Sonntag, 28. Juni 2015

[Rezension] The Heir - The Selection #4 von Kiera Cass


"I thought eliminating the castes meant that no one was born into anything. Does that apply to everyone except you?" (S.296)

"I'm happy, Ahren. I'm the princess. I have everything."
"I think you're mistaking comfort for joy." (S.121)


Princess Eadlyn has grown up hearing endless stories about how her mother and father met. Twenty years ago, America Singer entered the Selection and won the heart of Prince Maxon - and they lived happily ever after.
Eadlyn doesn't expect her own story to end in romance - she has no interest in repeating the fairy tale. But a princess's life is never entirely her own - and Eadlyn cannot escape her very own Selection, and one particular entry who may just capture her heart...

Harper Collins | 342 Seiten | Taschenbuch | The Selection #4 | 8,53€ | Kaufen


MEINE MEINUNG
Nach dem eigentlichen Ende der Selection Trilogie lässt uns Kiera Cass erneut in die königliche Welt von Illéa eintauchen. Man erfährt, wie es mit America, Maxon und ihrer neu gegründeten Familie weitergeht. Eadlyn, die Erstgeborene und damit Thronfolgerin, wird bereits sehr früh in die Pflicht genommen. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau und weiß sehr gut um ihre Verantwortung, die sie gegenüber ihrem Volk hat. Nachdem America und Maxon die Gruppierungen in der Bevölkerung abgeschafft haben, ist die Situation im Vergleich zu den vorherigen Büchern entspannter, aber keineswegs normalisiert. Immernoch gibt es Unterschiede zwischen den Menschen, was ja in unserer heutigen Welt auch völlig normal ist. Und doch gibt es weiterhin Unruhen, die Maxon nur in den Griff zu kriegen glaubt, wenn es sehr gute Nachrichten aus dem Palast gebe. Und schon steht eine neue Selection an und Eadlyn muss sich nun mit fünfunddreißig jungen Männern herumschlagen.

Es ist total interessant, einmal die andere Seite der Selection kennenzulernen. Zunächst haben wir nur die Seite von America gesehen. Aber welch ein großer Aufwand und emotionaler Stress all dies für die "eine Person", in diesem Fall Eadlyn, bedeutet, hat man sonst gar nicht so mitbekommen. Zudem es hier nicht nur darum geht, dass Eadlyn einen Partner fürs Leben findet. Der eigentliche Sinn dieser Selection ist der, dass die Menschen von ihren Problemen abgelenkt und von positiven Nachrichten überhäuft werden. Eadlyn hat überhaupt keine Lust, sich so zur Schau zu stellen, spielt aber so gut es geht mit. Ihr geheimer Plan allerdings besteht darin, die jungen Männer so in Angst und Schrecken zu versetzen, dass diese von allein gehen.
Eadlyn ist ein Charakter, der so ganz anders ist, als der von America. Eigentlich konnte ich sie nicht wirklich leiden. Nur in ihren intimsten Momenten, wenn sie Gespräche mit ihrem Zwillingsbruder Ahren führt, so hatte ich das Gefühl, sie doch verstehen zu können. Aber Eadlyn ist eine sehr versnobte und selbstbewusste junge Dame, die sich doch sehr weit über den anderen Menschen sieht, nur weil sie die Kronprinzessin ist. Gleichzeitig nimmt sie ihre Pflichten wahr. Bei einer Parade zum Beginn der Selection jedoch erfährt sie zum ersten Mal, dass die Menschen sie durch ihre Unnahbarkeit eigentlich überhaupt nicht mögen. Daraufhin fällt sie aus allen Wolken.
Mit einigen Kandidaten verbringt Eadlyn mehr Zeit, als mit anderen. Auch ich habe inzwischen so einige Favoriten für mich entdeckt. Es ist zumindest für mich überhaupt nicht absehbar, wenn sie am Ende wählen wird. Kile, der Sohn von Marlee, der zufällig in dieses Ereignis hineingezogen wurde, ist der einzige Vertraute, den Eadlyn hat. Man merkt deutlich, dass sie Gefühle füreinander entwickeln, auch wenn sie es nicht zugeben wollen. Auch Henri, der finnische junge Mann, der kaum ein Wort Englisch spricht, ist ein sehr bodenständiger und reizender Charakter. Er überzeugt durch seine herzliche Art und Authentizität. Sein Dolmetscher Eric ist dabei auch nicht zu missachten, obwohl er offiziell natürlich nicht an dem Ereignis teilnimmt.

FAZIT
In The Heir  wird Eadlyn die Selection eigentlich aufgezwungen. Sie stellt ihre eigenen Regeln dafür auf, weil sie Angst hat, dass ihr jemand zu nahe kommen könnte. Gleichzeitig muss sie die Presse und Bevölkerung mit Dates und dergleichen überzeugen. Ich glaube, dass sie nach und nach doch Gefallen an den jungen Männern findet und auch ein bisschen über ihr eigenes bisheriges Leben nachdenkt und was sie daran verbessern könnte. Und besonders nach dem Schluss des Buches, der wie ein Feuerwerk einfach mittendrin endet, bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

"No matter how romantic he thought this was, all I could think of were the thirty-five loud, obnoxious, weird-smelling boys who were about to invade my home. Nothing about that sounds magical." (S.29)

4 MARSHMALLOWS
 

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