Dienstag, 4. Februar 2014

[Review] Edward - Auf den ersten Blick (Stephenie Meyer)

Titel: Edward - Auf den ersten Blick
Autorin: Stephenie Meyer
Kurzgeschichte zur Biss-Saga
Verlag: Carlsen
Seiten: 63
Genre: Fantasy/Romanze
Preis: Kostenlos!

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Klappentext:
Sein Gesicht war fast überiridsch schön, doch sein Blick war stechend und hasserfüllt. Die erste Begegnung zwischen Bella und Edward bringt sie stärker zum Frösteln als der kalte Wind. Doch was denkt und fühlt Edward, als er Bella zum ersten Mal sieht? Die erste Begegnung zwischen Bella und Edward - diesmal aus Edwards Perspektive.
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Nie wünschte ich mir sehnlicher, schlafen zu können, als zu dieser Tageszeit.

Inzwischen dürfte wohl so ziemlich jeder die Geschichte um Bella und Edward kennen, die sich weltweit zu einem Phänomen entwickelt hat. Da wir alle Geschehnisse aus Bellas Sicht erleben und immer nur von Edward schwärmen, wäre es durchaus interessant zu erfahren, was Edward so an Bella fasziniert.
Mit Edward - Auf den ersten Blick erfüllt Stephenie Meyer den Wunsch ihrer Fans.

Das Cover in Verbindung mit der Schrift zeigt sofort, dass diese Kurzgeschichte der Biss-Saga zugehörig ist. Das finde ich bei Buchreihen und den dazugehörigen Novellen immer sehr wichtig, da man es auf den ersten Blick erkennt und sich nicht erst durch Beschreibungen wühlen muss.
Der Titel passt unglaublich gut. Da man als Biss-Fan natürlich bereits weiß, dass es sich hier um eine Geschichte aus Edwards Sicht handelt, ist auch ganz klar, dass es sich um die erste Begegnung mit Bella handeln muss.

Für Kenner ist von Anfang an klar, dass Edward und seine Familie Vampire sind. Ansonsten wird diese Tatsache erst etwas später klar. Es handelt sich hierbei um die Buchausschnitte von "Biss zum Morgengrauen" in der Kantine und der ersten Biologiestunde an Bellas erstem Schultag.
Edward schildert sein Leben mit seinen Geschwistern und es ist wirklich interessant, einmal hautnah mitzuerleben, wie er mit Alice auf seine Weise "kommuniziert".

Denn Edward kann Gedanken lesen und Alice muss in ihrem Kopf nur einige Sätze formen, sodass Edward möglichst auf seine Weise, ohne aufzufallen und ohne zu sprechen, Antwort geben kann. Man bekommt in dieser Hinsicht auch die Gedanken der anderen Schüler mit.
Edward beschreibt ziemlich gut, wie es sich anfühlt, diese Gedanken zu hören und wie man die einer bestimmten Person herausheben kann. Diese Sprachgewandheit in seinen Gedanken kennen wir bereits aus seiner verbalen Kommunikation in der Biss-Reihe.
Jedoch muss ich zugeben, dass mir einige Gedanken nicht gut vorgekommen sind. Sie sind durchaus authentisch und nachzuvollziehen, aber sie zerstören einfach das Bild, was man in den Roman erhalten hat.

Ein sehr gutes Beispiel ist Jessica. Sie ist eine wirklich gute Freundin von Bella geworden und trotz der manchmal seltsamen und schüchternen Art von ihr, hat sich Jessica nicht beirren lassen.
Aber nun erhält man einen Einblick in ihre Gedanken und eigentlich hält sie Bella nur für eine hässliches, trampeliges neues Spielzeug, welches die Aufmerksamkeit der Jungen auf sich zieht. Sie ärgert sich über Mike und alle, die nett zu Bella sind.
Das hat mich schon traurig gemacht, weil ich Jessica in den Romane gut leiden konnte. Wenn man nun wirklich nach dieser Kurzgeschichte geht, ist sie ein falsche Schlange, die Bella gegenüber Symphatie vorspielt, aber sie in Wirklichkeit nur verabscheut.

Besonders interessant wird es in der Biologiestunde. Edward ist neugierig auf Bella, weil er schon in der Kantine ihre Gedanken nicht lesen konnte. Allerdings verwandelt sich diese Neugierde aufgrund ihres Geruchs schnell in Mordlust. Die ganze Stunde lang überlegt er sich, wie er sie töten und ihr Blut trinken kann - und das äußerst detailreich. Er berechnet genau, wie lange er dafür bräuchte und wie viele Menschen als Zeugen sterben müssten.
Zwar erwähnte er etwas in der Art schon im Roman, aber es nun so beschreibungsfreudig in seinen Gedanken zu lesen, ist wirklich etwas gruselig.

Edward - Auf den ersten Blick spiegelt uns zwei wichtige Situationen aus dem ersten Roman wider, allerdings wirken sie aufgrund der Sicht von Edward komplett anders. Sie geben uns mehr Aufschluss über Edwards Wesen und seine Gabe, allerdings haben wir nun auch einen betrübten Blick auf Bellas Mitschüler.

4 Marshmallows

Ich verspürte den höchst eigenartigen Drang, dazwischenzutreten und Bella Swan vor Jessicas dunklen Gedanken zu schützen. Was für ein seltsames Gefühl.
(Pos. 157-158)

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