeißen und irgendwie Platz für Hobbies schaffen. Ganz zu schweigen davon, dass ich das tatsächliche Lernen aktuell noch nicht wirklich effektiv unterbringen kann.

Zu den Hobbies kann ich noch folgendes ergänzen: Meine Interessen liegen nicht mehr nur darin, so viele Bücher wie möglich in jeder freien Minute zu lesen. Obwohl ich mich natürlich manchmal ärgere, dass ich für meine Bücher oftmals mehrere Wochen brauche und mir mehr Zeit zum lesen wünsche, so lese ich auch Zeitschriften und habe meine Freude an Sport und Ernährung gefunden. Aktuell mache ich zwei Mal die Woche Sport - Montags Aerobic und Dienstags Rücken-Fitness. Diese beiden Termine sind fest in meinem Wochenplan verankert und da kenne ich auch kein Pardon auf der Arbeit. Wenn ich pünktlich gehen muss für Sport, dann gehe ich pünktlich,
Da ich ja logischerweise auch meine eigene Küche habe, probiere ich immer mal wieder neue Rezepte aus. Im Moment stehe ich total auf Bananen-Pancakes. Einfach eine Banane zermatschen und mit zwei Eier vermengen. Ab in die Pfanne und fertig! Innerhalb weniger Minuten eine ganze Portion für eine Person kreiert. Ein paar Früchte dazu und voilá!

Natürlich habe auch ich ab und zu eine Phase, wo ich absolut keine Lust auf irgendetwas habe. Gerade aktuell auf der Arbeit läuft es nicht so wirklich rund. Das macht sich natürlich bei meiner Laune bemerkbar. Immerhin verbringe ich täglich zwischen neun und elf Stunden auf der Arbeit und da kann man manche Dinge nicht einfach in eine Schublade stecken und abschließen, auch wenn das "nur Arbeit" ist. Für mich ist es ein wirklich toller Beruf, aber das drumherum ist einfach gerade etwas schwierig. Deshalb finde ich es auch sehr ablenkend, einen eigenen Haushalt zu haben.
Ich bin ein Mensch, der To-Do-Listen über alles liebt - besonders, wenn sie am Ende des Tages komplett abgehakt ist. Daher erstelle ich mir jeden Tag eine neue To-Do-Liste - auch für Haushaltssachen und schon bin ich happy. Und dann kann ich mich total ruhig auf die Couch fallen lassen und in meinem neune HD Fernseher Serien und Filme genießen *seufz*

Nachdem jetzt ein bisschen Ruhe in das ganze Chaos eingekehrt ist und ich meine eigenen Routinen entwickelt habe, möchte ich das Bloggen auch wieder mehr verankern. Vielleicht verschafft mir das alles einen neuen, frischen Schwung. Wir werden sehen :)

Ich wünsche euch noch einen schönen Ostermontag, bevor morgen der ganz normale Wahnsinn von vorn losgeht :)

Eure Dani

Kommentare:

  1. Hey Dani,
    sehr schön geschrieben: toller Text :) Ich bin froh, dass du wieder bloggst und hoffe, du erhältst wieder mehr Kommis!
    lg. Tine :)

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  2. Hi Dani,
    das mit dem Bloggen ist so eine Sache. Ich hab die Entwicklung bzgl. des Bloggens auch beobachet (ich selber blogge nicht, aber habe mich sehr viel auf einigen Blogs durchgelesen, weil ich das Lesen einfach liebe). Und ich finde, dass das wirklich zu einer Challenge geworden ist. Man kommt da doch gar nicht mehr hinterher, was das Lesen aktueller Bücher angeht, oder? Ich finde ja, dass man aus Leidenschaft lesen sollte. Nicht weil man einen Druck spürt, von wegen, man ist nicht mehr ganz auf dem Laufenden. Und so ist das doch auch mit dem Schreiben: Das sollte man dann machen, wenn man sich danach fühlt. Und nicht, weil man auf Kommentare oder Rückmeldungen angewiesen ist, sondern weil es einem eben Spaß macht. Ich finde deshalb, dass du das ganz richtig machst, dich davon etwas zu distanzieren. Das heißt ja noch lange nicht, dass du das Bloggen aufgeben musst oder deshalb nichts mehr lesen sollst :D
    Übrigens: Ein Umzug bedeutet immer eine große Umstellung. Ich hab das auch schon hinter mir. Gerade, wenn man von zuhause auszieht, merkt man, wie viel Arbeit es eigentlich bedeutet, wenn man den ganzen Haushalt alleine schmeißen muss ... Als ich vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen bin, wollten meine Eltern obendrein noch, dass ich meine ganze Büchersammlung (oder das, was ich zu Hause gelassen hätte) einmal gründlich aussortiere und auch einige Sachen weggebe. Schweren Herzens habe ich da dann auch radikal ausgemistet, da ich gemerkt habe, wie viele Sachen sich im Laufe der Jahre angesammelt hatten. Und das war auch gut so... Habe meine Sachen dann damals über https://www.bonavendi.de/verkaufen/b/B%C3%BCcher.html verkauft (da sieht man, bei welchem Ankäufer im Internet man noch am meisten Geld bekommt und mit der App ging das recht schnell und einfach). Das kann ich dir auch empfehlen, solltest Du das Bedürfnis danach haben, ein paar sachen schnell loszuwerden und keine Zeit haben, extra auf den Flohmarkt zu gehen ;) Um auf den Stress im neuen eigenen Heim zurück zu kommen: Umso wichtiger und schöner ist es doch, dass Du dir Hobbys wie Sport, Lesen etc. beibehältst und dich von dem Alltagsstress zu sehr vereinnahmen lässt! Prioritäten setzen ist hier das Stichwort. Von daher: Schau einfach mal, was auf dich zukommt, und mache Dinge aus Leidenschaft, nicht wegen des Drucks, der auf dich (unterbewusst) ausgeübt wird! :)
    Ich wünsche dir viel Erfolg mit allem! Lass dich nicht beirren und bleib dabei, Dinge zu machen, die dir Spaß machen! Glaub mir, es gibt genug Leute, die nicht einmal wissen, was ihnen Freude bereitet... Alles Liebe!

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