Freitag, 24. Januar 2014

[Review] Hades und das zwölfte Mädchen (Aimée Carter)

Titel: Hades und das zwölfte Mädchen
Autorin: Aimée Carter
Zweite Kurzgeschichte zur Goddess-Reihe
Verlag: Mira Taschenbuch
Seiten: ca. 48
Genre: Romanze/Fantasy
Preis: 1,99€

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Klappentext:
Für immer und ewig ohne Liebe? Niemals! Hades alias Henry möchte seinem unendlichen Leben ein Ende bereiten. Doch davon will der Rat nichts wissen. Sie brauchen ihn, den Herrscher des Totenreichs! Göttin Diana beschließt, ihm eine Gefährtin zu suchen. Wenn Henry sich wieder verliebt, wird er weiterleben wollen … Ihre Wahl fällt auf Ingrid, ein Mädchen aus einem New Yorker Waisenhaus. Doch kaum hat Ingrid die Prüfungen des Olymps bestanden und könnte an Henrys Seite zu ihnen gehören, stirbt sie gewaltsam. Und nach ihr zehn weitere! Bis Diana selbst eine Tochter bekommt: Kate. Als Henry in ihre Augen blickt, weiß er: Dieses Mädchen ist ihm bestimmt. Kate muss seine Göttin werden - oder er stirbt mit ihr gemeinsam.
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Als dem Herrn der Unterwelt war Hades die Furcht der Lebenden und die Ehrerbietung der Toten gewiss.

Mit einer weiteren Kurzgeschichte zu ihrer Trilogie Das göttliche Mädchen zeigt uns Aimée Carter, was vor dem Erscheinen Kates passiert ist. So kann man die Gefühle und Handlungen Henrys besser nachvollziehen und seinen Zorn sowie seine Zurückgezogenheit deutlich spüren und erfährt seine Gründe dafür.

Das Cover hält sich an die der anderen Romane und sieht wirklich wunderbar aus! Die weiße Schrift im griechischen Stil zieht auf dem grünen Untergrund die Aufmerksamkeit auf sich.
Ich freue mich sehr, dass man auch etwas von Kates Vorgängerinnen erfährt, besonders über Ingrid. Mein Gedächtnis ist nicht mehr ganz so frisch, aber in der Trilogie kommt sie auch vor - Henry besucht sie öfters in der Unterwelt.

Fast fünfhundert Jahre nach Persephones Tod will und kann Henry sie immer noch nicht vergessen. Er kann seine Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen und fühlt sich zunehmend allein. Deshalb beschließt er, zu vergehen. Die anderen Mitglieder des Rates jedoch wollen das nicht zulassen und suchen ihm deshalb in einer vorgegebenen Zeit - hundert Jahre - das passende Mädchen, das die Prüfungen bestehen und schließlich an seiner Seite über die Unterwelt herrschen soll. Allerdings braucht es dazu einige Überzeugungskraft, weil viele von ihnen getötet werden...

Diese Kurzgeschichte ist nicht mehr so spannend, wenn man bereits die Romane gelesen und auf das ein oder andere schon eine Antwort hat. Allerdings ist es auch spannend zu erfahren, wie es Kates Vorgängerinnen ergangen ist. Henry hat nie viel über sie gesprochen. Besonders auf Ingrid wird der Fokus gelegt.
Henry klammert sich auch noch nach fünfhundert Jahren an Persephone, obwohl er sie willens freigegeben hat, weil sie einen anderen liebte. Und dennoch sitzt der Schmerz tief. Er glaubt, dass er nie wieder ein anderes Mädchen so lieben könne wie sie. Und mit einer einzigen Entscheidung wird eine Reihe von Geschehnissen ausgelöst, ohne die es die Goddess-Reihe nicht geben würde. Eines Tages beschließt er, endgültig zu vergehen. Er kann nicht mehr ohne Persephone leben und die Schuldgefühle fressen ihn auf.

Diana schmerzt es genauso, immerhin war Persephone ihre Tochter und sie machte den großen Fehler, sie mit Henry zwanghaft zu verheiraten. Da sie Henry nicht verlieren und ihre Fehler wieder ausbügeln will, redet sie so lange auf ihn ein, bis er auf eine Frist von einhundert Jahren einwilligt, in der sie ein passendes Mädchen für ihn suchen kann. Das erste Mädchen heißt Ingrid. Sie ist sieben Jahre alt und lebt in einem Waisenhaus. Henry sträubt sich, was durchaus verständlich ist - wieso sollte er ein Kind umwerben?
Doch es stellt sich heraus, dass die beiden die allerbesten Freunde werden und Ingrid ihn und seine Welt vollstens akzeptiert. Bereits in den Romanen war sie mir sehr symphatisch. Sie verurteilt niemanden, sondern versucht zu verstehen. Sie ist ehrlich und schaut voller Glück in die Zukunft. Fast auch hätte sie eine mit Henry gehabt, aber sie wird ermordet.

Obwohl Henry danach nichts mehr von weiteren Mädchen wissen will, macht Diana weiter. Und doch sterben insgesamt elf Mädchen. Es ist also kein Wunder, warum Henry in den Romanen so abweisend und vorsichtig gegenüber Kate ist. Zum Einen trauert er immer noch Persephone nach - das wird er wohl immer tun - und zum Anderen sind die Schuldgefühle so groß, dass er an nichts mehr glauben will. Gegenüber Kate ist dies natürlich ungerecht, aber man kann ihn und seine Launen und Abweisungen besser verstehen.
Der einzige Lichtblick ist schließlich die Geburt einer weiteren Tochter Dianas, die nur für Henry geboren wurde.

Hades und das zwölfte Mädchen beschreibt die Vorgeschichte zu der Goddess-Reihe. Henrys Qualen und Schuldgefühle werden hier deutlich und wir erfahren ihren Ursprung und auch den Auslöser für seinen Wunsch, zu vergehen. Trotz des Grauens, das er erlebt hat, gibt er am Ende nicht auf, auch wenn es noch so schwer ist.

5 Marshmallows

Kommentare:

  1. Ich kann deiner Rezi nur voll und ganz zustimmen. War echt interessant mal die Entwicklung zu erfahren und einen Einblick in Henrys Gedanken zu bekommen.

    Lg Shellan ❤

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  2. Die Geschichte hört sich ziemlich interessant an, habe ich letzter Zeit ziemlich viel davon gehört und überlege, ob ich mir die Reihe auch zu lege, vor allem nach deiner Rezi :)
    LG Jana

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  3. Huch diese Rezi macht ja lust auf mehr xD Mein armer SuB und dann meine überlastet Wuli - das werden sie mir nie verzeihen.
    Ich hoffe es stört nicht, aber ich verfolg dich jetzt mal :P
    Liebe Grüße
    Jeanne
    Jeanne D'Arc Bücherblog

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