Dienstag, 29. April 2014

[Aktion] Willkommen bei den Huntern!

Vor einigen Tagen erreichte mich ein unerwarteter Brief. Wie sich herausgestellt hat, wurde ich vom GenReader positiv auf das HunterGen getestet und gelte nun offiziell als Huntress. Genauer gesagt gehöre ich nun zum Clan der Moon Hunter und bin bereit, meinen Dienst im Kampf gegen die bösen Kreaturen anzutreten.





Wenn du ebenfalls getestet werden möchtest, dann nimm' bis zum 08. Mai an der Zeremonie teil und erfahre, ob auch du das HunterGen in dir trägst: Dein Weg zur Zeremonie.
Vielleicht gehörst auch du zu einem der fünf Hunter-Clans, die tagtäglich alles riskieren, um die Welt vor bösen Mächten zu beschützen.



☾ Moon Hunter

Die Moon Hunter widmen sich der Jagd nach Werwölfen. Die Farbe, die ihre Gattung symbolisiert, ist dunkelblau und ihr Element ist Silber. Wie auch iher Kreaturen schöpfen die Moon Hunter Kraft im Vollmond und gewinnen in diesen Nächten an Stärke und Schnelligkeit. Während sich die Alpha-Werwölfe nur biologisch fortpflanzen, erweitern die Betatiere ihr Rudel durch einen mindestens fünf Sekunden andauernden Biss. Das Geen der Moon Hunter beschützt diese vor einer möglichen Verwandlung.




Die anderen Clans

                      Blood Hunter              Soul Hunter               Magic Hunter               Hell Hunter




Dies ist eine Werbeaktion zum neuen Roman Blood & Gold - Elemente der Schattenwelt von Laura Kneidl. Nimm' doch an der Zeremonie teil und tauche in die Welt der Hunter ein!


Das Buch

Titel: Blood & Gold - Elemente der Schattenwelt
Autorin: Laura Kneidl
Erscheint am 08.05.2014
Preis: 4,99€
Hier vorbestellen!

Auch wenn sie sich der Menschheit nicht zu erkennen geben, weilen sie doch unter uns: Geister, Dämonen, Vampire und andere Kreaturen der Nacht. Nur wenige Menschen wissen von ihrer Existenz und noch weniger haben die Fähigkeit, gegen sie anzutreten. Dass Cain eine von ihnen ist, erfährt sie erst mit ihrer Volljährigkeit – wie ihre Mutter soll sie nun als Blood Huntress Vampire jagen. Dies wäre jedoch so viel einfacher, wenn man ihr nicht gerade den unnahbaren Krieger Warden an die Seite gestellt hätte, der furchteinflößender sein kann als die Vampire selbst…





Samstag, 26. April 2014

[Aktion] Mystery-Foto-Story zu Obsidian

Pünktlich zum deutschen Erscheinungstermin des Bestsellers Obsidian. Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout veranstaltet bittersweet eine wunderbare Aktion im Zeitraum vom 25.04. bis zum 05.05.2014.
Währenddessen können wir in Form einer Foto-Story den Lauf der Geschichte begleiten und die Charaktere kennenlernen. Und es gibt sogar etwas zu gewinnen!


Jeden Tag ab 18.00 Uhr gibt es auf der Facebook-Seite von bittersweet einen neuen Abschnitt mit einer Frage, die ihr beantworten müsst. Unter allen Teilnehmern, die eine Antwort in die Kommentare schreiben, werden täglich zwei Exemplare des Romans verlost! Schaut noch schnell beim ersten Abschnitt vorbei, der gestern gepostet wurde und versucht euer Glück!

Frage 1: Das Auto war vollgestopft mit Umzugskartons und mit jedem weiteren Kilometer, den wir fuhren, gehörten Florida und seine Erinnerungen mehr und mehr der Vergangenheit an. Aber Florida war Dad – und ich vermisste ihn. Warum hatte sich Mom ausgerechnet dieses verschlafene Nest für einen Neuanfang ausgesucht?
https://www.facebook.com/stille.deine.sehnsucht/photos/a.260771693961187.60341.198397316865292/685630964808589/?type=1&theater
  
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~ Exklusives Bildmaterial ~

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Mehr zum Roman 


Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.


Preis: 18,90€

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Mittwoch, 23. April 2014

[Rezension] MondLichtSaga #2 MondSilberZauber (Marah Woolf)

Titel: MondSilberZauber
Autorin: Marah Woolf
Band 2 der MondLichtSaga
Verlag: Createspace Independent Publishing
Seiten: 288
Genre: Fantasy/Romanze
Preis: 2,99€

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ACHTUNG! Dies ist Band 2 der MondLichtSaga und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1!

Lest hier meine Rezension zu MondSilberLicht!

Klappentext:
"Mein Herz fing an zu schlagen, immer schneller. Der Stein in meinem Magen schien größer zu werden, doch nicht vor Schmerz. Er polterte ein wenig herum, zersprang und tausend kleine Schmetterlinge flatterten aus seinem Inneren hervor.
Er lebte, er war gefangen, aber er lebte. Das war das Wichtigste. Calum war nicht tot, nicht in unerreichbare Ferne gerückt."

Als Emma erfährt, dass Calum noch lebt gibt es für sie nur ein Ziel: Sie möchte, dass er zu ihr zurückkommt! Doch Calum ist in seine Welt entschwunden. Eine Welt, in die sie ihm nicht folgen kann.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Wird es Emma gelingen, Calum zu retten?
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Draußen fuhr der Wind um das Haus.

Nach einem packenden Schluss von Band eins gibt uns Marah Woolf keine Zeit zum Luftholen. Nahtlos geht die Geschichte um Emma und Calum und seiner magischen Welt weiter und Emma schwebt in Gefahr. Nun tauchen wir tiefer in die Welt Calums ein, lernen zu verstehen und erfahren einiges über die magischen Wesen und ihr Leben.

Das Cover orientiert sich an dem des ersten Bandes. Es gefällt mir sehr gut, dass es bis auf die Farbe genauso gestaltet ist. Es sieht wunderschön aus und man erkennt sofort, dass die Bücher zueinander gehören.
Ein Zauber ist in diesem zweiten Band wahrlich gegeben. Wir tauchen nun sehr tief in die magische Welt ein und all das wirkt sehr authentisch, aber dennoch unglaublich zauberhaft.

Emma musste erst einmal verdauen, dass Calum ein Shellycoat und damit Teil einer sehr realen magischen Welt ist. Die Offenbarung über ihre Existenz haben ebenfalls dazu beigetragen, dass sie erst ihren Platz finden muss. Doch der Hass, den Elin auf die Menschen hat, hat ihr Calum weggenommen. Da auch sie in Gefahr schwebt, wird sie zur Sicherheit an die magische Schule in Avallach gebracht. Hier lernt sie nicht nur allerlei über die magischen Völker, sondern startet mit ihren neuen Freunden auch eine Rettungsaktion, denn sie ist nicht bereit, Calum aufzugeben...

Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war, dass ich mir nach Abschluss von MondSilberLicht direkt den zweiten Band auf meinen Kindle laden konnte. Den habe ich dann auch im Nu verschlungen.
Das Ende von MondLichtSilber hat mich dermaßen geschockt, dass ich gar nicht mehr wusste, wo oben und unten ist und wie die Charaktere wieder aus diesem Schlamassel herauskommen sollen. Abgesehen von den Beziehungen der Figuren untereinander, war die Bedrohung durch Elin groß und immer präsent. Was sollte ihn in seinem Hass davon abhalten, einfach im Haus von Emmas Onkel aufzutauchen und sie alle zu töten?
Natürlich fällt es einem immer schwer zu sehen, dass die Charaktere leiden, aber irgendwie empfinde ich es auch als einen genialen Schachzug von Marah Woolf, dass sich Calum geopfert hat, um Emma zu retten. Obwohl "opfern" nicht ganz richtig ist. Es wird nicht erwähnt, dass er stirbt und Gott sei Dank ist es auch nicht so, aber eigentlich wissen wir es nicht so genau.
Sehr gut finde ich ebenfalls, dass Band zwei nahtlos an die Geschichte anknüpft. Diese Zeitsprünge zwischen Büchern finde ich immer etwas schwierig, weil man dann auch in Gedanken diesen Sprung macht und die Zeit des Leidens überhaupt nicht aktiv miterlebt und somit wieder eine gewisse Distanz zu den Figuren aufbaut.

Seit den Harry Potter Büchern bin ich ein Fan von magischen Schulen und es hat mich umso mehr gefreut, dass Emma zu ihrem Schutz nach Avallach gebracht wurde. Dort findet die Schulausbildung aller jungen magischen Wesen statt und Emma muss nun dort ihren Platz finden. Sie findet aber rasch neue Freunde in der Elfe Raven, dem Faun Ferin und der Shellycoat Amia. Neben den üblichen Problemen, wie ihre Sorgen um Calum, den "Gesprächen unter Freunden" und Problemen im Schulalltag, bekommen wir als Leser einen fantastischen Einblick in die magische Welt. Und das macht die Geschichte so authentisch! Es existiert nicht nur die Tatsache, dass es Faune, Vampire, Werwölfe und Shellycoats wirklich gibt, sondern sie haben alle eine bestimmte Art und Weise zu leben und ihre Existenz vor den Menschen geheimzuhalten. Im Unterricht entdecken wir diese Völker gemeinsam mit Emma und es ist verblüffend, wie einbezogen man sich als eigentlich Außenstehender fühlt.
Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Mitschüler und Lehrer, mit dem man nicht so eine gute Bindung hat oder den man nicht richtig einordnen kann. Ich gebe zu, dass ich in den heiklen Situationen Charaktere verdächtigt habe, die eigentlich auf der Seite der Guten stehen.

Während man zu Beginn der Schullebens noch recht unbeschwert teilnimmt, muss man sich jedoch klar machen, was außerhalb der Mauern passiert. Immerhin wurde Emma dort zu ihrem Schutz versteckt. Elin scheint Emma um jeden Preis töten zu wollen, da sein Vater Ares sich mit ihrer Mutter verbunden hat und daraus Emma enstanden ist. Sein Hass auf die Menschen ist daher sehr groß, aber wie groß, dass wird sich noch zeigen.
Die Vorstellung, dass Elin und Amia eigentlich Emmas Geschwister sind, ist zunächst sehr seltsam. Man kann sich diese Verwandtschaft zwischen ihnen nicht wirklich vorstellen. Das erste Aufeinandertreffen mit Amia ist eine fast schon peinlich berührte Situation. Denn sie solle sich eigentlich mit Calum verbinden und nun liebt er ihre Schwester. Dennoch ist Amia ein unglaublich symphatischer Charakter. Sie ist eine gute und reine Seele und sieht Calum als einen sehr guten Freund an. Deshalb ist sie auch nicht wütend auf Emma. Allerdings hätte ich sie gerne ab und zu wachgerüttelt, da sie ihren Bruder immer wieder in Schutz nimmt. Auch Blutsverwandschaft kann das nicht entschuldigen. Elins Taten sind grausam und es leiden nicht nur Emma und Calum darunter, sondern alle magischen Völker, da ein Krieg auszubrechen droht.

Nach und nach freundet sich Emma auch mit anderen Shellycoats an, was auch nicht zuletzt daran liegt, dass sie eine halbe Shellycoat ist und somit auch im Wasser gut mithalten kann. Sie ist sogar eine sehr talentierte Springerin und soll an einem Sprungwettbewerb teilnehmen.
Gemeinsam mit ihren neuen Freunden entwickelt sie einen Plan, um Calum aus den Fängen von Elin zu retten. Jedoch ist das überhaupt nicht so einfach, wie sie sich das vorstellt, denn Elin hat Berengar, die Hauptquelle der Shellycoats besetzt und unterdrückt die Bewohner. Er will unbedingt König werden, ersucht dies aber nicht durch rohe Gewalt. Er will dennoch von seinem Volk anerkannt werden und ist fest davon überzeugt, Calum beim Volk schlecht zu machen und dann loszuwerden.
Die Situation spitzt sich immer weiter zu - es kommt sogar heraus, dass Elin schwarze Magie benutzt, um an sein Ziel zu kommen und diese kann er nur von einer Quelle haben. Bald merkt Emma und somit auch wir, dass es um etwas viel Größeres geht, als um Elins Rache an den Menschen.

Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Obwohl es sich bei den meisten um magische Wesen handelt, sind sie alle sehr real und authentisch. Hin und wieder kommt uns alles wie eine normale Geschichte in einem Internat vor. Doch kurz bevor wir uns ganz daran gewöhnen, passiert wieder etwas.
Es gibt keine Seite, auf der man Langeweile finden könnte. Emma sorgt sich immer mehr um Calum und denkt an ihre gemeinsame Zeit, aber dennoch sind es keine weinerlichen Jammergedanken. Es ist immer alles genau auf den Punkt und ausreichend beschrieben und erklärt, ohne dass wir genervt aufstöhnen müssen, weil wir das schon zum fünften Mal gelesen haben.
Und auch Emmas Familie kommt nicht zu kurz. Zwar sind sie nicht immer körperlich anwesend, aber sie sind trotzdem immer präsent. Das ist auch eine Kunst, die ich bewundere: Die Autorin schafft es, dass beinahe alle Charaktere, die in der Geschichte vorkommen, präsent sind, obwohl sie nicht immer da sind.
Beispielsweise würde man nun nicht auf Peter oder Amelie treffen und denken: Ach, die gibt es ja auch noch. Sie sind kein Mittel zum Zweck, sondern wirklich ein wichtiger Teil der Geschichte und ein wichtiger Teil unserer Protagonistin.

MondLichtZauber ist eine wunderbare Fortsetzung, in der wir tiefer in die magische Welt eintauchen und die Völker kennenlernen. Doch zugleich ist die Gefahr durch Elin sehr präsent und es mangelt der Geschichte auf keiner Seite an Spannung. Ein Lesegenuss, der alles bietet: Spannung, Liebe, Freundschaft, Mut, Verständnis.

5 Marshmallows

"[...] Vor allem aber müsst ihr lernen, eure Gefühle selbst zu beherrschen und euch dabei nicht von anderen abhängig zu machen. Im schlimmsten Fall kann diese Abhängigkeit zur Droge werden."
(S. 51)

"Aber die Nichtgrausamen tun nichts dagegen. Ich bin mir nicht sicher, ob das besser ist." (S. 66)

"Ich werde das schaffen, Amelie." "Ja, aber nur, weil dir keine Wahl bleibt", meinte sie. (S. 266)

Er war es immer gewesen und er würde es immer sein. (S. 282)

Montag, 21. April 2014

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter (John Green) ♥

Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Einzelband
Verlag: Carl Hanser Verlag (bzw. Weltbild Ausgabe)
Seiten: 284
Genre: Jugendbuch/Drama
Preis: 16,90€

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Klappentext:
"Krebsbücher sind doof", sagt Hazel zu Beginn der Geschichte. Doch genau das ist dieser Roman nicht. Vielmehr ist er eine intensive Reflexion über die großen Fragen des Lebens und Sterbens, ein verführerischer Liebesroman und eine zu Herzen gehende Komödie. Die 16-jährige Hazel spielt darin die Hauptrolle. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, weil sie Krebs hat. Aber sie will deshalb nicht bemitleidet werden. Lieber vermeidet sie Freundschaften. Bis sie in einer Selbsthilfegruppe auf Augustus trifft. Gus ist intelligent, witzig, umwerfend schlagfertig und er geht offensiv mit seinem Schicksal um. Trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit - Hazel und Gus verlieben sich ineinander...
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Im Winter meines siebzehnten Lebensjahrs kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken.

John Green berührt mit seiner Geschichte um die krebskranke Hazel eine ganze Generation. Jedoch berührt er sie nicht dadurch, dass Hazel krank ist und es schwer im Leben hat, nein. Viel wichtiger ist, dass sie Augustus Waters kennenlernt, einen der positivsten Menschen der Welt und er schenkt ihr eine neue Sichtweise und somit auch ein neues Leben. Eine Geschichte voller Gefühl und Hoffnung!

Das Cover der Weltbildausgabe gefällt mir wegen der großen Buchstaben gut, die ebenfalls auf dem Originalcover zu finden sind. Allerdings passt das Mädchen überhaupt nicht zu Hazel, denn sie hat kurzes Haar. Allein den wehmütigen Blick kann man vielleicht auf sie beziehen.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter, so beschreibt es Hazels Lieblingsautor Peter van Houten in einer E-Mail an sie. Und es passt sehr gut. In der Situation der kranken Kinder kann man sich vom Schicksal nur benachteiligt fühlen. Allerdings kann man die ganze Tragweite des Titels erst erahnen, wenn man das Buch ausgelesen hat.

Hazel ist sechzehn und leidet seit vielen Jahren an Schilddrüsenkrebs, der auch auf ihre Lunge übergegangen ist. Deshalb muss sie immer eine Sauerstoffflasche mit sich herumtragen, damit sie genug Luft bekommt. Sie leidet unter Depressionen, weshalb sie ihre Mutter in eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder schickt. Zunächst ist Hazel überhaupt nicht angetan, doch alles ändert sich, als sie Augustus Waters kennenlernt. Er zeigt ihr einen ganz anderen Blick auf das Leben und nach einer Weile verlieben sie sich ineinander.

Bereits ab der ersten Seite habe ich mich in dieses Buch verliebt. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber mit seinem Schreibstil zieht uns John Green sofort in seinen Bann. Er schafft eine Balance zwischen Trauer, Freude und Hoffnung und ich hatte während des Lesens permanent ein Kribbeln in den Augen.
Die ganze Atmosphäre der Geschichte ist erfrischend und entwickelt sich zu einer zauberhaften Vorstellung: Ein krebskrankes Mädchen leidet unter Depressionen bis sie einen ebenfalls krebskranken Jungen kennenlernt, der fast nur die positiven Facetten des Lebens sieht. Er zeigt ihr, wie schön das Leben sein kann und dass man durch seine Krankheit nicht zurückbleiben muss. Solch positiv eingestellte Menschen habe ich schon immer gewundert und nur wenige haben das Talent, andere mit sich zu ziehen und ihr Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Genau diese Erfahrung macht Hazel mit Augustus und es freut mich wirklich für sie. Denn normalerweise hält sie sich von anderen Menschen fern, damit im Ernstfall der "Kollateralschaden" so gering wie möglich bleibt.

Hazel macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Zunächst lernen wie sie als depressive junge Frau kennen, wobei ihr bitterer Sarkasmus sehr amüsant ist. Dadurch merkt man, dass sie unter der Oberfläche von eine andere Facette versteckt. Obwohl man natürlich nachvollziehen kann, dass ihre Stimmung in ihrer Situation immer nahe am Gefrierpunkt ist, so finde ich es schade, dass sie die lebensfrohe und glückliche Hazel in sich verschlossen hat.
Doch alles ändert sich an dem Tag, als sie in der Selbsthilfegruppe Augustus Waters kennenlernt. Er ist sofort auf sie fixiert und da sie bisher noch kaum Erfahrungen mit Jungen hat, fühlt sie sich sehr geschmeichelt und flirtet sogar ein bisschen mit ihm. Es ist total toll, dass sie sich auf ihn einlässt, obwohl sie ihn gar nicht kennt. Das ist eines der schönen Abenteuer im Leben, die Hazel nun in Angriff nehmen kann. Ihr Leben wird nun einmal sehr kurz sein, also warum sollte sie diese Zeit nicht mit Spaß verbringen?

"Das Leben ist schön, Hazel Grace." 
(S.217)

Augustus ist ein wunderbarer und liebenswerter Charakter. Ab und zu könnte man seine Art streng genommen als machohaft bezeichnen, allerdings bekommen wir einen anderen Eindruck von ihm. Als er Hazel zum ersten Mal sieht, kann er gar nicht mehr den Blick von ihr lassen und lässt keine Gelegenheit aus, sie anzusprechen. Er ist gnadenlos ehrlich und herzensgut. Obwohl seine Heilchancen dutzendfach höher sind als die von Hazel, weiß er, dass auch sein Leben kurz sein könnte und deshalb kommt er ohne Umschweife zum Punkt und sagt den Leuten direkt ins Gesicht, was er von ihnen hält.
Die Szene auf dem Parkplatz nach dem Treffen der Selbsthilfegruppe hat mir besonders gut gefallen. Dort lernt man seine Ehrlichkeit richtig kennen, denn er fragt Hazel nach ihrem ganzen Namen und sagt ihr, dass er sie die ganze Zeit ansieht, weil sie so hübsch ist.
Ebenso wie viele andere Mädchen in ihrem Alter, sind diese Komplimente für Hazel Neuland und eine kleine peinliche Berührung. Es ist sehr selten, dass uns Fremde einfach so sagen, wie hübsch wir sind. Zudem gibt es Hazel ein gutes Gefühl, da sie nicht so überzeugt von sich selbst ist.

"Wie heißt du?", fragte er.
"Hazel."
"Nein, dein ganzer Name."
"Hazel Grace Lancaster."
(S.19+20)

Die ganze Situation ist fast schon urkomisch, aber so, wie John Green sie an den Leser bringt, ist sie herzensgut und traumhaft. Augustus kennt eigentlich nur Hazels Namen und trotzdem lädt er sie direkt nach Hause ein, um sich gemeinsam einen Film anzusehen. Er ziert sich nicht vor anderen und schließt sogar einen Deal mit ihr ab: Wenn er ihr Lieblingsbuch Ein herrschaftliches Leiden von Peter van Houten liest, soll sie die Bücher seines Lieblingscomputerspiels lesen. Es ist eigentlich etwas sehr Einfaches, dass sich zwei Freunde gegenseitig Bücher empfehlen, aber ich habe es noch nicht erlebt - weder in Echt noch in Geschichten - dass sie sich dann so intensiv über das Gelesene austauschen. Immerhin sind sie trotz ihrer Krankheit nicht auf der Strecke geblieben. Sie sind normale Menschen, eben mit einem kleinen Handicap, aber was soll's? Warum sollte man diese Menschen anstarren oder über sie flüstern? Das gibt ihnen nur ein schlechtes Gefühl. Mithilfe von Augustus vermittelt John Green genau diese Botschaft, dass jeder Mensch trotz Krankheit normal ist und es sein kann. Augustus hilft Hazel dabei, ihre Normalität zu finden.
Allerdings hat sie immer wieder Beziehungsängste. Bereits seit ihrer ersten Begegnung mag sie Augustus sehr, aber sie hat Angst, viele Menschen zu verletzen, wenn sie sterben wird. Augustus lässt aber nicht locker und Hazel lässt sich bald auf ihn ein und entdeckt, dass das Leben schön ist, wenn man es genießt und nicht an Zukünftiges denkt.
Dazu passt das Motto der Selbsthilfegruppe sehr gut: Unser bestes Leben heute leben. Auch wenn das Leben kurz ist, sollte man jeden Tag so leben, als wäre er der beste von allen.

Die Leichtigkeit, mit der die Beziehung zwischen Hazel und Augustus beschrieben wird, ist wunderbar zu verfolgen und man wünscht sich in eine ähnliche Situation. Sie sind nicht nur Seelenverwandte, sondern noch mehr. Es gibt auf der Welt nur wenige Beziehungen wie diese, in die man sich einfach hineinfallen lassen kann. Augustus bringt die Hazel hervor, die sie lange in sich eingeschlossen hat - sie hat wieder Spaß am Leben, entdeckt Neues und will ihre Träume verwirklichen. Ihr größter Wunsch ist es, nach Amsterdam zu ihrem Lieblingsautor Peter van Houten zu reisen, damit sie Antworten bekommt - denn das Buch endete mit vielen Fragen und mitten im Satz. Augustus ermöglicht ihr diese Reise und gemeinsam erleben sie ein paar zauberhafte Tage in Amsterdam. Währenddessen gibt es immer wieder ein paar Situationen, in denen sie an ihre Krankheit erinnert werden, aber im Grunde sind sie wie zwei normale junge Menschen, die ineinander verliebt sind.
Die ganze Stimmung in dem Buch gefällt mir supergut. Es soll zwar Hoffnung schenken, geht aber nicht von einem katastophalen Leben aus. Es soll kein Mitleid erregen und die Schattenseiten krebskranker Menschen zeigen. Es erzählt einfach die Geschichte zweier junger Menschen, die das Leben genießen. Leicht wie eine Feder würde ich die Gesamtstimmung beschreiben.

Die Randgeschichte mit ihrem Freund Isaac ist sehr emotional, aber auch hier schafft es Augustus, seinen besten Freund wieder in ein schönes Leben hineinzuziehen. Isaac hat Augenkrebs und nun wird auch noch sein zweites Auge entfernt. Kurz vor der Operation macht seine Freundin mit ihm Schluss, weil es im Nachhinein gemein wäre, mit einem Blinden Schluss zu machen. Wobei diese Logik überhaupt keinen Sinn ergibt. Isaac ist zunächst sehr wütend und dann traurig, aber er hat ja zwei Freunde, die ihn wieder aufbauen können und dies auch tun. Genauso wie er Hazel aus ihrem Schneckenhaus ins schöne Leben gelockt hat, so schafft Augustus es auch, Isaac wieder den Lebensmut zurückzugeben.
Aber trotz all der schönen Szenen und Mumacher gibt es natürlich etwas, was das Buch besonders emotional macht. Denn nicht alles im Leben bleibt schön und federleicht. Deshalb empfehle ich euch, beim Lesen Taschentücher dabei zu haben. Bisher hat es nur ein Buch gegeben, bei dem ich Tränen in den Augen hatte. Aber bei Das Schicksal ist ein mieser Verräter musste ich beim letzten Drittel nach ein paar Zeilen immer wieder unterbrechen, weil ich mir die Tränen vom Gesicht wischen musste. Genauso wie John Green es schafft, die schönen Szenen lockerleicht erscheinen zu lassen, so hat er auch ein Talent dafür, tragische Situationen so zu beschreiben, dass man allein von den Worten zu Tränen gerührt wird.
Und das ist eben genau der Grund, warum dieses Buch ein Bestseller ist und von vielen Menschen geliebt wird. Die verschiedensten Emotionen werden auf authentische und fantastische Art und Weise beschrieben und man fühlt sich sehr gut in Hazels Leben ein, obwohl die meisten Leser selbst wahrscheinlich keinen Krebs haben.

Ich liebe es, wie Augustus Hazel immer Hazel Grace nennt. Ich liebe es, wie sein Vater sie Nur-Hazel nennt. Ich liebe es, wie Augustus sie in seine schöne heile Welt hineinzieht, obwohl sie gar nicht heil ist, er sich aber nicht runterziehen lässt. Ich liebe es, dass Augustus auch in schlechten Zeiten niemals seine gute Laune und seinen Sarkasmus verliert. Ich liebe es, wie die beiden sich auf den ersten Blick ineinander verlieben. Ich liebe die Leichtigkeit, mit der John Green tausend Gefühle an den Leser bringt. Ich liebe das ganze Buch, auch wenn einem zwischendurch nur noch zum Heulen zumute ist. Ich liebe es, dass man trotzdem am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückbleibt.

"Ich will dir niemals so was antun", erklärte ich ihm.
"Ach, das würde mir nichts ausmachen, Hazel Grace. 
Es wäre mir eine Ehre, mir von dir das Herz brechen zu lassen."
(S.162)

Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eines der seltenen Bücher, die eine seltene und doch wunderschöne Situation beschreiben, wie zwei Menschen mit schlechten Aussichten auf das Leben sich gegenseitig Leben schenken und die Leichtigkeit und Schönheit genießen, die für viele andere unsichtbar bleibt.

♥ 5 Marshmallows ♥


Samstag, 19. April 2014

2014 ~ Das Jahr der Buchverfilmungen

Seit Januar stoße ich immer wieder auf Trailer von Buchverfilmungen, die dieses Jahr ins Kino kommen. Es sind wirklich viele. In diesem Post möchte ich gerne ein paar davon vorstellen (die ersten liefen bereits im Kino und wurden bestimmt schon von euch bestaunt). Natürlich interessiert mich in diesem Zusammhang, wie ihr die Filme fandet, ob ihr euch auch auf diese freut und ob ihr sogar schon die Bücher gelesen habt.

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♫ WINTER'S TALE ♫

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New York, ausgehendes 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Peter Lake schlägt sich mit Diebstählen durch. Auf seinen Streifzügen durch die von Verfall und Verbrechen gezeichnete Stadt wird er von einem geheimnisvollen weißen Hengst begleitet, der ihm auf der Flucht vor einer Gangstermeute das Leben rettet. Als Peter in eine festungsgleiche Villa an der Upper West Side einbricht, begegnet er Beverly. Zwischen den beiden jungen Menschen entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte ...

Mein Fazit: Eine zauberhafte Liebesgeschichte, die über die Grenzen der Zeit existiert. Wunder geschehen immer wieder.

Das Buch könnt ihr hier kaufen!

Die DVD könnt ihr hier vorbestellen!



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 ♫ VAMPIRE ACADEMY ♫

via
Die Vampire Academy ist eine Schule für junge Vampire und ihre Beschützer. Auch die siebzehnjährige Rose – halb Mensch, halb Vampir – wird hier zur Wächterin ausgebildet. Sie hofft, eines Tages ihrer besten Freundin Lissa zur Seite stehen zu können, der letzten Überlebenden der Vampirfamilie Dragomir. Seit Lissas Eltern bei einem Autounfall den Tod fanden, besteht zwischen Rose und Lissa eine besondere Verbindung. Kurz darauf kommt es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle. Irgendjemand scheint es auf Lissas Leben abgesehen zu haben. Der Einzige, dem sich Rose anvertrauen kann, ist der gut aussehende Wächter Dimitri, der ihr Nachhilfestunden geben soll

Mein Fazit: Erfolgreich habe ich mich gewehrt, außer dem ersten Trailer und Poster irgendetwas davon anzusehen. Ich bin wirklich traurig darüber, wie meine Lieblingsbuchreihe zerstört worden ist.

Das Buch könnt ihr hier kaufen!

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♫ Die Bücherdiebin ♫

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Selbst der Tod hat ein Herz …
1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.
Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.
Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

Mein Fazit: Ein berührender Film, der den Geist des Buches einfängt und uns in eine erschreckende Zeit zurückversetzt, in der Leben und freie Meinung kostbar und gefährlich waren.

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 ♫ Divergent - Die Bestimmung ♫

via
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Mein Fazit: Das Buch habe ich bisher nicht gelesen, aber der Film hat mit total begeistert. Er ist spannend, beschreibt eine tolle Zukunftsvision und ist in sich schlüssig und authentisch!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!

Die DVD könnt ihr hier vorbestellen!



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♫ Das Schicksal ist ein mieser Verräter ♫

via
 „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch.

Will ich sehen: Erst vor wenigen Tagen habe ich das ergreifende Jugendbuch gelesen und habe mich ab der ersten Seite in die Geschichte verliebt. Taschentücher muss man auf jeden Fall mitnehmen - ich freue mich schon sehr!

Ab 05. Juni im Kino!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!



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 ♫ SAPHIRBLAU ♫

!ACHTUNG SPOILER (BAND 2)!
via
Gideon und Gwendolyn sind bis über beide Ohren verliebt. Doch Liebe unter Zeitreisende birgt ungeahnte Tücken. Gut, dass Gwendolyn jede Menge Ratgeber an ihrer Seite weiß, sei es nun ihre beste Freundin Leslie oder Geisterfreund James. Nur Ximerius, ein leicht anhänglicher Wasserspeier, sorgt eher für Turbulenzen, als dass er hilft. Und als Gideon und Gwendolyn ein weiteres Mal in die Fänge des Grafen von St. Germain geraten, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt ...

Will ich sehen: Ich mag die Bücher wirklich sehr gerne. Obwohl der erste Film eher abweichend vom Buch war und als "typisch deutsch" in meiner Erinnerung geblieben ist, habe ich trotzdem Interesse am zweiten Film.

Ab 14. August im Kino!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!



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 ♫ IF I STAY ♫

Fanmade via
Eine außergewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Musik, über Freunde, Familie und das Leben
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert?
Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?
Will ich sehen: Der Trailer wurde erst vor wenigen Tagen veröffentlicht und er gefällt mir irre gut - eine schöne Herzschmerzgeschichte. Momentan lese ich das Buch auf englisch.
Ab 18. September im Kino!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!


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 ♫ Maze Runner ♫

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Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Will ich sehen: Der Trailer ist genau nach meinem Geschmack und ich habe noch vor, wenigstens den ersten Teil zu lesen bevor der Film ins Kino kommt. Die englische Buchbox liegt bereits im Einkaufswagen ;)

Ab 30. Oktober im Kino!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!


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 ♫ Die Tribute von Panem 3.1 - Mockingjay ♫

!ACHTUNG SPOILER (Band 3)!
via
Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt … 

Will ich sehen: Ich liebe die Buchreihe abgöttisch. Obwohl ich im Vergleich den dritten Band am Schwächsten fand, bin ich total gespannt, wie das Finale filmisch umgesetzt wird - leider aber in zwei Teilen...

Ab 20. November im Kino!

Das Buch könnt ihr hier kaufen!

Bleibt wegen des Trailer auf Mockingjay.net auf dem Laufenden!

Freitag, 18. April 2014

[Rezension] Die 5. Welle (Rick Yancey)

Titel: Die 5. Welle
Autor: Rick Yancey
Band 1 der Trilogie
Verlag: Goldmann
Seiten: 478
Genre: Dystopie/Science Fiction
Preis: 16,99€

HIER bestellen!

*Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!*

Klappentext:
Sie kommen, um uns auszulöschen. Jeden Einzelnen von uns. Bist du bereit zu kämpfen?

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält...
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Es wird kein Erwachen geben.

Mit diesem Buch lässt Rick Yancey eine Horrorvorstellung von uns Menschen Wirklichkeit werden: Aliens übernehmen die Erde und löschen die Menschheit aus - auf grausamste Weise. Es gibt nur noch wenige, die sich verstecken konnten und doch scheinen die Aliens unbesiegbar, auch wenn sie selbst nicht in Erscheinung treten.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut! Passend zur Geschichte strahlt es eine düstere Atmosphäre aus und zeigt nur einen hellen Fleck, der ebenso wie die Hoffnung der Überlebenden sehr klein ist. Besonders gefällt mir, dass dieser helle Fleck im Licht die verschiedensten Farben des Regenbogens annimmt.
Der Titel passt natürlich sehr gut. Bisher gab es vier Wellen, die Millionen von Menschen auf die verschiedensten Arten getötet hat. Und nun steht noch eine weitere tödliche Welle an.

Als sie kamen, ging das Leben seinen gewohnten Gang weiter. Doch nun, sechs Monate und vier Wellen später, wurde fast die gesamte Menschheit von den Anderen ausgelöscht. Cassie hat alles verloren und streift auf der Suche nach Hoffnung durch die Wälder. Als sie von einem Silencer angeschossen wird, rettet sie Evan. Sie ist also doch nicht mehr allein.
Weiter weg auf einem Militärstützpunkt werden vermeintlich Kinder aufgelesen und dort in Sicherheit gebracht. Allerdings werden sie zu einer Soldatenarmee ausgebildet, um die "Befallenen" zu töten...

Die Idee zur Geschichte hat mich gleichermaßen interessiert wie auch abgeschreckt. Obwohl man sich heutzutage über umherfliegende Untertassen lustig macht, weiß man nie, was dort draußen wirklich auf uns lauert. Die Charaktere in Die 5. Welle haben auch noch darüber gelacht - bis die Anderen kamen und die Welt beinahe völlig zerstört worden ist. Es ist eine wirkliche Horrorvorstellung für uns Menschen, dass eine fremde Macht einfach unser Leben auslöscht. Damit spricht der Autor eben wieder ein sehr heikles Thema an - wir Menschen halten uns für allmächtig und mit seiner Geschichte zeigt er, dass wir es eben nicht sind. Innerhalb von wenigen Monaten können fast sieben Millarden Menschen vernichtet werden. Das wirklich Traurige daran ist, dass wir dem nichts entgegenzusetzen haben und es eigentlich keinerlei Hoffnung gibt. Das ist eine Botschaft des Romans, wobei ich nicht der Meinung bin, dass das etwas Schlechtes sein muss. Nicht jede Geschichte muss Hoffnung geben. Ich habe auch überhaupt keine Idee, wie wir auf so wenige Menschen reduziert gegen eine fremde und unbekannte Macht ankommen sollten. So blöd das auch klingen mag, es ist vielleicht besser, in einer solchen Situation so früh wie möglich sterben.

Die Geschichte beginnt sehr spannend und ist zunächst mehr im Science Fiction Stil gehalten. Cassie, unsere sechzehnjährige Protagonistin, streift allein durch die Wälder und sucht nach einer Möglichkeit, ihren Bruder zu retten. Wir werden also mitten in die Geschichte hineingeworfen. Anhand einiger ausgeprägter Rückblenden erfahren wir, dass eines Tages ein großes alienartiges Mutterschiff aufgetaucht ist. Zehn Tage danach kommt es zur ersten Welle - das Licht geht aus und sämtliche Strom- und Elektronikanbindungen sind unbrauchbar. Ab diesem Moment werden die Menschen langsam panisch, aber richtig schlimm wird es erst mit den darauffolgenden Wellen: Kilometerhohe Tsunamis löschen alles Leben an den Küsten aus und schließlich stirbt fast jeder dritte noch Überlebende an einer Seuche, die aufgrund des inneren Verblutens "Roter Tsunami" genannt wird. Sehr authentisch und auf traurige Weise schildert Cassie, wie ihre Mutter von der Seuche dahingerafft wurde und wie der Kontakt zu allen anderen Bekannten und Freunden abbrach.
Überlebende der Seuche suchten Schutz in Stützpunkten, doch auch hier ist das Leben nicht sicher, denn die vierte Welle bringt die sogenannten Silencer hervor. Es sind brilliante Tötungsmaschinen, die später auch als Befallene bezeichnet werden. Sie sehen aus wie Menschen, wurden aber von den Anderen geschickt, um die noch wenigen Überlebenden zu vernichten.
Die Rückblenden sind actionreich und man bekommt einen sehr guten Einblick in den Wandel der Zeit. Es wird nicht nur kurz erklärt, dass die Wellen die Menschen getötet haben, sondern alles wird so beschrieben, als wäre man selbst dabei gewesen. Unheimlich ist natürlich, dass plötzlich ein Mutterschiff von Aliens am Himmel auftaucht und der Alltag einfach so weitergeht. Doch damit ist bald Schluss. Eigentlich ist es eine abstrakte und absurde Vorstellung, aber Rick Yancey beschreibt den Wandel unserer Welt, wie wir sie kennen, zu einer, in der es ums nackte Überleben geht, sehr gut und nachvollziehbar.

Diese Rückblenden und auch Cassies aktuelle Situation sind sehr spannend gehalten und schließlich erfahren wir zuletzt, was es mit ihrem Bruder Sammy auf sich hat. Cassie, ihr Vater und Sammy suchten Schutz in einem Stützpunkt - Camp Ashpit. Allerdings tauchten eines Tages Soldaten auf und die Freude über ihre Rettung hält nicht lange an. Alle Kinder unter vierzehn - so auch der fünf Jahre alte Sammy - werden in Schulbussen zu dem Hauptstützpunkt Camp Haven gebracht. Alle anderen werden erschossen - Cassie kann sich gerade noch so retten und geht nun dem Versprechen nach, welches sie ihrem Bruder gegeben hat: Sie wird zu ihm nachkommen. Das stellt sich allerdings als sehr schwierig heraus. Man kann in dieser Zeit niemandem trauen, schon gar keinen Soldaten. Das musste sie ja am eigenen Leib erfahren.
Eines Tages wird sie angeschossen und von Evan Walker gerettet. Sie finden Zuflucht auf einer abgelegenen Farm, auf der Evans ganze Familie gelebt hat. Inzwischen ist nur noch er übrig.
Bis zu diesem Punkt ist die Geschichte ziemlich spannend und sehr authentisch erzählt. Leider muss ich sagen, dass das Buch in der Mitte einen ziemlichen Hänger hat.

Der Roman ist in mehrere Teile gegliedert und in jedem Teil verfolgen wir in der Ich-Perspektive eine andere Person. Da muss man sich zunächst noch hineinfinden, da die Erzählweise bleibt, man aber vom abweichenden Inhalt erst einmal die Stirn runzeln muss. Man weiß nicht genau, wo man sich denn jetzt befindet. Mit der Zeit wird es aber besser.
Denn plötzlich befinden wir uns im Hauptstützpunkt Camp Haven. Ein junger Mann wurde von den Soldaten aufgelesen und lebt nun dort. Erst nach vielen vielen Seiten erfahren wir, dass es sich dabei um Ben Parish handelt, einen Schulkameraden von Cassie, in den sie heimlich verliebt gewesen ist. Durch ihn bekommen wir einige Antworten und wie radikal die Anderen vorgegangen sind, um die Menschheit auszulöschen (vgl. dazu den Prolog!). Er wird in eine Kampfeinheit gesteckt und muss wochenlang hart trainieren.
Eigentlich finde ich es gar nicht so schlecht, dass man auch diese Seite der Geschichte aktiv miterlebt, da hier viele moralische Werte angesprochen werden. Allerdings hatte ich mich von Anfang an auf eine "Ums-nackte-Überleben"-Situation eingestellt und nicht auf ein Kriegsausbildungscamp für Kinder.

Diese Situation, dass Kinder und sogar Kleinkinder, für einen Krieg ausgebildet werden, kam mir zwar etwas absurd, aber zeitgleich doch authentisch vor. In einer solch brenzligen Lage, in welcher sich die überlebenden Menschen nun befinden, verändert sich ihr Denken. Diejenigen, die das Ruder der Macht der Unterdrückten an sich reißen können, tun dies. Es ist fast schon widerlich, dass diese Erwachsenen alle Kinder einsammeln und diese kleinen siebenjährigen Jungen und Mädchen mit Gewehren auf die Silencer loslassen. Doch den Kindern kann man noch etwas vorgaukeln. Sie sehen das alles als Spiel, zwar als sehr hartes und erbarmungsloses, aber als Spiel. Und so geraten sie immer tiefer in den Sog. Das ist vielleicht auch der Grund, warum nur Kinder dorthin gebracht werden: Weil man sie einfacher einer Gehirnwäsche unterziehen kann.
Erschreckend ist, in welcher Art und Weise die restliche Menschheit geschützt werden soll. Sie werden "etikettiert und eingetütet". Das bedeutet, dass sie von einem Programm namens Wonderland geistig gescannt werden und schließlich einen Chip in den Nacken implantiert bekommen, der immer ihre Position anzeigt. Wenn wir dann aber erfahren, was es damit wirklich auf sich hat, ist das ganze einfach nur noch grausam.

Die Geschichte um Cassie und Evan kann ich nicht so genau einschätzen. Wegen der vielen Sprünge zwischen den Personen und Orten konnte ich nicht wirklich eine Beziehung zu den beiden aufbauen. Natürlich konnte ich mich mehr in Cassie als in Evan hineinfühlen, da man sie ja durch die ganzen Rückblenden begleitet hat. Aber als sie auf Evan trifft, scheint sich ihr ganzer Charakter zu verändern. Plötzlich ist sie nicht mehr die starke und toughe junge Frau, die unbedingt und auch ein bisschen planlos das Versprechen gegenüber ihrem Bruder einhalten und die Anderen vernichten will. Sie wirkt auf einmal sehr anhänglich und denkt über völlig belanglose Dinge nach, die ihr nicht einmal vor den Angriffen in den Sinn gekommen wären. Sie gibt sich Evan völlig hin wie ein kleines Schoßhündchen und ab und zu scheint sich die Situation in einen kleinen Liebesurlaub zu verwandeln. Cassies Entschlossenheit, ihren Bruder zu finden, ist wie weggefegt. Zwar ist sie verletzt, aber dennoch scheint sie die Zeit auf der Farm weiter hinauszudehnen. Immerhin könnte ihr Bruder bereits tot sein oder jeden Tag sterben und sie macht sich nur Gedanken darüber ob Evan ihren Körper attraktiv findet.
Evan selbst verstrickt sich immer wieder in Aussagen, die einfach nicht zueinander passen wollen. Als Cassie das nach einige Zeit endlich auch kapiert, bekommt sie wieder einige ihrer früheren Charakterzüge zurück. Bald erfahren wir auch, was genau an Evan uns nicht so ganz richtig vorkommt. Und dennoch hat mir die ganze Situation auf der Farm zwischen den beiden nicht so zugesagt.

Abgesehen von der Tatsache, dass meine Vorstellungen eher anders waren, so hat mich der Schreibstil nicht ganz so überzeugt. Manche Sätze waren so ineinander verknotet, dass man gar nicht mehr wusste, was der Satz denn nun überhaupt bedeuten sollte. Das kann natürlich auch an der deutschen Übersetzung liegen, deswegen fällt dies bei meiner Bewertung nicht so schwer ins Gewicht.
Die Geschichte ist in ihrer Art recht komplex und man muss sich wirklich konzentrieren, um die Motive und Absichten zu verstehen. Im Grunde hat vieles davon einen erschreckenden Sinn gemacht und alles was wir bis dahin dachten, wird zerstreut. Jedoch haben diese Überraschungsmomente auch einen negativen Effekt: Vieles, was passiert ist, macht in diesem Zusammhang überhaupt keinen Sinn mehr und man stellt sich Fragen, die mit der Auflösung nicht beantwortet werden können, weil sie einfach in keinem Verhältnis zueinander stehen.
Allerdings haben mich der Anfang und auch das Ende mit der rasanten Spannung gepackt und ich werde dennoch ein Auge auf die Fortsetzung werfen. Trotz vieler Ungereimtheiten und der seltsamen Beziehung zwischen Cassie und Evan bin ich gespannt auf das Voranschreiten der Geschichte.

Die 5. Welle ist ein spannender Science-Fiction Roman, der in verschiedene Richtungen ausschlägt. Für mich gab es einige Ungereimtheiten und einige Charaktere haben sich seltsam verändert, wenn sie auf andere trafen, aber dennoch ist diese Vision einer möglichen Zukunft zusammen mit der Spannung eine lesenswerte, auf deren Fortsetzung man warten sollte.

3 Marshmallows

Denn wenn ich die Letzte bin, dann bin ich die Menschheit.
Und wenn das der letzte Krieg der Menschheit ist, dann bin ich das Schlachtfeld. 
(S. 123)

Donnerstag, 17. April 2014

[Review] Alisik #3 Frühling (H. Rufledt & H. Vogt)

Titel: Alisik - Frühling
Autoren/Illustratoren: H. Rufledt & H. Vogt
Band 3 der Comic-Reihe
Verlag: Carlsen
Seiten: 96
Genre: Comic
Preis: 7,99€

HIER bestellen!

ACHTUNG! Dies ist Band drei der Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band eins und zwei!

Lest hier meine Rezension zu Alisik - Herbst!

Lest hier meine Rezension zu  Alisik - Winter!


Klappentext:
In einer verzweifelten Aktion versuchen die postmortalen Geister des alten Friedhofs, die Zerstörung ihrer Gräber zu verhindern. Doch haben sie gegen die anrückenden Bagger überhaupt eine Chance? Ebenso wie der Friedhof ist auch die gemeinsame Zukunft von Alisik und Ruben in Gefahr. Und noch ehe der Frühling zu Ende geht, wird Alisik zu einer schicksalhaften Entscheidung gezwungen...
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Es reicht! Unser Grab kriegt ihr nicht, ihr verdammten Stahlbestien!

Im dritten Band der Comic-Reihe steigt die Spannung immer weiter. Man kann gar nicht einschätzen ob es noch Hoffnung für die Bewohner des Friedhofes gibt oder ob ihr Zuhause zerstört wird. Weiterhin füllen sich die Lücken um Alisiks Identität und ihren Tod.

Das Cover ist wirklich wunderschön! Obwohl es mit den hellen und warmen Farben eher an den Sommer erinnert, so ist es doch im Gegensatz zu den anderen sehr freundlich gehalten. Aber man erkennt eindeutig die Abgrenzung zwischen Tag und Nacht, da sich die Bewohner des Friedhofs natürlich nur nachts heraustrauen können. Alisik wird immer auf der Schattenseite stehen.
Der Titel passt gut zur Stimmung zwischen Alisik und Ruben. Man merkt, dass sie sich näherkommen und ihre Gefühle verrückt spielen - so wie es im Frühling meistens ist.

Der Frühling steht vor der Tür. Alisik verbringt viel Zeit mit Ruben, sodass sie sich besser kennenlernen können. Aber noch immer weiß er nichts von ihrem wahren Wesen und sie hat auch zunächst nicht vor, ihm etwas davon zu sagen.
Allerdings muss Alisik auch um ihre Existenz bangen, denn das Bauunternehmen macht nun Ernst und will den Friedhof so schnell wie möglich plattwalzen...

Nachdem Band zwei mit einem Paukenschlag aufgehört hat, war ich natürlich total gespannt darauf, wie es weitergehen würde. Es gibt immer wieder einen Wechsel zwischen Luft anhalten und erleichtert aufatmen. Hin und wieder gelingt es den Friedhofsgenossen, die Bauarbeiter so zu erschrecken, dass diese von Angst erfüllt die Flucht ergreifen. Jedoch lässt sich der Chef nicht erweichen und treibt seine Arbeiter weiter an.
Obwohl die Genossen den Ernst der Lage erkennen, macht es ihnen einen Heidenspaß, Gespenst zu spielen. Alisik kann dabei jedoch nur den Kopf schütteln. Natürlich ist es gefährlich, weil sie ihre Entdeckung riskieren, aber warum sollten sie nicht ein wenig Spaß haben? Vielleicht hilft es ihnen sogar, denn ansonsten gibt es keine andere Möglichkeit, ihr Zuhause zu retten.

Alisik steckt in diesem Band in einem Zwiespalt. Zunächt ist sie sehr glücklich mit Ruben, doch als er ein paar Mal von Freunden und seinem Bruder dabei ertappt wird, wie er mit einem "unsichtbaren Mädchen" spricht, glaubt sie, dass es besser wäre, nicht mehr in seiner Nähe zu sein. Jedoch mag sie ihn sehr und kann nicht einfach den Kontakt abbrechen. Ich persönlich verstehe sie sehr gut, würde mir aber wünschen, dass sie es weiterhin mit Ruben versucht. Sie ist seine einzige wahre Freundin.
Aber vielleicht ist es wirklich nicht gut für ihn, wenn man sie noch öfters miteinander erwischt, da er dann als Verrückter dastehen würde.

Diesmal gibt es nicht ganz so viele Rückblenden wie in Band zwei, allerdings ist nun eine sehr wichtige dabei. Man erfährt endlich, wie es zu Alisiks Tod gekommen ist und auf welch tragische Weise sie das mit einem anderen Charakter aus der Geschichte verbindet. Eine wirklich herzzerreißende Entscheidung ihrerseits am Ende des Comics wird dadurch beeinflusst und man wünscht sich, dass sie darüber hinwegkommt. Vergangenes kann man nicht ändern und deshalb ist es auch wichtig, dass sie ihre Energie auf die Rettung des Friedhofes verwendet. Denn dessen Zerstörung könnte noch verhindert werden.

Alisik - Frühling vertieft die Beziehung zwischen Alisik und Ruben, wirft aber die ersten innerlichen Konflikte in ihr auf. Die Spannung wird durch die drohende Zerstörung weiter ausgebaut, aber hin und wieder durch die tollen Charaktere der Friedhofgenossen aufgelockert. Der Zeichenstil ist grandios wie in den bisherigen Bänden!

Wenn ihr mehr über Alisik erfahren wollt, dann schaut auf der offiziellen Homepage des Carlsen-Verlag vorbei! Dort gibt es Leseproben und auch ein exklusives Bonuskapitel!

5 Marshmallows

Dienstag, 15. April 2014

[Rezension] Indigo - Das Erwachen (Jordan Dane)

Titel: Indigo - Das Erwachen
Autorin: Jordan Dane
Band 1 der Hunted Reihe
Verlag: darkiss
Seiten: 362
Genre: Fantasy/Romanze
Preis: 10,99€

HIER bestellen!

Danke an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar!


Klappentext:
"Ich will dich sehen, aber es ist zu gefährlich. Du darfst nicht nach mir suchen. Versprich es mir."

Als Rayne Darby die Nachricht ihres Bruders Luke auf ihrem Anrufbeantworter hört, ist sie völlig verwirrt. Überstürzt macht Rayne sich auf die Suche, bemerkt jedoch bald, dass sie verfolgt wird. In einem Tunnel sieht sie dann plötzlich ein blaues Licht, das von einem fremden Jungen ausgeht. Er hat die Arme ausgestreckt, die Lippen geöffnet in einem stummen Schrei - und ihre Verfolger ergreifen die Flucht.
Ihr Retter heißt Gabe - mehr gibt er nicht von sich preis. Er scheint jedoch zu wissen, wo Luke steckt...
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Lucas Darby stolperte durch die wabernden Lichter von Neonreklamen und vorbeiziehenden Schatten und versuchte verzweifelt, den Sinn des dumpfen Geflüsters zu erfassen, das er hörte.

Jordan Dane arbeitet in ihrem Roman den Mythos der Indigokinder in einer ganz eigenen Weise auf. Sie erschafft eine Übergangszeit zwischen der Welt, wie wir sie jetzt kennen und einer Zukunftsvision, die von jenen besonderen Kindern beherrscht wird. Jedoch wird auch hier thematisiert, was immer wieder zu Problemen führt: Wir Menschen zerstören das, was wir nicht verstehen können oder wollen.

Das Cover ist wirklich wunderschön! Die verschiedenen Blautöne treffen genau meinen Geschmack und das indigoblaue Leuchten des Titel verleiht ihm etwas Mystisches und Geheimnisvolles. Die Blume passt auch gut ins Bild, wobei sie jedoch keinerlei Verbindung zum Inhalt des Buches hat.
Der Titel passt natürlich sehr gut, immerhin geht es um die sogenannten Indigokinder. Das Erwachen würde ich darauf beziehen, dass deren Geheimnis nach und nach gelüftet und nicht mehr verheimlicht wird.

Rayne Darbys Bruder Lucas ist aus der Nervenheilanstalt geflohen und sie versucht, ihn zu finden. Doch dabei stellt sich ihr immer wieder ihre große Schwester Mia in den Weg, die sich von der Spiritual Church of Freedom berufen fühlt, die Welt vor ihrem Bruder zu schützen.
Jedoch wissen sie nicht, dass Lucas eines der besonderen Indigokinder ist, die von eben jener Kirche gejagt und ausgelöscht werden. Rayne trifft auf der Suche ihrerseits auf Gabriel - ebenfalls ein Indigokind - und versucht mit seiner Hilfe, ihren Bruder zu schützen.

Grundsätzlich finde ich die Idee sehr interessant. Über Indigokinder habe ich noch nie etwas gehört, aber anscheinend gibt es sogar in unserer realen Welt Mythen über sie. Es soll sich dabei um die Menschheit 2.0 handeln, um Krieger, die die Welt in eine bessere Zukunft führen. Jedoch gibt es auch Gegenspieler, die das unbedingt verhindern möchten: Die Spiritual Church of Freedom. Sie arbeitet im Untergrund zusammen mit der Nervenheilanstalt, die genau solche Kinder aufnimmt, untersucht und nie wieder ans Tageslicht lässt.
Das ist eigentlich auch schon alles, was man dazu sagen kann, da im Roman selbst kaum etwas dazu erklärt wird. Genauer gesagt dauert es fast ganze 200 Seiten bis man überhaupt eine grobe Vorstellung davon bekommt, wer oder was Indigokinder eigentlich sind. Und selbst das wird nur in einem kleinen Nebensatz erwähnt. Es war schwer, der Geschichte mit ihren Motiven zu folgen. Die Handlung an sich war spannend und auch nachzuvollziehen, aber da dies ja eigentlich aufgrund der Jagd auf die Indigokinder passiert, weiß man gar nicht genau, woran man festhalten soll.
Es gibt häufige Ortswechsel, weshalb diese durch Absätze mit Erwähnung des Ortes und der Zeit angegeben sind. Dies stört den Lesefluss nicht wirklich, aber durch die häufigen Wechsel kann man keine richtige Beziehung zu den Charakteren aufbauen und alles scheint sehr schnell vonstatten zu gehen. Man kann meist auch nicht nachvollziehen, wie die Charaktere zueinander stehen, da man durch die vielen Wechsel eigentlich kaum Zeit mit ihnen verbringt und sich dann fragt, warum sie sich nach wenigen Stunden plötzlich ineinander verliebt haben.

Die ersten 100 Seiten könnte man so zusammenfassen: Lucas Darby ist aus Angst aus der Nervenheilanstalt geflohen und wird nun durch die Stadt gejagt. Es handelt sich bei seinen Verfolgern um die sogenannten Believers, die die Indigokinder auslöschen wollen. Rayne, Lucas' Schwester, macht sich auf die Suche nach ihm und begegnet am alten Zoo einem unheimlichen Jungen namens Gabriel.
Das ist auch schon alles, was passiert. Der Mangel an Informationen hat mich zunächst stutzig, später auch ziemlich wütend gemacht. Natürlich gibt es viele Geschichten, in denen man erst spät Informationen erhält, aber dann muss es auch richtig verpackt sein. Allein für die ersten 100 Seiten habe ich über drei Wochen gebraucht, weil man sich überhaupt nicht in die Geschichte einfinden konnte und das dann einfach nur total langweilig ist, auch wenn die Handlung einigermaßen Spannung enthält. Man hat dann einfach kein Bedürfnis zu erfahren, wie es mit den Charakteren weitergeht.
Und umso wütender macht es mich im Nachhinein, dass man auch nach Beenden des Buches überhaupt keine Ahnung von diesem "Jagdspiel" zwischen Indigokindern und Believers hat. Vielleicht ist all das auch einfach nicht gut genug durchdacht oder ich erwarte zu viel. Für mich baut sich all das so auf: Die Indigokinder spüren den inneren Drang, die Menschheit in eine neue Zukunft zu führen. Die Believers wollen das verhindern, weil sie die Kinder für sehr gefährlich halten.
Für mich klingt es so, als seien die Kinder eine Art Superarmee, die sich nur noch gegen die bösen Erwachsenen durchsetzen muss. Ich kann es nicht ganz in Worte fassen, aber die ganze Situation, die die Handlung im Roman auslöst, hat für mich weder Hand noch Fuß.

Vor zwei Tagen habe ich das Buch dann doch wieder zu Hand genommen und mir etwas Hoffnung gemacht, dass innerhalb der nächsten 262 Seiten doch noch einiges passieren oder erklärt werden könnte. Die Handlung hat mich dann aufgrund der Spannung hier und da doch in ihren Bann gezogen, allerdings hätte man diese auch wahllos in jede beliebige Rahmenhandlung stecken können. Einige Szenen jedoch haben nur Fragezeichen in meinem Kopf hinterlassen. Sie wirkten so, als hatte die Autorin eine grobe Vorstellung davon, warum die Charaktere nun so handeln, aber mittendrin schien sie sich doch anders entschieden zu haben und so haben einige Situationen überhaupt keinen Sinn gemacht - weder in sich selbst noch im Zusammenhang mit der großen Handlung. Hierbei spreche ich besonders die Szene in der Stadtbibliothek an. Ranye und Gabriel haben ein ganz bestimmtes Buch gesucht und werden dabei allerdings von Mia entdeckt. Um einen Ausweg zu finden, hat Gabriel offenbar eine Idee, wie er die anderen mit seinen Fähigkeiten ablenken kann. SO. Nun denkt man, dass er irgendetwas heraufbeschwört oder so etwas in der Art, denn eigentlich wissen wir gar nicht, welche Fähigkeiten genau diese Indigokinder haben, damit Rayne aus der Bibliothek fliehen kann. Und plötzlich bebt die Erde und die ganze Bibliothek stürzt ein, als wäre eine Bombe abgeworfen worden. SINNFREI?!?!
Nach dieser seltsamen Szene bringt Gabriel Rayne zum Anwesen seines Onkels, weil sie sich dort Hilfe bei der Suche nach Lucas erhoffen. Aber eigentlich endet dieser Ausflug in einem "Familientreffen" und Rayne erfährt endlich etwas über Gabriels Familie und seine Vergangenheit. Das ist eigentlich keine schlechte Idee, da er ansonsten nicht darüber reden möchte, aber die Hilfe auf der Suche nach Lucas bleibt dabei total auf der Strecke. Mehrere Tage verbringen sie auf dem Anwesen und da wäre ich manchmal gerne mitten durch die Seiten spaziert und hätte Rayne angeschrien. Lucas scheint ihr sehr wichtig zu sein und gerade deswegen verstehe ich nicht, warum sie ihn in manchen Situationen einfach "vergisst".

Innerhalb der Geschichte springen wir immer wieder zwischen einigen Gruppen/Personen hin und her. Dabei hätten wir: Lucas; Rayne und Gabriel; Alexander Reese; Fiona; die Indigokinder; O`Dell. Wenn man bedenkt, dass innerhalb der 362 Seiten fast in jedem Kapitel mehrere Sprünge gemacht werden, so ist klar, dass man zwar einen groben Gesamtüberblick über die Motive der einzelnen Personen bekommt, man aber keine wirklich Bindung zu ihnen aufbauen kann. Alles wirkt sehr distanziert, allerdings kann ich auch einige Beziehungen unter den Charakteren nicht nachvollziehen. Einiges davon hat mit der Art der Indigokinder zutun, aber da es keine Erklärungen gibt, kann man nur von Weitem zuschauen und sich seine eigenen Gedanken machen.
Lucas scheint ein besonderes Indigokind zu sein, er ist sehr stark und entwickelt sich vermutlich in die nächste Stufe weiter - zu einem Kristallkind. Was genau SO besonders nun an dieser Art ist, erfährt man natürlich auch nicht. Jedenfalls hat ihn eine Stimme in seinem Kopf vor den Verfolgern gerettet: Kendra. Sie lebt gemeinsam mit einigen anderen Indigokindern im Tunnelsystem unter Los Angeles und versteckt sich vor den Believers. Sie fühlt sich sehr zu Lucas hingezogen und scheint ziemlich in ihn verliebt zu sein. Das ist schon einmal das Erste, was mir absolut unverständlich vorkommt. Er ist seit ihrer ersten Begegnung verletzt und bewusstlos und sie entwickelt Gefühle für ihn... Wobei ich eher der Meinung bin, dass sie sich in seine Kräfte verliebt hat, so wie sie andauernd davon schwärmt, wie stark er doch ist.

Im Grunde ist die Handlung an sich schon spannend gestaltet, allerdings scheint sie nicht sehr explizit auf den Rahmen mit dem Mythos der Indigokinder bezogen zu sein. Man fühlt sich als Leser total ausgeschlossen, obwohl man sogar in die Köpfe der bösen Believers schauen kann. Erklärungen sind anscheinend nicht notwendig und das ist wirklich schade um die Geschichte. Man hätte so viel mehr herausholen können, wenn man den Leser immer wieder mit kleinen Häppchen gefüttert und so an den Zeilen gehalten hätte. Aber so war ich einfach nur froh, als ich die letzte Seite erreicht hatte. Die Geschichte endet auch mit einer ziemlich schockierenden Aussage. Aber ich habe überhaupt nicht das Bedürfnis, sie weiter zu verfolgen.

Indigo - Das Erwachen hat weder Hand noch Fuß. Die Handlung ist spannend, wirkt aber hier und da total zusammengewürfelt. Der Mangel an Informationen ist einfach zum Haareausreißen, aber vielleicht ist das Wissen einfach eine Voraussetzung. Mich können leider weder Handlung noch Charaktere an der Geschichte halten und so verabschiede ich mich bereits nach Band eins von dieser Buchreihe.


2 Marshmallows