Freitag, 17. Oktober 2014

[Review] Kleine Katze Chi ~ Band 1 (Konami Kanata)

Titel: Kleine Katze Chi
Autorin/Mangaka: Konami Kanata
Band 1 der Comic Reihe
Verlag: Carlsen
Seiten: 167
Genre: Comic/Manga
Preis: 9,95€

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Klappentext:
Ein junges Kätzchen hat seine Katzenfamilie verloren und sich verlaufen. Viel Zeit zum Traurigsein bleibt ihm nicht, denn es wird von den Yamadas mit ihrem dreijährigen Sohn Yohei aufgenommen und wickelt die gesamte Familie in kürzester Zeit um die süße Pfote.

Neugierig, mutig & frech: Chi muss man einfach gernhaben!
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Kleine Katze Chi ist ein wirklich wunderbarer Comic, dem man sofort ansehen kann, dass er aus einer japanischen Feder stammt. Ich lese sehr gerne solche Comics, da sie gleichzeitig gefühlsecht, spannend und sehr witzig sind. Japaner haben bei ihren Zeichnung einen ganz eigenen Stil, der uns wirklich zum Lachen bringen kann.

Die kleine Katze, die unsere Hauptperson ist, verliert auf einem Spaziergang ihre Mutter und Geschwister. Daraufhin ist sie sehr traurig, wird aber schnell von einer Menschenfamilie aufgelesen, die sie in ihrem Zuhause aufnimmt - obwohl Haustiere in der Wohnung verboten sind.
Die kleine Katze, die bald darauf Chi getauft wird, entdeckt nicht nur, mit welch seltsamen Dingen sich die Menschen beschäftigen, sondern wächst auch zu einem großen Kätzchen heran, dass die Familie hin und wieder zum Wahnsinn treiben kann.

Chi schafft es sofort, die Menschenfamilie und auch uns Leser um die kleine süße Pfote zu wickeln. Obwohl sie vieles nicht mit Absicht macht, sondern eher sehr neugierig ist und Neues entdecken will, so schließen wir sie einfach in unser Herz. Ob es nun das Lernen vom Pipimachen im Katzenklo ist oder das Spielen mit Schnürsenkeln oder Bällen.
Es ist ziemlich witzig, wie sie gegenüber Neuem erst total skeptisch gegenübersteht und dann plötzlich darauf losgeht, als gäbe es keinen Morgen mehr. Eben wir ein kleines Kätzchen, das die Welt entdeckt.

Aber natürlich vermisst Chi anfangs ihre Mama sehr und ist sehr oft traurig. In diesem Zusammenhang ist es aber auch wieder total süß, wie sie sich immer aufmachen will, um ihre Mama zu finden, aber nicht einmal bis zur Haustür kommt.
Umso schöner wird es später, dass sie die Menschenfamilie als ihre eigene anerkennt und die Eltern des kleinen Yohei Mama und Papa nennt.
Da Chi auch in einem Comic natürlich nicht sprechen kann, so ist in der Sprechblase immer das 'Miau' zu lesen, aber daneben gibt es für uns Leser eine Übersetzung in die Menschensprache.

Die Zeichnungen sind wunderbar und machen definitiv Lust auf mehr. Ich lese nicht sehr häufig Comics oder Mangas und doch bin ich immer wieder fasziniert, wie die Charaktere doch geformt werden, obwohl es keinerlei Beschreibungen gibt. Man lässt sich einfach auf die Dialoge ein und schon ist man mittendrin. Und es ist doch auch mal sehr schön zu erleben, was eine kleine Katze so denkt. Denn sie verkratzt nicht absichtlich das Sofa, sondern will nur spielen und sie macht nicht absichtlich Pipi auf den Boden, denn eigentlich sie weiß nicht, wo sie es erledigen soll.

Kleine Katze Chi ist ein wunderbarer Comic, der sowohl zeichnerisch wie auch inhaltlich überzeugt und mit einer jungen Katze begeistert, die fast wie ein kleines Kind dargestellt wird. Man begleitet sie in ihrem Lernprozess und wie sie sich an das Leben unter Menschen gewöhnt.


5 Marshmallows

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