Donnerstag, 1. Mai 2014

[Rezension] MondLichtSaga #3 MondSilberTraum (Marah Woolf)

Titel: MondSilberTraum
Autorin: Marah Woolf
Band 3 der MondLichtSaga
Verlag: Createspace Independent Publishing
Seiten: 301
Genre: Fantasy/Romanze
Preis: 3,99€

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ACHTUNG! Dies ist Band 3 der MondLichtSaga und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und 2!

Lest hier meine Rezension zu MondSilberLicht!

Lest hier meine Rezension zu MondSilberZauber! 


Klappentext:
»Du schickst mich fort?«
»Ich schicke dich fort.«
»Was, wenn ich nicht gehe?«
»Dann werde ich dich eigenhändig zum Auto tragen.«
Ich lächelte, während mir die Tränen über die Wangen liefen.
»Wir könnten einen Ort ausmachen, an dem wir uns treffen, wenn alles vorbei ist.«
Calum verschloss mit seinen Fingern meine Lippen. Sie zitterten.
»Nein«, flüsterte er. »Nein. Das werden wir nicht.«

Emma und Calum haben für ihre Liebe alles riskiert. Endlich scheint ein gemeinsames Leben möglich. Doch Elin steht zwischen ihnen und einer glücklichen Zukunft und er verbündet sich mit Wesen, die nicht besiegt werden können…
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Letzte Nacht war etwas mit mir geschehen.

Im dritten und letzen Band der MondLichtSaga legt die Autorin noch eine Schippe obendrauf. Langsam aber sicher nähern wir uns dem letzten großen Kampf, der über die Existenz der magischen Völker entscheiden soll. Und nicht nur um diese Welt bangen wir, sondern natürlich auch vor allem um die liebgewonnenen Charaktere, die uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind.

Die Farbe des Covers ist mein Favorit in der Saga. Und es passt wieder hervorragend zu den anderen. Ich kann es nicht genau erklären, die geschwungenen Linien zusammen mit den Schlüsseln und dem Mond wirken auf mich sehr mysteriös und harmonisch. Und das gefällt mir sehr!
In den Traum kann man so einiges hineininterpretieren. Für mich in Bezug auf den Inhalt bedeutet er, dass eine friedliche Welt und reibungslose Beziehungen eher in der Ferne stehen und eben somit ein Traum sind.

Endlich sind Emma und Calum wieder vereint. Doch die Gefahr besteht weiterhin durch Elin, der das Schloss Avallach angreift. Emma und ihre Familie suchen Schutz in Leylin, einer großen Stadt des Elfenvolkes und stoßen auf eine mögliche Rettung vor den Undinen und dem großen Krieg.
Leider jedoch bleiben sie nicht das einzige Problem. Die Stimmung ist angespannt, Gefahren lauern überall und die Beziehungen untereinander beginnen zu brökeln...

Ich war wirklich sehr erleichtert, dass ich mir direkt den dritten Band herunterladen konnte. Das Ende von MondSilberZauber war echt gemein! Außerdem konnte ich es gar nicht erwarten, das große Finale zu verfolgen. In meinem Kopf gab es keinerlei Vorstellung davon, wie die Geschichte noch gut ausgehen könnte. Und bis zum Ende scheint es auch keinen Ausweg zu geben. Und es passiert so viel, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen.
Bereits in Band zwei sind wir den Undinen, den bösen Wassergeistern, auf die Schliche gekommen. Sie scheinen der Grund dafür zu sein, warum Elin solch grausame Taten verübt. Aber es gibt anscheinend keine Möglichkeit, sie auszulöschen. Die Gefahr vor einem neuen Angriff ist allgegenwärtig und doch bin ich froh, dass zwischendruch Momente des normalen Lebens gibt. Die Autorin bleibt der Geschichte treu und baut hier und da Szenen ein, die das Bild vermitteln, dass man nicht andauernd voller Angst vor den Undinen zittern muss.

Obwohl man es eigentlich gewöhnt ist, dass besonders Fortsetzungen zu Beginn etwas ruhiger sind und sich dann in ihrer Spannung weiteraufbauen, so war ich umso geschockter, als direkt am Anfang ein Angriff auf Avallach passierte. Elin griff mithilfe des Wassers an und das schöne Schloss wurde komplett überschwemmt. Und selbst danach hat man keine Atempause, denn Dämonen verfolgen Emma nach Hause und stecken das Haus in Brand. Sie scheinen nirgendwo mehr sicher zu sein. All das tut mir besonders für ihre Familie leid. Sie akzeptieren zwar die magische Welt und kämpfen für das Gute, aber das ihr bisheriges Leben so zerstört wird, haben sie einfach nicht verdient. Außerdem wird einem nun klar, dass sich die Situation weiter zuspitzt. Emma ist zuvor in Avallach sicher gewesen und wenn sie zu Hause war, wurde sie beschützt. Gleich an zwei scheinbar sicheren Orten wurden Angriffe verübt und die Angst wird immer größer. Aber da sie ziemlich in der Mitte der magischen Welt stehen, helfen ihnen die Elfen. Sie dürfen in der Elfenstadt Leylin bleiben bis sich die ganze Situation geklärt hat, wobei sich dies bald in einen Krieg ausweitet.

Während sie einen Alltag in Leylin aufzubauen versuchen, was eigentlich recht einfach gelingt, da die Stadt einfach wunderbar ist, entwickelt sich die Handlung nich nur außerhalb weiter. Der Kriegsrat berät, was sie gegen Elin und die Undinen tun können, aber einem Kampf auszuweichen scheint schwierig.
Emma sucht desweiteren auf eigene Faust nach einer Lösung und es fällt ihr und auch uns wie Schuppen von den Augen, dass sie des Rätsels Lösung eigentlich schon in Band eins in einem Buch gefunden hat. Gemeinsam mit Peter und Dr. Erickson entwickeln sie im Geheimen einen Plan, der sie alle retten kann - und das ohne einen Kampf mit Toten und Verletzten. Ich hatte schon die ganze Zeit im Gefühl, dass ein Kampf mit Verlusten unausweichlich ist, allerdings war ich dann sehr froh, dass es eine wirkungsvolle Methode zu geben scheint, die Undinen für immer auszulöschen. So könnten Elin und alle anderen Shellycoats von dem Bann befreit werden.

Doch leider gibt es nicht nur diesbezüglich Probleme und Sorgen. Amia ist schwanger und da sie eine Shellycoat ist, muss das Kind im Wasser geboren werden und fünf Tage dort verbringen bis es an Land kann. Da sich die Shellycoats in angrenzenden Gewässern untereinander spüren können, ist die Angst ziemlich groß, dass Elin sie angreifen wird. Aber auch ich habe wie Amia ein gewisses Vertrauen in Elin, dass er seine eigene Schwester nicht töten würde.
Emma und Calum sind wieder glücklich vereint, doch sein Charakter verändert sich im Laufe der Geschichte. Es hat mich traurig gemacht, das zu sehen. Er weiß doch ganz genau, dass Emma ihn unsterblich liebt. Aber anscheinend ist ihm das Wissen darum nicht genug. Vielleicht ist kein Kopf auf ein wenig vernebelt. Er ist Teil des Kriegsrates, kennt Elin und seine neue Macht und hat große Angst, dass seinen Freunden oder seinem Volk etwas zustößt.
Und doch bin ich nach einer Weile wirklich wütend geworden. Da Emma und Peter im Geheimen an einem Plan arbeiten, da der Spiegel alle magischen Wesen sehen und deren Gedanken lesen kann und sie somit unter sich bleiben müssen, muss sie all dies vor Calum verheimlichen. Und wir wissen sehr genau, dass Emma nicht gut lügen kann, besonders nicht gegenüber Calum. Doch leider fasst er das falsch auf und wird ihr gegenüber immer abweisender. Obwohl jeder laut lacht, als Emma berichtet, dass er eifersüchtig auf Peter ist, so bleibt er stur und das tut mir für Emma sehr, sehr leid. Sie gibt sich alle Mühe, es jedem Recht zu machen und ausgerechnet ihre große Liebe verliert das Vertrauen in sie.

Die Geschichte treibt in diesem finalen Band die Spannung weiter an, mehr Geheimnisse werden gelüftet und man kann die Handlung teilweise nur mit offenem Mund verfolgen. Immer wieder werden die Charaktere zurückgeworden und man wünscht sich, ihnen helfen zu können.
Die Autorin ist ihrem Stil treu geblieben. Probleme der Charaktere untereinander werden durch den drohenden Krieg nicht einfach beiseite gewischt, sondern gerade in dieser schweren Zeit ausgeweitet und weiterhin thematisiert.

MondSilberTraum ist ein gelungener Abschluss der Saga, der den anderen Bänden in nichts nachsteht. Die Spannung wird hier sogar noch weiter ausgereizt, da es auf die finale Lösung zugeht und wir absolut nicht wissen können, ob nun Gut oder Böse siegen wird. Denn man erfährt, dass es um viel mehr geht, als nur um Elins Hass auf die Menschen.

5 Marshmallows

Ihr Überfürsorge erstickte jeden Krankheitskeim. (S. 94)

"Liebe bedeutet nichts - außer Schmerz und Verlust. Was für ein armseliges Leben der führt, der liebt. Immer in der Angst, den zu verlieren, an den er sein Herz gekettet hat." (S. 271)

"Ich möchte, dass die ganze Welt weiß, dass du zu mir gehörst - für immer und ewig." (S. 295)

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