Donnerstag, 31. Oktober 2013

Neuzugang #40

Ich habe wieder einmal einige Neuzugänge zu vermelden. Mit der Ausnahme der Frankfurter Buchmesse läuft meine 5 for 1 Challenge eigentlich nicht so schlecht ;) Denn das eine Buch gilt für diese Challenge und das andere habe ich gewonnen. Die neuen Bücher auf dem Kindle zähle ich einfach mal nicht dazu x)

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Die Reihe reizt mich schon lange, aber irgendwie haben mich die deutschen Bücher nich so angesprochen. Ich finde es doof, dass jedes englische Buch in zwei deutsche geteilt worden ist. Und der Preis von 15€ ist meiner Meinung nach ganz schön krass für ein Taschenbuch. Deshalb wollte ich die Reihe gerne auf Englisch lesen. Da es - je nach Ausgaben - fünf oder sieben Bände sind, wollte ich mir zunächst nur den ersten kaufen. Falls es nichts für mich ist, habe ich immerhin nur ein Buch hier ;) Dann habe ich mich ein bisschen auf Ebay umgesehen und schließlich diese wunderbare Serien-Ausgabe des ersten Buches entdeckt! Und sogar für 1 Euro (+Versand) ersteigern können! Leider gab es etwas Probleme mit dem Versand und so erreichte mich das Buch erst nach fast drei Wochen. Umso schöner ist es, dass es fast wie neu aussieht!

Titel: Game of Thrones
Autor: George R. R. Martin
Band 1 der Fire and Ice Saga
Verlag: Harper Voyager
Seiten: 780
Genre: Fantasy
Preis: 5,40€

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Klappentext:
Kings and queens, knights and renegades, liars, lords and honest men. All will play the Game of Thrones.

Summers span decades. Winter can last a lifetime. And the struggle for the Iron Throne has begun. It will stretch from the south, where the heat breeds plot, lusts and intrigues; to the vast frozen north, where a 700-foot wall of ice protects the kingdom from the dark forces that lie beyond.
The Game of Thrones. You win, or you die.

Guckt mal, wie dick das ist O.o

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Das nächste Buch habe ich gewonnen. Ich hatte es schon angekündigt und nun ist es da! Ich freue mich wie ein Keks :D Denn es war mir eigentlich die ganze Zeit etwas zu teuer und nach der Leseprobe, die mir so gut gefallen hat, war ich mir immer so nicht sicher. Aber ich habe es auf Franzis Buchblog gewonnen und da freue ich mich sehr, dass ich es nun auch lesen kann <333
Und der Buchumschlag ist sooo toll - es ist so einer von der Sorte, die man "anfassen" kann, also mit gestanzt usw. Hihi, ich fahre andauernd mit der Hand darüber.

Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Autorin: Kerstin Gier
Band 1 der Traum-Reihe
Verlag: Fischerverlage
Seiten: 411
Genre: Fantasy
Preis: 18,99€

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Klappentext:
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

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Für dieses Buch habe ich keine Ausrede x) Ich wollte es schon lange lesen, es lächelte mich im Buchladen an und schwupps, gekauft :D HIER könnt ihr schon meine Rezension dazu lesen :)

Titel: Erebos
Autorin: Ursula Poznanski
Einzelband
Verlag: Loewe
Seiten: 490
Genre: Jugendbuch/Thriller
Preis: 7,95€

HIER bestellen!


Klappentext:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich, 
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel: Es will töten.

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Dieses Wanderbuch erreichte mich gerade heute :) Ich werde es als nächstes lesen und bin schon irre gespannt - denn es soll eine sehr gute Geschichte sein! Es gab einige Zeit Probleme mit dem Wanderbuch, aber nun bin ich echt froh, dass es bei mir angekommen ist :)
Wenn ihr noch bei der Wanderbuchaktion mitmachen wollt, dann klickt hier.

Titel: Masken
Autorin: Mara Lang
Einzelband
Verlag: Knaur
Seiten: 602
Genre: Fantasy
Preis: 14,99€

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Klappentext:
Die Maske verspricht dir die Schönheit, von der du immer geträumt hast.
Doch welchen Preis bist du bereit, dafür zu zahlen?






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Neu auf dem Kindle

   
Da ich mir sowieso bald den Schuber zur Mercy Falls Trilogie kaufen möchte, habe ich die Chance genutzt und mir die kostenlose Vorgeschichte heruntergeladen! Dazu auch gleich die Kurzgeschichte zur Reihe Splitterherz - ebenfalls kostenlos. Celaenas Geschichte ist die vierteilige Vorgeschichte zur Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas. Band zwei ist ebenfalls schon erschienen. Bei der Blogtour zum neuen E-Book von Mara Lang - Der Puls von Jandur - habe ich eine Ausgabe gewonnen! Es sieht schon sehr asiatisch aus und ich freue mich schon darauf :)

Sonntag, 27. Oktober 2013

[Rezension] Erebos (Ursula Poznanski)

Titel: Erebos
Autorin: Ursula Poznanski
Einzelband / Jubiläumsausgabe
Verlag: Loewe
Seiten: 490
Genre: Jugendthriller
Preis: 7,95€

HIER die Jubiläumsausgabe bestellen!
HIER das originale Taschenbuch bestellen!


Klappentext:
Erebos ist ein Spiel,
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel: Es will töten.
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Es beginnt immer nachts.

Erebos ist ein Jugendthriller, der so authentisch ist und uns in seinen Bann zieht, sodass wir uns durchaus selbst in dieser Situation wiederfinden könnten. Obwohl diese Idee für unsere Realität doch recht absurd ist, kann man sich nicht mehr losreißen und fühlt mit den Charakteren, die in der Welt von Erebos gefangen sind.  Außerdem kommt noch hinzu, dass dieses Spiel so echt wirkt, dass man schon im wirklichen Leben einen gewissen Verfolgungswahn entwickelt.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Natürlich handelt es sich hierbei um die Jubiläumsausgabe, aber der Kern der originalen Gestaltung ist weiterhin vorhanden. Das Auge ist farblich passend zum Spiel Erebos gestaltet, nämlich schwarz und rot. Es vermittelt auch gleich eine unangenehme Atmosphäre, denn das Auge beobachtet dich, egal wann und wo.
Der Titel passt auch wunderbar. Es wird nicht zu viel verraten und es ist sogar eine Doppeldeutigkeit vorhanden.

Seit ein paar Tagen geht etwas in der Schule um. Die Stimmung unter den Schülern verändert sich und als einer von Nicks besten Freunden betroffen ist und sich ab diesem Moment seltsam verhält, beschließ er, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Und schon bald kommt er zu des Rätsels Lösung: Es handelt sich um ein Computerspiel namens Erebos. Nick erhält es von seiner Mitschülerin Brynne. Als er es zum ersten Mal spielt, wird er in eine Welt hineingezogen, die er nur mit Mühe wieder verlassen kann. Allerdings macht das Spiel einen solchen Spaß, dass er gar nicht mehr damit aufhören will. Jedoch gibt es Regeln in Erebos und auch um das Spiel. Langsam vermischen sich die Grenzen zwischen Realität und Virtualität und Nick und auch seine Mitschüler können sich nicht mehr aus dem Bann des Spiels befreien...

Obwohl der Klappentext nur sehr kurz ist, hat er mich unglaublich neugierig auf die Geschichte um Erebos gemacht. Und ich war mehr als überrascht, dass mich eine Geschichte um ein Computerspiel so dermaßen mitreißen konnte. Und lasst euch eines gesagt sein: Der Klappentext ist noch viel zu harmlos für das, was uns im Buch erwartet. Man steigt sofort in die Geschichte ein, da sich mehrere Mitschüler unseres Protagonisten Nick seltsam verhalten und kaum noch zur Schule kommen. Zudem fällt ihm auf, dass wohl mit Raubkopien oder Ähnlichem gedealt wird, denn heimlich werden kleine DVD-Rohlinge unter den Schüler ausgetauscht. Da auch Nicks bester Freund Collin davon betroffen ist, will er dem auf den Grund gehen. Doch er wird davon ausgeschlossen. Es ist wie eine kleine Sekte - die Elite, die ein Geheimnis hat und den anderen nichts davon sagen möchte. Und doch kommt Nick ein paar Tage später der Zufall zu Hilfe: Brynne gibt ihm eine Kopie eines Spiels und macht ihn mit den Regeln vertraut: Man braucht einen eigenen Computer. Man darf das Spiel nur alleine spielen. Man darf mit niemandem außerhalb der Spielwelt darüber sprechen.

Ehrlich gesagt, war es bis dahin nicht unbedingt unheimlich. Jedoch ist es schon ein seltsames Gefühl, wenn etwas so Geheimes die Runde macht. Normalerweise gibt es immer jemanden, der etwas ausplaudert, auch wenn es nur Details sind. Und obwohl so viele Schüler dieses Spiel spielen, halten alle dicht. Absolut nichts dringt an die Öffentlichkeit und das macht es so attraktiv für jeden. Natürlich bemerkt jeder, dass irgendetwas im Busch ist und um zu wissen, was es ist, würde man fast alles machen.
Nick ist fest davon überzeugt, nur einen kurzen Blick auf das Spiel zu werfen, um die anderen und deren Verhalten besser zu verstehen. Aber schon das Einlegen der DVD bringt eine Welle von Ereignissen ins Rollen, die einfach nur total unheimlich sind.

Erebos ist eine ausgedachte Welt, in der es allerlei Wälder, Städte und Völker gibt. Zu Beginn ist man als Spieler allein und ein Namenloser. Man muss sich einen Weg durch den Wald bahnen bis man auf den Toten Mann trifft. Er sitzt an einem Feuer und spricht eine Warnung aus. An diesem Punkt kann der Spieler einfach aufhören und wird nichts mehr mit Erebos zutun haben. Allerdings ist bis dahin noch nichts passiert und es ist ja wohl klar, dass jeder weitermachen möchte. Ich selbst bin nicht sehr geschickt, wenn es um Rollenspiele mit Kämpfen geht, deshalb mag ich sie auch nicht so, aber dennoch wäre auch ich weitergegangen und hätte den toten Mann stehen lassen. 
Wenn man sich entschieden hat, weiterzumachen, muss man einen Turm finden, um seine Spielfigur charakteristisch zu machen und Fähigkeiten auszusuchen. Hier muss man auch seinen Namen verraten. Und zwar seinen richtigen. In diesem Moment hat sich ein ganz mulmiges Gefühl in mir breitgemacht, denn man begegnet zum ersten Mal dem Boten. Er ist sozusagen die führende Figur in Erebos. Er erteilt Aufträge an die Spieler und verteilt auch Belohnungen nach Kämpfen. Mit seinen gelben Augen und knöchernen Händen ist er ein absolut unheimlicher Geselle. Viel schlimmer daran ist aber eigentlich, dass er die wahren Namen der Spieler erfährt - als einziger in dieser Welt. Denn man darf innerhalb von Erebos seinen wahren Namen nicht nennen und außerhalb in der Realität nicht seinen Spielernamen. Wer gegen die Regeln verstößt, wird aus dem Spiel verbannt. Und da genau das niemand möchte, wird Stillschweigen bewahrt.

Aber genau dieses Stillschweigen macht Erebos so gefährlich. Für die Spieler bleibt es ein schönes Spiel in einer fremden Welt. Jeder Mensch ist ehrgeizig und niemand kann mir erzählen, dass er nicht stundenlang vor dem Computer sitzen würde, um seine Figur stärker zu machen, als die der anderen. Und genau wegen solcher süchtigmachenden Spiele verliert man den Faden zur Realität.
Die Autorin hat die Welt von Erebos so real werden lassen, indem sie uns wirklich darin hineinzieht. Während Nick spielt, sind wir sozusagen nicht mehr an Nicks Seite, sondern an der von Sarius, seiner Spielfigur. Es ist, als würden wir neben Sarius durch diese Welt spazieren und alles hautnah miterleben. Die Gespräche zwischen den Spielern finden natürlich schriftlich statt, aber dennoch ist das Gefühl so real, dass man gar nicht so Augen hat, dass Sarius eigentlich von Nick und der Tastatur gesteuert wird und die Gespräche nur schriftlich ablaufen.
Allerdings ist es bis dahin ja noch ein ganz normales Rollenspiel. Der Clue dabei sind die Aufträge... Wenn man im Kampf alles gegeben hat und sehr schwer verletzt worden ist, nimmt einen der Bote mit. Man erhält einen Auftrag und wenn man diesen erledigt hat, steigt man einen Level weiter auf.

Gruselig daran ist aber, dass die Aufträge in der wirklichen Welt - der Realität in London - auszuführen sind. Bis diese erledigt sind, wird man aus dem Spiel ausgeschlossen. Der Bildschirm ist einfach schwarz und man kann das Spiel nicht mehr öffnen. Wozu diese Aufträge dienen, weiß niemand. Und doch befolgt jeder die Anweisungen. Das ist wirklich sehr beunruhigend. Wenn die Grenzen zwischen der wirklichen Welt und dem Spiel erst einmal verschwommen sind, würde man in der Realität wohl alles tun, um im Spiel weiterzukommen. Die echten Konsequenzen sind einem dabei nach einer Weile gar nicht mehr so bewusst. Und so geschehen merkwürdige Dinge... Wenn es sich nur um banale Dinge handeln würde, von mir aus. Aber bald geht es so weit, dass Mitschüler verletzt werden und die Feinde von Erebos eliminiert werden müssen. Ab da hört der Spaß nun wirklich auf. Aber wer kennt das nicht? Wenn man ein Spiel spielt und total begeistert davon ist und stundenlang daran hängt, wie kann man sich losreißen? Zudem sind die ganzen Zusammenhänge so unheimlich, dass man sich gar nicht von Erebos losreißen kann. Man hat Angst, dass das Spiel und der Bote einem noch nach dem Löschen oder Ausscheiden des Spiels auflauern würden. Wobei dies natürlich völliger Quatsch ist, aber genau dieser Eindruck wird vermittelt. Und das macht diese Geschichte so unglaublich fesselnd. Man weiß nicht, wie weit Erebos geht. Man weiß nicht, wie weit die Spieler im echten Leben gehen. Sie schließen Nichtspieler immerhin schon aus und gnade dem, der auch nur ein Wort gegen dieses Spiel sagt...

Ich möchte nicht, dass diese Rezension den Eindruck vermittelt, dass Computerspiele süchtig und psychisch krank machen. Das auf keinen Fall, obwohl es natürlich passieren kann. Man sieht nur sehr gut, wie sehr man sich von der Realität abkapselt. In Erebos ist man in einer anderen Umgebung und kann sein, wer man will. Das gibt manchen Menschen ein Selbstvertrauen und Mut, den sie im echten Leben so gar nicht haben. Allerdings zeigt dieses Spiel auch, dass man seine ganze Energie da hineinstecken kann und somit nur noch in der Realität vor sich hin lebt... Bei Nick sieht man das deutlich. Er spricht kaum noch mit seinen Eltern. Mit seinen Freunden kann er nicht mehr sprechen, weil das einzige Thema Erebos wäre und dies verboten ist. Er kann die wenigen Stunden Schlaf, die er nur noch bekommt, nicht einmal in Ruhe verbringen, weil sich seine Gedanken um die Aufträge und Quests in Erebos drehen. Denn das Spiel läuft natürlich weiter - mit oder ohne einen. Nick sitzt nur noch daheim am Schreibtisch und gibt vor, eine wichtige und schwere Chemie-Hausarbeit zu schreiben, die er jedoch am Tag vor der Abgabe nur schnell aus einem Buch in der Schulbücherei abschreibt. Er ist so süchtig nach dem Spiel, dass er am Liebsten weder Essen, Schlafen noch Atmen würde, solange er dabei sein kann. Wenn er Aufträge zu erfüllen hat, wird er schon fast aggressiv, da er bis zur Erfüllung ausgeschlossen ist.

Das Buch ist wirklich bemerkenswert geschrieben. Es gaukelt uns zwei Wirklichkeiten vor. Jedoch passieren im echten Leben schlimme Dinge mit echten Konsequenzen, die den Spielern nicht bewusst sind, da sie nur noch für Erebos und ihre Figuren leben. Zum Einen dreht sich die Geschichte über die Gefahr von Computerspielen, zum Anderen hat es eine sehr unheimliche Aura, weil das Spiel selbstständig zu leben scheint. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und manchmal hatte ich schon so meine kleinen Horrormomente, in denen ich mich abends umgeschaut habe, nicht dass der Bote um die Ecke kommt...

Erebos ist ein unheimlicher Jugendthriller, bei man das Suchtpotenzial von Computerspielen erkennt, aber auch wozu Menschen fähig sind, wenn sie in einer anderen Realität leben und in dieser weiterkommen wollen.

5 Marshmallows

Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert. (S.223)

Samstag, 26. Oktober 2013

[Abgebrochen] Pandemonium - Delirium #2 (Lauren Oliver)

Eigentlich habe ich das Buch schon vor fast einem Jahr zur Seite gelegt und seitdem auch nicht mehr angerührt. Außer um es zu verpacken und seinem neuen Besitzer zu schicken ;)
Aber irgendwie habe ich den Post nie geschrieben... Nun wird es aber mal Zeit...

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Als ich letztes Jahr im August meine Ausbildung begonnen hatte, war Delirium von Lauren Oliver das erste Buch, welches ich in dieser Zeit gelesen habe. Deshalb fiel meine Bewertung wohl auch recht großzügig aus. Denn ich brauchte relativ lange für das Buch, schob dies aber darauf, dass ich eigentlich nur noch in der S-Bahn lesen konnte und ansonsten kaum Zeit dazu hatte. Aber inzwischen habe ich festgestellt, dass es wohl doch am Buch gelegen hat. Die Bewertung möchte ich im Nachhinein nicht heruntersetzen, aber das ist unter anderem ein Grund, warum ich Band zwei der Reihe, Pandemonium, nicht beendet habe. Die beschriebene Welt finde ich immer noch sehr gut, allerdings widerstrebt mir doch die Handlung etwas...
Das Ende von Delirium war sehr spannend und deshalb hatte ich gleich mit Pandemonium weitergemacht. Aber ich muss sagen, dass es einfach total langweilig war. Delirium war stellenweise auch sehr langweilig und anstrengend zu verfolgen, aber ich habe es wie gesagt auf die wenige Lesezeit geschoben.

Deshalb verkünde ich es hiermit offiziell: Ich habe Pandemonium von Lauren Oliver abgebrochen und vergebe 0 Marshmallows, obwohl ich natürlich kein abschließendes Urteil fällen kann, da ich das Buch nicht beendet habe.

0 Marshmallows
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Donnerstag, 24. Oktober 2013

[Rezension] Lucian (Isabel Abedi)

Titel: Lucian
Autorin: Isabel Abedi
Einzelband
Verlag: Arena
Seiten: 555
Genre: Fantasy / Romanze
Sprache: Deutsch (Broschiert)
Preis: 12,99€

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Klappentext:
"Becky, hast du dir eigentlich mal überlegt, dass Lucian vielleicht... kein... Mensch ist?" Ich senkte den Kopf. "Nein", flüsterte ich. Aber was ich dachte, was: Ja.

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
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 Der Mittwochabend gehörte uns, Janne, Spatz und mir.

Mit Lucian hat Isabel Abedi einen Jugendroman erschaffen, der mich tief beeindruckt hat. Nicht nur die Thematik, sondern auch die Entwicklung der Figuren und ihre Schreibweise haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich tief berührt, auch wenn es zumeist um das "normale" Leben von Rebecca geht. Es ist immer unterschwellig etwas dabei, was uns in die Geschichte eintauchen lässt und uns zwingt, weiterzulesen.

Das Cover gefällt mir gut. Der schwarze Hintergrund lenkt die Blicke und Gedanken nicht auf etwas Bestimmtes, sodass man sich während des Lesens einen eigenen Eindruck und eine eigene kleine Welt schaffen kann.
Der Titel passt natürlich auch wunderbar, ohne zu viel zu verraten. Wobei Lucian nicht als "Dauergast" in der Geschichte vorkommt. Die Feder gefällt mir auch gut als Blickfang, allerdings ist es eher eine Interpretationssache, ob sie zur Geschichte passt. Ich finde schon :)

Rebecca lebt mit ihrer Mutter Janne und deren Lebensgefährtin Spatz zusammen in Hamburg. Eigentlich führt sie ein völlig normales Leben, bis sie eines Nachts einen Albtraum von ihrem eigenen Tod hat und dann auf der Straße diesen unheimlichen Jungen entdeckt. Von da an ändert sich alles. Sie kann sich nicht mehr richtig konzentrieren, denkt ständig an den Jungen und die Träumen und verschließt sich immer mehr. Aber ihre beste Freundin Suse steht ihr bei. Immer wieder begegnet Rebecca diesem unheimlichen Jungen bis es zu einem Gespräch kommt. Er ist gar kein Stalker, wie Suse es angenommen hat, sondern wachte eines Nachts plötzlich nackt und ohne Erinnerung unter einer Brücke auf. Rebecca, die sich seltsam zu ihm hingezogen fühlt, möchte ihm helfen, doch dabei werden ihr viele Steine in den Weg gelegt. Was sie jedoch nicht weiß: Die beiden werden durch etwas Besonderes verbunden, was man mit dem normalen Menschenverstand kaum begreifen kann...

Die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Obwohl sie aufgrund des Klappentextes ein wenig in die Mainstream-Ecke gehört, schafft es die Autorin, genau das mit ihrem Schreibstil und der Art der Geschichte zu vermeiden. Die Story klingt einfach und fast schon langweilig, weil man sie schon so oft gehört hat: Ein Mädchen führt ein normales Leben und eines Tages taucht ein mysteriöser Junge auf, dem sie immer wieder begegnet. Allerdings ist diese Geschichte ganz und gar nicht so aufgebaut! Ein großes Augenmerk wird auf das Leben von Rebecca gelegt. Man erfährt alles Mögliche über ihre Familie, wie sich ihre Eltern getrennt haben und wie sich die Familie neu formiert hat; über ihre beste Freundin und ihren Ex-Freund Sebastian. Zudem geht es in der Geschichte nicht nur um Rebecca und Lucian. Die anderen Charaktere und deren Lebensentwicklung wird ebenfalls stark einbezogen und das finde ich wirklich gut! Zwar sind die anderen nicht gerade die Hauptpersonen der Handlung, aber man möchte ja nicht immer nur in einem Kopf feststecken und stur 500 Seiten lang an diesen Jungen denken.

Dies bringt Abwechslung in die Geschichte. Bis es überhaupt zu der ersten Begegnung kommt, in der Rebecca und Lucian miteinander sprechen, vergeht einige Zeit. Es ist nicht so, dass er sie in der Schule oder bei ihren Freizeitaktivitäten permanent heimlich beobachtet und man das Gefühl hat, alles drehe sich nur noch um ihn. Rebecca hat immerhin ihr normales Leben und davon sind wir für die Zeit des Buches ein Teil. Wenn man dies einfach so erzählt, klingt es vielleicht langweilig, aber das ist es ganz und gar nicht! Ich empfehle euch wirklich, das Buch zu lesen!
Die Auflösung gibt es erst ziemlich zum Schluss, weshalb ich euch auf keinen Fall den Spaß verderben möchte. Schon während des Buches gibt es im Hintergrund immer so ein... Flattern oder Bauchkribbeln. Denn nach der ersten Begegnung weiß man schon, dass irgendetwas die beiden verbindet. Man weiß aber nicht was und das erfährt man auch erst sehr spät.

Die Haupthandlung dreht sich natürlich um den geheimnisvollen Jungen, der auch dem Buch seinen Titel verleiht, dennoch ist es nicht so, dass sie sich permanent sehen oder beobachtet fühlen. Hin und wieder begegnen sie sich. Diese Begegnungen lassen meist auf sich warten, ebenso wie die Auflösung, was denn genau da eigentlich los ist. Aber dies tut der Geschichte überhaupt keinen Abbruch. Die Handlung entwickelt sich langsam und gemächlich, ohne dass man fieberhaft darauf wartet, dass Lucian wieder auftaucht. Es ist kein Warten, welches man immer wieder verflucht, sondern ein freudig-gespanntes Warten. Die Autorin schafft es, die Geschichte aus der Mainstream-Ecke zu ziehen, weil sie nicht das komplette Leben der Charaktere ausblendet, nur weil es jetzt diesen Jungen gibt. Das Leben ist ja nicht langweilig, wenn es keine unheimlichen, mysteriösen Jungen ohne Erinnerungen gibt. Das Leben geht weiter und ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin dies im Buch weiter zugelassen hat. So banal es auch klingen mag. In den meisten Mainstream-Büchern wird das vergessen. Wenn der geheimnisvolle Junge ein paar Tage nicht auftaucht, verschließen sich die Hauptpersonen gleich in ihrem Zimmer und wollen nichts mehr von der Welt wissen.

Und nicht nur das hat mich sehr beeindruckt. Die Entwicklung von Rebecca finde ich wirklich bemerkenswert. In ihren Hintergedanken spukt Lucian immer wieder herum und manche ihrer Handlung zielen darauf ab, ihn wiederzusehen. Auch wenn dies nicht immer passiert. Ihre Zuneigung für ihren Ex-Freund Sebastian kehrt zurück, aber sie fühlt sich ihm gegenüber schuldig, weil sie etwas Besonderes für Lucian empfindet, auch wenn sie nicht genau weiß, was das ist. Sie ist wild entschlossen, das Geheimnis um ihn zu lösen, allerdings lässt sie sich hin und wieder von ihrer besten Freundin Suse ablenken. Wenn Lucian eine Weile lang nicht aufgetaucht ist, drängt sie ihn in ihren Gedanken immer weiter zurück, sodass sie Raum für ihr Privatleben hat. In diesen Momenten ist sie auch offener für die Probleme ihrer Freunde.
Rebecca reagiert durchaus authentisch, besonders als sie erfährt, wie ihre Mutter in die Geschichte verwickelt ist. Ich finde es sehr spannend, dass fast jede der Charaktere eine andere Meinung zu Lucian hat, ohne ihn überhaupt getroffen zu haben. Somit hat man alle Möglichkeiten, abzuwägen, was mit ihm los ist. Aber natürlich liegt keiner mit seinen Vermutungen richtig. Dennoch möchte jeder Rebecca vorschreiben, wie sie sich Lucian betreffend verhalten soll. Dies zeigt natürlich die Sorge der anderen Charaktere um sie, aber keiner hört ihr richtig zu. Denn sonst hätten sie schon längst gewusst, dass von Lucian keine Gefahr ausgeht.

Der Roman hat mich wirklich überrascht und beeindruckt. Ich hatte Angst, dass es wirklich nur einer der vielen Geschichten um einen mysteriösen Jungen ist. Aber genau das ist nicht eingetreten! Wie bereits beschrieben schafft es die Autorin durch ihren besonderen Schreibstil und die Gewichtung der Handlung eine besondere Geschichte zu zaubern, die unter die Haut geht und uns mit Spannung in den Seiten vorantreibt.
Die Stimmung im Buch wechselt immer wieder, sodass es nie langweilig wird. Aber dennoch ist immer eine gewisse Grundstimmung da, die natürlich von der Verbindung zwischen Rebecca und Lucian herrührt.
Die Auflösung der Geschichte ist logisch nachzuvollziehen und das Ende ist genauso, wie es kommen musste. Dennoch hatte ich am Ende ein bissche Pipi in den Augen, was mir bei einem Buch noch nie passiert ist!

Lucian ist eine Geschichte der besonderen Art, die auf einer authentischen und wünschenswerten Idee aufgebaut ist und durch die verschiedenen Schwerpunkte auf den Handlungen nicht langweilig wird, aber trotzdem nicht überladen wirkt. Auch der Tunnelblick auf diesen einen Jungen ist nur unterschwellig gegeben, sodass das normale Leben der Charaktere auch eine Chance hat, weiterzubestehen.

Das Buch hat mich wie lange keines mehr beeindruckt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich kann dies in der Rezension gar nicht so in Worte fassen, wie ich es gerne möchte, aber hoffentlich werdet ihr beim nächsten Besuch in der Buchhandlung nach dem Buch greifen und euch einen eigenen Eindruck verschaffen!

5 Marshmallows

"Es gibt Dinge im Leben, um die man kämpfen muss, weil die Zeit, die dafür bleibt, manchmal kürzer ist, als wir denken." (S.460)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

[Rezension] Entwined (Heather Dixon)

Titel: Entwined
Autorin: Heather Dixon
Einzelband
Verlag: Greenwillow
Seiten: 472
Genre: Romanze/Märchen
Preis: 7,30€

HIER bestellen!


Klappentext:
Come and mend your broken hearts here.

Just when Azalea should feel that everything is before her - beautiful gowns, dashing suitors, balls filled with dancing - it's taken away. All of it. And Azalea is trapped. The Keeper understands. He's trapped, too, held for centuries within the walls of the palace. So he extends an invitation.
Every night, Alazea and her eleven sisters may step through the enchanted passage in their room to dance in his silver forest, but there is a cost. The Keeper likes to keep things. Azalea may not realize how tangled she is in his web until it is too late.
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An hour before Azalea's first ball began, she paced the ballroom floor, tracing her toes in a waltz.

Heather Dixon entführt uns in die magische Welt von Eathesbury - genauer gesagt in das Königshaus. Dort leben der König und die Königin mit ihren elf Töchtern, für die das Tanzen Freiheit und Freude bedeutet. Dieses unbeschwerte Leben jedoch wird plötzlich auseinandergerissen und die noch weiterbestehende Magie aus der Vergangenheit ist nun ganz und gar nicht mehr glitzernd und freudestrahlend, sondern dunkel und stürzt das Königreich fast ins Unglück...

Das Cover ist wirklich wunderschön! Es spiegelt die magische Geschichte wieder, mit dem Königsschloss im Hintergrund und dem kleinen Wäldchen. Die silbernen Ranken weisen auf die Magie hin. Das Kleid der Prinzessin sagt mir nicht so ganz zu, es hätte vielleicht etwas strahlender sein können.
Der Titel passt hervorragend zum Buch. Denn darin geht es um einen bestimmten Tanz - den Entwine, dem man sogar metaphorisch auf die Geschehnisse der Geschichte übertragen kann.


Im Königreich Eathesbury lebt die Königsfamilie glücklich und zufrieden bis die Königin nach langer Krankheit am Weihnachtsabend verstirbt. Sie konnte jedoch vorher der zwölften Tochter Lily das Leben schenken. Der König ordnet daraufhin ein Trauerjahr an, in dem Bälle, Freude und das Tanzen verboten sind. Besonders Letzteres belastet die Töchter schwer. Nun gibt es gar keine Möglichkeit mehr, sich von dem Tod der Mutter abzulenken. Eines Tages entdecken sie jedoch einen geheimen Gang, der mithilfe eines magischen, silbernen Taschentuches geöffnet werden kann. Dieser Gang führt in einen Pavillon, der von einem magischen Wald umgeben ist. Dort treffen sie auf den geheimnisvollen Keeper, der diesen Ort nicht verlassen kann. Nacht für Nacht können sie heimlich dort unten tanzen. Jedoch müssen sie bald einen hohen Preis an Keeper zahlen, um weiterhin dort tanzen zu können...

Die Idee zu der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie basiert auf dem eher unbekannten Märchen "Die zertanzten Schuhe". Ich persönlich kenne die Geschichte nur aus einem Barbiefilm ;) Die Atmosphäre ändert sich laufend während des Buches und teilweise ist es so spannend, dass man sich total an an den Seiten festkrallen muss. 
Am Anfang herrscht eine sehr schöne und fast schon ausgelassene Stimmung. Es steht der berühmte Weihnachtsball an, der erste der ältesten Tochter Azalea. Das Ziel solcher Bälle ist natürlich, die Prinzessinnen dem jungen Adel vorzustellen und sie sozusagen auf dem Präsentierteller darzulegen, damit sie ihren zukünftigen Ehemann auswählen können - oder von diesem ausgewählt werden. Es gibt natürlich die verschiedensten Arten, diese Prinzessinnen erscheinen zu lassen, aber die von der Autorin gewählten Eigenschaften sind sehr authentisch und passen wunderbar zu ihnen. Sie sind keine verzogenen und vom Reichtum eingebildeten Gören, sondern ganz bodenständige Mädchen, die sich ihre Zeit mit Späßen, Tanzen und Streichen vertreiben.

Als jedoch ausgerechnet an diesem Abend die Königin und geliebte Mutter verstirbt, wirft dies die Mädchen in ein tiefes, schwarzes Loch. Sie empfinden lange keine Freude mehr und vergießen sehr viele Tränen. Diese Zeit des Trauerns ist sehr authentisch dargestellt worden und erscheint auch nicht zu unter- oder übertrieben, sondern genau richtig. Der König zieht sich immer mehr zurück und es scheint, als empfinde er die festgelegten und gemeinsamen Mahlzeiten mit seinen Töchtern als Pflichttermin. Ansonsten treffen sie kaum aufeinander. Obwohl die Mädchen ebenfalls sehr trauern, sind sie fast schon empört über das Trauerjahr. Sie dürften nur noch schwarze Kleider tragen und Bälle und ihr geliebtes Tanzen sind verboten. Lange wissen sie nicht, wie sie diese Zeit überstehen sollen, bis sie eine magische Entdeckung machen.

Dazu muss man wissen, dass das Schloss früher vom Hohen König bewohnt und voller Magie gewesen war. Diese Magie steckte in allen silbernen Gegenständen, die später sorgsam entfernt worden sind. Die Königin schenkte Azalea vor ihrem Ableben ihr silbernes Taschentuch, auf welches Azalea einen magischen Schwur leistete - für ihre Schwestern zu sorgen. Und genau mit diesem silbernen Taschentuch öffnet sich auch der geheime Gang zum Pavillon in dem kleinen Wäldchen. Dort treffen die Mädchen auf den sehr höflichen, aber auch etwas unheimlichen Mr. Keeper. Er wurde vor vielen Jahren magisch an den Pavillon gebunden, sodass er ihn nicht verlassen kann. Er lädt sie ein, jede Nacht dorthin zu kommen und zu tanzen. Dieses Angebot nehmen sie glücklich an, obwohl Azalea schon zu Beginn etwas flau im Magen ist.
Von da an ist die Trauerzeit nicht mehr so zehrend wie vorher. Tagsüber trauern sie und gehen ihrem Vater aus dem Weg und nachts tanzen sie voller Glück und Erinnerung an ihre geliebte Mutter.

Die Beziehung zwischen dem König und seinen Töchtern ist sehr distanziert und das hat mich traurig gemacht. Sie dürfen ihn nur mir Sir ansprechen und auch untereinander sagen sie niemals Vater oder Papa. Ihre Bezugsperson ist schon immer die Königin gewesen, aber nun ist sie nicht mehr da. Azalea versucht Verständnis für ihren Vater aufzubringen, da er wirklich sehr unter dem Verlust leidet. Aber er ist kalt und hart und lässt nichts und niemanden an ihn heran. Als er schließlich zum anstehenden Krieg aufbricht, kann auch Azalea nicht mehr an sich halten. Sie war die Einzige der Töchter, die noch Hoffnung für ihn übrig hatte. Die anderen hatte ihn bereits aufgegeben.

"Shame on us for giving our affections to someone so undeserving. If you don't want us, then - fine! We don't want you!" (S.72)

Ab diesem Moment geht es auch generell mit der Atmosphäre im Buch bergab. Denn Mr. Keeper beginnt sich zu verändern. Er ist nicht mehr nett und zuvorkommend, sondern auf eine unheimliche und grausame Art und Weise höflich. Er stiehlt Gegenstände der Mädchen, da er nun einen Preis für ihr nächlichtes Tanzen verlangt. Aber dies ist noch das geringste Übel. Zu Beginn schworen die Mädchen auf Silber, dass sie niemandem von dem Pavillon erzählen würden. Immerhin hatten sie auch noch keinen Grund dazu. Aber Mr. Keeper hat es auch auf Azalea abgesehen. Die Art, wie er mit ihr tanzt und ihr droht ist schon fast mit einem Horrorszenario gleichzusetzen. Und sie kann sich an niemanden wenden und um Hilfe bitten - wegen des Schwurs und auch wegen der Distanz zum König.

Bald jedoch merkt der König, dass irgendetwas mit den Mädchen nicht stimmt und er glaubt, dass sie einfach nur heimlich tanzen und seinen Anweisungen nicht Folge leisten wollen. Er weiß nicht, was hinter all dem steckt und gibt eine Anzeige in der Zeitung auf. Er verspricht Azalea demjenigen jungen Mann, der das Geheimnis der Mädchen lüftet. Da nur Azalea von der Gefahr weiß, die Mr. Keeper ausstrahlt, ist dies wieder ein kleiner Stimmungswechsel, denn die Mädchen haben großen Spaß, die sich vorstellenden jungen Männer zu inspizieren und ihnen das Leben schwer zu machen.
Azalea kämpft derweil mit Mr. Keeper, der Tatsache, dass sie einfach so einen Fremden heiraten soll und zusätzlich noch mit den Problemen ihrer Schwestern. Denn besonders die zwei anderen ältesten - Clover und Bramble - entwickeln während der Geschichte auch ein Liebesleben, welches dem König ganz und gar nicht gefällt. Azalea sieht keinen Ausweg in dieser Sache und versucht so gut sie kann, alles wieder in Ordnung zu bringen. Jedoch ist dieser Kampf nicht von ihr allein zu gewinnen. Sie braucht Hilfe, kann sich aber niemandem anvertrauen....

Die Geschichte ist trotz ihrer magischen Elemente sehr authentisch und es macht großen Spaß, das Leben der Mädchen zu verfolgen. Zu Beginn des Buches ist die Geschichte etwas langatmig, aber ungefähr ab der Hälfte ist die Spannung kaum noch auszuhalten. Mr. Keeper ist ein wirklich unheimlicher Charakter, der zu Beginn liebenswürdig und später nur noch furchteinflößend ist. Im Showdown im Schloss kann man teilweise nicht mehr unterscheiden, welche Vorstellungen magisch hervorgerufen oder wirklich sind. Aber dies ist nicht zu überladen, sodass man verwirrt ist. Es wird unglaublich spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
Jedoch ist das Englisch nicht so ganz einfach. Ich musste öfters im Wörterbuch nachschlagen und besonders die Tanzszenen sind nicht so ganz einfach zu verstehen. Dennoch hat es großen Spaß gemacht.

Entwined ist eine magische Geschichte über zwölf Prinzessinnen, die ihre Leidenschaft des Tanzens auch in dem Trauerjahr ausüben wollen, aber durch eine alte magische Fehde in die Schusslinie geraten und es nicht einmal merken. Die Schauplätze sind magisch, die Charaktere liebenswürdig und authentisch und die Spannung ist am Schluss kaum noch auszuhalten.

4 Marshmallows

Dienstag, 22. Oktober 2013

Meine Ausbeute von der Frankfurter Buchmesse 2013

Ausbeute klingt irgendwie immer so, als wäre man von Stand zu Stand gelaufen und hätte alles eingepackt, was bei drei nicht davongelaufen ist. Aber ich kann es nicht anders beschreiben x) Ich habe wirklich nur das mitgenommen, was mich interessiert hat, aber innerhalb von drei Messetagen kann da schon einiges zusammenkommen. Es sind nicht nur Kataloge, Leseproben, Autogrammkarten und etwas an Werbung. Es sind auch Bücher dabei... In den letzten Jahren habe ich mir nicht ein einziges Buch gekauft... Und das ist jetzt alles auf mich eingeschlagen^^ Ursprünglich habe ich mir drei Bücher ausgespäht, die ich mir kaufen wollte. Im Endeffekt sind es dann doch fünf geworden, aber ich bin superhappy ♥
Zunächst jedoch - Spannungssteigerung - zeige ich euch, was ich noch so mit nach Hause geschleppt habe :)
Ist doch ganz schön viel geworden. Ich muss mich unbedingt mal hinsetzen und alles ordentlich "durcharbeiten". Das habe ich nämlich in den letzten Jahren nie so wirklich gemacht und es ist sehr schade um die Sachen. Natürlich sind einige Besonderheiten dabei, über die ich mich ganz besonders freue, wie zum Beispiel das Die Chroniken der Unterwelt Poster und die beiden Notizbücher, die mir die liebe, liebe Bianca mitgebracht hat, als ich so früh morgens beim "Austeilen" noch nicht da war ♥
Hach, ist das toll :D So schöne Postkarten und Leseproben und Kataloge für kommende Verlagsprogramme und so tolle Tüten und Autogramme und hach.... *seufz*
Dieses Jahr möchte ich auch wirklich versuchen, ein paar interessante Bücher vorzustellen, die bald erscheinen werden. Und ich habe eine Tolkien Times gekriegt *_* Die war sonst immer weg :)) *LotR forever* Und auch über das Legend-Notizbuch freue ich mich sehr! Das gab es im letzten Jahr bei der Vorabverlosung zum ersten Teil dazu und ich war dabei leider nicht erfolgreich dabei. Umso schöner, dass noch Restposten(?) verschenkt worden sind ;)
Und das Poster - wooow *_* Ich bin ja noch eine der wenigen, die den Film nicht gesehen hat, aber ich freue mich schon auf den DVD-Start :D Und das Poster versüßt mir jetzt die Zeit so richtig!
Die Hörproben-CD vom Oetinger Verlag ist der absolute hammer - obwohl ich nicht einmal hineingehört habe x) Dabei sind 12 Hörproben zu aktuellen Hörbüchern aus dem Programm, unter anderem sind dabei: Göttlich verliebt ~ Ewiglich die Sehnsucht ~ Die Tribute von Panem ~ Reckless ~ Tintenherz Ich bin wirklich gespannt! Obwohl ich generell nicht von Hörbüchern abgeneigt bin, so bin ich ein doch zu hibbeliger Mensch. Ich muss immer irgendetwas tun. Hörbücher kann ich nur hören, wenn ich dabei puzzle oder male/bastle. Ansonsten suchen sich meine Hände irgendeine Beschäftigung und die führt meistens dazu, dass ich nicht mehr aufnahmefähig bin^^
Total toll ist der be happy Kalender von Groh, den es gratis in der Tasche gab *_* Da sind aufbauende Sprüche mit ziemlich lustigen Tierbildern drin. Überall konnte man auf der Buchmesse Stände von der Aktion Vorsicht Buch! entdecken. Bianca und ich haben dabei ein sehr lustiges Foto von uns schießen lassen. Und dank unseres Charmes *hüstel* konnten wir sogar Lesezeichen, Buttons und eine tolle Leseratte abstauben.
Langsam nähern wir uns dem interessanten Teil - ich wette, dass schon mindestens die Hälfte der Leser dieses Post bereits nach unten gescrollt hat, um sich die Bücher anzusehen^^
Aber zunächst kommen wir zu gaaanz tollen Postkarten und Autogrammkarten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch kein einziges Buch von Isabel Abedi gelesen habe, aber bereits vor der Buchmesse schon eines im Regal stehen hatte... Aber eine Autogrammkarte kann niemals schaden. Und hinterher würde ich mich nur ärgern ;)
Bei Harald Glööckler war so dermaßen die Hölle los, ich bin fast zerquetscht worden... Aber ich habe tapfer durchgehalten, um einen Blick auf ihn zu werfen, ein halbwegs gutes Foto zu schießen und eine Dame mit einem sehr langen Arm war so nett und hat eine Autogrammkarte für mich abgegriffen, die er vor Ort direkt signiert hat *_* Natürlich denke ich mir manchmal auch, dass sein Styling und Auftreten etwas übertrieben sind. Aber er ist ein Mensch, der weiß, was er will und auch alles dafür tut. Er ruht sich nicht auf seinem hart erarbeiteten Erfolg aus, sondern will immer besser werden. Und wenn er dabei ein wenig flippig aussieht, dann habe ich überhaupt kein Problem damit. Er ist ein Idol und ich mag ihn wirklich sehr! :) Um es mit seinen Worten zu sagen: Jede Frau ist eine Prinzessin. Amen.

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Nun kommen wir zu den Büchern. Wie bereits gesagt hatte ich gar nicht die Absicht, so viele oder überhaupt welche zu kaufen. Aber wie es dann immer so ist... Alles kommt anders :D Und es sind total tolle Bücher, auf die ich mich wie ein Keks freue :) Drei davon sind sogar signiert worden! Und ich habe auch drei Bücher von zu Hause mitgenommen, die ich mir habe signieren lassen: Rubinrot von Kerstin Gier; Dark Canopy von Jennifer Benkau und Saeculum von Ursula Poznanski.



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Da ist die "berühmte" Signatur, von der ich auch schon auf Facebook berichtet hatte. Ich habe nur der süßen Eulenstempel gesehen und: "Ooooh, ich mag Eulen." Das war die Antwort darauf :D:D Jennifer Benkau ist eine total liebe und symphatische Person! Und sie war so zuckersüß: "Ich komme mir vor wie bei einer Massenabfertigung. Das tut mir soo Leid!" Haha :D Kein Problem, so lange jeder drankommt! :)) ♥

Bianca und ich sind noch schnell auf den Loewe-Stand geschlüpft, um die Vorlesung des überdurchschnittlich attraktiven Hörbuch-Lesers anzuhören(^^). Und eine schöne Stimme hat er! Und da lagen soooo viele Exemplare. Und eines hat mich besonders rührselig angesehen, ich konnte es nicht einmal dort zurücklassen *schnief*
Die Devise lautet: Geldbeutel leeren und Taschen füllen!
Ich bin wirklich gespannt auf die Geschichte, zumal ich durch die Lesung einen Eindruck gewinnen konnte, den ich so vom Klappentext her nicht erwartet hätte. Ich freue mich :) Es soll ja eine vierteilige Buchreihe werden?! Aja, wir waren noch total erfreut, dass es ein Einzelband ist, wäre, war, sein sollte...^^ Naja, umso besser :D
Obwohl der Script5 Stand so winzig ist, bin ich doch immer wieder erstaunt, wie viele tolle Bücher sich dort tummeln. Es gab sogar eine handvoll Glückliche, die die offiziell noch nicht erschienene Buchbox zur Mercy Falls - Trilogie ergattern konnten. Die muss bei mir erstmal hinten anstehen. Dafür habe ich mir ja aber andere tolle Bücher gekauft. Und ich habe ja bald Geburtstag und es ist bald Weihnachten^^

























Throne of Glass steht schon seit dem Erscheinen auf meiner Wunschliste und da die Autorin auch gleich zum Vorstellen und Signieren da war, habe ich die Gelegenheit dann doch beim Schopf ergriffen.
Das Cover ist so wunderschön *_* Und noch erstaunter als bei Wen der Rabe ruft war ich, als sie sagte, dass sie sechs bis sieben Bände in der Reihe plant! Aktuell gibt es ja schon vier Kurzgeschichten, eine davon sogar kostenlos auf Amazon: *klick*
Die eingesammelte Leseprobe ist damit eigentlich hinfällig, aber man kann ja nie genug Leseproben haben :)



Ehrlich gesagt bin ich auf Die Bücherdiebin erst vor Kurzem aufmerksam geworden. Denn im Februar kommt ja der Film ins Kino. Die Geschichte klingt unglaublich toll und als ich dann am Blanvalet Stand diese wunderbare Ausgabe entdeckt habe, war klar, dass ich sie mir holen musste! Wo am Donnerstag jedoch noch eine ganze Wand voll war, herrschte am Sonntag fast schon gähnende Leere. Der Kommentar des netten Herren am Stand: "Ja, die sind uns alle geklaut worden." Zu viel zum Thema Bücherdiebin *lol* Gott sei dank hatte ich ja Bianca dabei, die mit hysterischen Geräuschen auf die noch zwei letzten verbliebenen Exemplaren verwiesen hat x) Und eins davon war dann absolut und ganz und gar MEINS!
Leider konnten wir die Verkaufspreise nicht so drücken, wie wir gehofft hatten - eigentlich gar nicht, aber weil wir ja einen unwiderstehlichen Charme haben, gab es noch ein total tolles pinkes Notizbuch dazu *_*





























Lucian steht leider noch ungelesen in meinem Regal - Schande über mein Haupt... Und Isola klang so spannend.... Da wir sowieso in der Schlange anstanden, dachte ich, ein Buch mehr oder weniger kann ja nicht schaden und dann noch mit Autogramm drin *_*
Ich bin wirklich gespannt. Warum kann man nicht mit mehreren Augen und Gehirnen alles gleichzeitig lesen? x)

So, nachdem ich jetzt meinen ganzen Ketchup dazu abgegeben habe, seid ihr dran. Nur wenn ihr wollt :D Kennt ihr die Bücher und was habt ihr so von der Buchmesse abgesahnt?


Sonntag, 20. Oktober 2013

[Rezension] Isola (Isabel Abedi)

Titel: Isola
Autorin: Isabel Abedi
Einzelband
Verlag: Arena
Seiten: 321
Genre: Jugendbuch/Thriller
Preis: 7,99€

HIER bestellen!


Klappentext:
Zwölf Jugendliche. Eine einsame Insel. Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen. Und unzählige Kameras, die sie beobachten...

"Ich hätte weglaufen können. Noch heute spukt dieser Gedanke oft durch meinen Kopf. Ich hätte mich heimlich von der Gruppe entfernen können, genügend Gelegenheiten hätte es gegeben. Aber hätte das etwas geändert? Wäre das Projekt abgebrochen worden? Wäre vielleicht kein Blut geflossen? Es ist so sinnlos, sich diese Fragen zu stellen, mein Verstand weiß das. Aber die Fragen wissen es nicht. Sie kommen - ohne vorher anzuklopfen und sich zu erkundigen, ob es gerade passt."
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Er war wie jedes Jahr um diese Zeit der einzige Mensch im Garten des Evangelischen Klinikums in Berlin.

Isabel Abedi beschreibt in Isola ein harmlos erscheinendes Filmprojekt, bei welchem zwölf Jugendliche auf einer einsamen Insel von Kameras überwacht werden. Aber natürlich ist von Anfang an klar, dass irgendetwas passieren muss. Die Frage ist nur, was passieren und wie weit es gehen wird. Schon der Klappentext lässt einen das Schlimmste befürchten und man steckt die Charaktere sofort in Schubladen und scheint schon gleich zu Beginn der Reise zu wissen, wer der Böse ist. Aber alles kommt anders, als man denkt...

Das Cover gefällt mir unglaublich gut! Die schwarze Hintergrundfarbe wirkt sehr schlicht, aber dadurch kommt der Titel wunderbar zur Geltung! Isabel Abedis Jugendromane haben alle dasselbe Coverschema, was ich wirklich klasse finde! Dabei kann man immer sofort erkennen, dass es ein Roman von ihr ist.
Außerdem gefällt mir die tolle blaue Farbe so sehr!
Der Titel passt wie die Faust aufs Auge ohne zu viel zu verraten. Das Filmprojekt nennt sich Isola - es ist auch das italienische Wort für Insel, um die es sich ja auch in der Geschichte dreht.

Quint Tempelhoff ist ein berühmter deutscher Filmregisseur, der schon viele Preise gewonnen hat und nun mit einem neuen Projekt glänzen will. Er schickt zwölf Jugendliche auf eine einsame Insel bei Brasilien und überwacht sie drei Wochen lang mit Kameras. Diese Jugendlichen versprechen sich ein paar lockere Tage Urlaub, die auch noch bezahlt werden. Allerdings kommt alles anders. Sie sollen ein Spiel spielen, welches Mord im Dunkeln ähnelt. Jeder zieht eine Karte und einer ist der Mörder. Der Mörder soll heimlich immer ein Opfer am Handgelenk fassen und es in ein Versteck bringen. Dieses Opfer wird dann von der Filmcrew abgeholt, fliegt nach Hause und ist nicht mehr im Spiel dabei. Ungewöhnlich, aber harmlos. Scheinbar. Denn bald gibt es den ersten Toten und Panik macht sich auf der Insel breit...

Die Idee zur Geschichte wirkte für mich auf den ersten Blick unglaublich spannend und aufregend, auf den zweiten Blick jedoch etwas ungewöhnlich. Wieso sollten Eltern zustimmen, dass ihre jugendlichen Kinder auf eine einsame Insel fliegen, wo sie Tag und Nacht von Kameras überwacht werden? Welchen Sinn soll das haben und was für ein Filmmaterial erhofft sich der Regisseur davon? Aber ich habe mich auf die Ausgangssituation eingelassen und bin total überrascht worden! Zwischenzeitlich wirkt die Geschichte so real und normal, dass es wirklich wie ein Strandurlaub rüberkommt. Gleichzeitig sind die Charaktere so wunderbar ausgearbeitet und unterschiedlich, dass man sie nicht immer richtig einschätzen kann. Die Masche, die die Autorin für diesen Roman gestrickt hat, ist genial und lässt alle Möglichkeiten für die Geschichte zu. Und doch bin ich immer wieder überrascht worden und bin gegen Ende richtig durch die Seiten geflogen, weil ich nicht glauben konnte, was sich da abspielte.

Unsere Hauptperson in der Geschichte ist Joy. Sie ist ein sehr vielschichtiger Charakter, über den man im Buch ständig Neues lernt. Sie ist ein sehr ruhiges Wesen, hat ihre Gedanken für sich und spricht nicht viel, selbst wenn sie die Gesellschaft anderer genießt. Sie ist in Brasilien geboren worden, in eine arme und drogenabhängige Gesellschaft am Rande von Rio. Doch als kleines Mädchen wurde sie von einem deutschen Ehepaar adoptiert. Ihre Absicht, an dem Filmprojekt Isola teilzunehmen, ist nicht um des Projektes willen, sondern weil sie ihre geliebte Schwester in Rio wiedersehen möchte. In ihr gibt es diesbezüglich die verschiedensten Gefühle. Sie will ihre Schwester unbedingt finden, hat aber auch große Angst davor, dass sie sie nicht wiedererkennt. Auf der Insel nimmt Joy ihren Geburtsnamen Vera an. Dort wirkt sie als eine der Vernünftigsten, auch wenn sie sehr ruhig ist.

Für das Filmprojekt soll jeder einen anderen Namen annehmen. Und somit kann auch jeder eine Rolle spielen, wenn er mag. Niemand muss die Wahrheit über sich preisgeben und somit ist das perfekte Fundament für die Geschichte geschaffen. Eigentlich kann man niemandem trauen, weil man nicht weiß, er nur eine Rolle spielt oder wer wirklich er selbst ist. Dennoch empfand ich es als nicht so schwer, die Charaktere einzuschätzen. Ob sich dies im Buch vielleicht noch einmal ändert, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls gibt es eine große Palette an Eigenschaften, die mir sehr viel Freude bereitet hat. Es gibt die unterschiedlichsten Menschen auf der Insel und so kann eigentlich alles passieren.
Elfe, die sich später als beste Freundin von Vera erweist, ist der Sonnenschein der Gruppe. Sie gehört zu den Menschen, die in fast allem und jedem etwas Positives sieht. Bereits auf dem Flug nach Brasilien hielt sie Ausschau nach den anderen Kandidaten und brachte einiges über diese in Erfahrung. Sie ist ein kontaktfreudiger und offener Mensch. Sie ist sehr ehrlich und zeigt auch offen ihre Gefühle.

Andere dagegen gehören zu der Sorte Mensch, die ich persönlich lieber meiden würde. Zum Einen sind da Darling, Alpha und Joker, die sehr anzüglich, laut und manchmal besonders nervig sind. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass sie nur bei dem Filmprojekt dabei sind, um mal ordentlich in der Öffentlichkeit mitzumischen und auf sich aufmerksam zu machen, egal mit was. So kommt es auch zu der ein oder anderen anzüglichen Szene, die laut den Regeln eigentlich verboten ist. Mehr sage ich dazu nicht ;)
Milky und Neander dagegen sind mir von Anfang an symphatisch gewesen. Sie sind die besten Freunde, wie man sie sich vorstellt. Sie sind fürsorglich, treu und lustig. Man kann mit ihnen reden und hat in ihrer Anwesenheit sofort das Gefühl, willkommen und in einer guten Gesellschaft zu sein. Sie sind zufrieden mit sich und dem, was sie tun. Denn sie tun das, was ihnen Freude bereitet, ohne groß darüber nachzudenken, was andere davon halten. Diese Haltung finde ich an Menschen immer sehr bewundernswert. Sie versuchen nicht zwanghaft, jemandem zu gefallen, sondern sind einfach sie selbst. Und dann kommen die Freunde von ganz allein.

Solo ist ein besonderer Charakter. Er ist wie Vera ebenfalls sehr still, aber auf eine andere Art und Weise. Denn wir sind immerhin in Veras Kopf und können ihre Gedanken hören. Aber bei Solo ist das nicht so. Wir können nur erahnen, was er von all dem hält und welche Gedanken er zu den anderen Kandidaten hat. Besonders sein zutraulicher Hund Mephisto hat es mir angetan. Ich habe sogar das Gefühl, dass er und Solo im Grunde das gleiche Wesen haben, nur dass Solo es nicht offen zeigen kann. Mephisto ist sehr zutraulich - vielleicht etwas zu viel - aber er freundet sich sofort mit jedem an. Solo dagegen muss man erst richtig kennenlernen. Da er sich oft zurückzieht, ist das nicht so einfach, aber genauso wie es Vera beschreibt, hat er eine besondere Anziehungskraft, die ihn für uns total symphatisch macht. Er wird nicht als Gegner oder Feind betrachtet, sondern immer als Freund und Verbündeter. Manche Menschen haben so eine Aura und sind sich dessen aber nicht bewusst. Am Liebsten würde ich Solo im echten Leben mal kennenlernen ;)

Da die Geschichte nicht unbedingt sehr lang ist, konnte oder musste sich die Spannung schnell aufbauen. Obwohl sie meiner Meinung nach von Anfang an gegeben war. Zwölf Jugendliche auf einer einsamen Insel? Da ist ja klar, dass irgendetwas passieren muss. Ich erwartete ehrlich gesagt, dass jemand diese "Gefangenschaft" nicht mehr aushalten und verrücktspielen würde. Allerdings kommt alles ganz anders. Die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die ich mir nicht einmal im Traum ausgemalt hätte und ich war total gefesselt von der Handlung, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie es weitergehen würde. Die Auflösung am Ende hat mich mit einem offenen Mund zurückgelassen.
Die Atmosphäre ändert sich recht schnell, aber nicht zu schnell, sodass man das Gefühl hat, dass das Buch schnell enden soll. Es hat alles gepasst und ich bin immer noch total geflasht! Die Geschichte ist durch und durch rund, es gibt auf jede Frage eine Antwort und doch ist man immer noch wie gebannt, selbst wenn man die Lösung am Ende kennt. Und diese tolle Geschichte beweist auch, dass gute, spannende und unterhaltsame Bücher nicht immer Unmengen an Seiten haben müssen, um zu gefallen.

Isola ist ein Roman voller spannender Ereignisse, vielschichtiger, symphatischer und authentischer Charaktere und mit einem unbekannten Ziel, welches uns am Ende total überrascht zurücklässt und die Geschichte absolut rund, ereignisreich und total genial macht.

5 Marshmallows

"Es ist ein Bem-Te-Vi", wisperte Neander in mein Ohr. "In Brasilien kennt ihn angeblich jedes Kind. Er soll auf den ersten Blick sehr unscheinbar sein, braune Federn, schwarz-weißer Kopf, kaum größer als ein Spatz. Aber wenn er seine Flügel ausbreitet, zeigt er seine leuchtend gelbe Brust und in der Luft soll er aussehen wie eine fliegende Zitrone. Sein Name klingt genau wie sein Ruf, Beng-Tschiwi. Auf Deutsch heißt das Ich hab dich gesehen." (S.81)

"Wir Chinesen sagen, nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne." (S.147)

Samstag, 19. Oktober 2013

Frankfurter Buchmesse 2013

Letzte Woche war es wieder soweit: Die Frankfurter Buchmesse stand an! Wie jedes Jahr besuchte ich sie an drei Tagen: Donnerstag, Samstag und Sonntag. Bereits am Donnerstag hatte ich danach so krasse Rückenschmerzen, dass ich die zusammen mit dem Wochenende sogar jetzt noch etwas spüren kann - aber es hat sich natürlich gelohnt! Und das so richtig! Denn ich habe diesmal nicht nur viele Lesungen und Signierstunden besucht, sondern auch das erste Mal(!) vor Ort Bücher gekauft und ein paar Blogger in "echt" kennengelernt!
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Donnerstag
Wenn man die Buchmesse nicht unbedingt wegen Lesungen und Signierstunden besuchen will, sondern eher generell nach den Büchern schauen möchte, bieten sich die ersten drei Tage an, da man die Stände am Wochenende aufgrund der Massen gar nicht richtig ansehen kann. Und das war mein Ziel für diesen Tag. Schon vorher hatte ich mir alle Veranstaltungen mit dem Kalender und mithilfe der Verlagsseiten ausgesucht und Zeitpläne zurechtgelegt. Ich muss sagen, dass ich diese sogar am Wochenende sehr gut einhalten konnte!
Rot: Ganztagveranstaltungen z.B. Ausstellungen; Blau: Lesungen + Signierstunden; Gelb: Sonntagprogramm; Grün: Zeitlich begrenzte Veranstaltungen; Lila: Eventuell-Veranstaltung
Ich schaute mir also Ausstellungen, besondere Veranstaltungen, Stände und Bücher an. Wobei die Ausstellungen auf dem Papier spannender klangen, als sie in echt waren... Die Stände haben mir dieses Jahr sehr gut gefallen! Natürlich gibt es die "Standardstände", die jedes gleich (toll) aussehen, aber einige haben sich wirklich etwas Tolles einfallen lassen! Dabei haben mir der neue Carlsen Stand sowie der von Paperblank am Besten von allen gefallen! Und ich hatte mir dabei schon das ein oder andere Buch ausgeguckt, welches ich mir dann am Sonntag kaufen wollte. Im Endeffekt sind es dann doch ein paar mehr geworden, als ich eigentlich geplant hatte, aber dazu gibt es noch meinen Ausbeute-Post. Dieses Jahr konnte ich auch einige Autogramme abstauben, was mich wirklich freut :)
Angehört habe ich mir auch die Lesung der diejährigen Buchpreisträgerin Terézia Mora mit ihrem Werk "Das Ungeheuer". Also... Abgesehen von dem wirklich ungeheuerlichen Preis sagt es mir leider nicht zu. Der Anstoß zur Geschichte ist schon interessant, aber der Schreibstil ist unglaublich langatmig...
Oben vom Loewe-Stand aus am Sonntag

Es gab aber doch eine Veranstaltung, die ich muss unbedingt anschauen musste: Die Vorstellung des neuen Kochbuches von Johann Lafer! Er hat sogar Live gekocht! Wenn das Buch nicht so extrem schwer gewesen wäre, hätte ich es mir vielleicht sogar gekauft. Aber stattdessen habe ich mir ein Autogramm mitgenommen - Juhu! :D
Es zum Probieren habe ich leider nicht abbgekommen. Bevor die armen Kellnerinnen bis zu den hinteren Reihen durchdringen konnten, hatten schon immer diesselben Leute ihr alles vom Tablett geklaut... Manche Leute sind einfach unverschämt x) Gut ausgesehen hat das Essen auf jeden Fall!
Die Unterschrift ist der hammer ;)
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 Samstag
Das Programm an den beiden Wochenendtagen war ziemlich vollgestopft, aber es hat unglaublichen viel Spaß gemacht! Es ging los mit einer Lesung von Jennifer Benkau. Da habe ich natürlich die Chance genutzt und mir gleich Himmelsfern gekauft und es signieren lassen. Die Lesung war nur begrenzt begehbar, weil der Stand sonst eingestürzt wäre ;) Ich war eine der Glücklichen, die nach oben auf den Loewe-Stand durften. Leider war das Fotografieren da oben nicht so einfach.
Jennifer Benkau ist wirklich eine unglaublich symphatische und lustige Person. Sie beendete die Lesung mit: "Habt ihr noch Fragen?" Als daraufhin langes Schweigen folgte, verkündete sie, dass sie erst zum Signieren runtergeht, wenn jemand etwas fragt. Und dann gab es tatsächlich einige Fragen. Es ist wirklich krass, dass sie Himmelsfern in nur acht Wochen geschrieben hat! So einen Schreibfluss hätte ich auch gerne mal ;) Zudem ist es bewundernswert, dass sie mit drei Kindern und der Hausarbeit noch die Zeit hat, um Bücher zu schreiben. Aktuell ist sie übrigens mit ihrem vierten Kind schwanger. Ihr Kommentar dazu: "Nur falls ihr euch wundert: Ich bin schwanger und habe nicht zugelegt." Haha :D
Danach signierte sie fleißig am Script5 Stand. Obwohl wir eine Weile warten mussten, machte das absolut nichts, denn das Anstehen entpuppte sich als spontanes Blogger-Treffen. Dort habe ich Moni, Tine und Bianca kennengelernt. Ich muss sagen, dass ich in Bianca sofort eine Seelenverwandte gefunden habe - man spürt das einfach, wenn man sich trifft ;) Das restliche Wochenende haben wir dann auch zusammen die Hallen unsicher gemacht - und den Innenhof ;) <333

Oh Gott, ich hasse Bilder von mir x)






















Als Jennifer Benkau dann in Sichtweite kam, ging der Spaß auch erst richtig los. Sie entschuldigte sich tausendmal, weil sie nicht wollte, dass es eine "Massenabfertigung" wird. Aber das war es überhaupt nicht! Und sie hat in die Bücher auch Stempel reingemacht - Eulenstempel ♥ Nach meinem Kommentar: "Ich mag Eulen.", schrieb sie doch tatsächlich ins Buch: "Eulen mag ich auch." Haha, zu süß <333

Danach schlenderte ich weiter mit Bianca und Tine durch Halle 3 und wir stellten uns gleich in die nächste Schlange: Signierstunde bei Isabel Abedi. Die Chance habe ich auch genutzt und mir Isola gekauft, welches sowieso auf meiner Kaufliste stand und dann gab es das Autogramm sogar noch dazu :) Momentan lese ich das Buch und es ist eines dieser "Flutsch-Bücher", die man total gut lesen kann ;) Bin schon fast fertig und es ist einfach total genial! Besonders toll gefallen mir die doch einheitlichen Cover all ihrer Bücher, auch wenn sie inhaltlich nicht zusammengehören. So kann man immer gleich am Cover sehen: Oh, das hat Isabel Abedi geschrieben!
Als Nächstes trennten sich unsere Wege für etwa eine halbe Stunde. Bianca wollte sich mit Tine zusammen schon beim Signierzelt bei Kerstin Gier anstellen, welches sich im Nachhinein als Goldener Plan herausgestellt hat. Denn etwa eine halbe Stunde vor dem Beginn der Signierstunde schlängelte sich eine bestimmt drei Kilometerlange Schlange durch den gesamten Innenhof und meine zwei Kolleginnen standen fast ganz vorne :)
Ich war in der Zwischenzeit bei Harald Glööckler. Ich hätte nicht gedacht, dass es so kompliziert sein könnte, einen "echten" Blick auf ihn zu werfen, ein Foto von ihm zu machen und eine Autogrammkarte zu bekommen... Schon bevor er überhaupt da war, gab es einen Massenauflauf von Menschen und Kameras und ich bin ein paar mal fast zerquetscht worden. Immerhin habe ich meine drei Dinge bekommen - vielen Dank an die Frau mit dem langen Arm für das Autogramm! Denn natürlich war niemand an seinen Bodyguards vorbeigekommen außer den Kameras. Harald Glööckler beirrte das aber nicht. Er schrieb Autogrammkarten und diese wurden dann von den Bodyguards in der Menge verteilt.
Dann ging es, wie bereits gesagt, bei Kerstin Gier weiter. Gott sei Dank hatte ich nur Rubinrot dabei. Andere Fans hatten Poster, DVDs und sogar mehrere Bücher auf dem Arm, aber aufgrund der vielen Menschen durfte nur ein Buch signiert werden. Aber sie war wirklich sehr nett und ich bin total glücklich über das Autogramm in Rubinrot :) Ich möchte mir im Übrigen auch nächste Woche die DVD kaufen, wobei der Film nicht mal annähernd ans Buch herankommt. Aber Jannis Niewöhner... *schmacht*
Am Signiertisch haben sie auch nach ein paar Leuten eine besondere Figur aufgestellt... Einen Rasierspaß-Ken!
Gleichzeitig mit Kerstin Gier's Signierstunde gab es auf der Open Stage einen Auftritt von Guido Maria Kretschmer. Wer ihn nicht kennt: Er ist ein deutscher Designer und ist der König und Kommentator von Shopping Queen. Was er so alles gesagt hat, konnte ich leider nicht hören, aber ich habe ein Foto :) Ich mag ihn total gerne - er ist so symphatisch und auch authentisch :D Und er hat immer einen guten Spruch auf den Lippen!
GUIDO!!!!
Danach musste Bianca leider schon nach Hause fahren, aber Tine und ich haben sie nicht vergessen. Bei der Vorstellung des neuen Romans "Throne of Glass - Die Erwählte" von Sarah J. Maas haben wir nicht nur uns ein Exemplar mit einem Autogramm mitgebracht, sondern auch ihr und sie hat sich gefreut wie ein Kullerkeks ;D Sarah J. Maas war total nett und jeder, der beim Signieren war, sollte etwas Nettes in ihr Buch schreiben. Sie nimmt das Buch überallhin mit, damit jeder etwas hineinschreiben kann. Eine schöne Erinnerung! Außerdem konnten wir in Erfahrung bringen, dass sie daraus eine Reihe mit sechs bis sieben Bänden plant! Wow! Aktuell gibt es auch eine Reihe, die sozusagen als Vorgeschichte gilt: Celaenas Geschichte. Sie wird vierteilig und die ersten beiden sind bereits auf Deutsch erhältlich - das erste sogar aktuell kostenlos: *klick*
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Sonntag
Nach einem sehr ereignisreichen und spannenden Samstag ging es am Sonntag etwas ruhiger zu - was die "Termine" angeht. Denn es war der Tag des offiziellen Buchverkaufes und als ich ankam, waren einige Stände schon extrem leergeräumt. Ich habe mir noch mein Wunschbuch Die Bücherdiebin gekauft. Gott sei Dank waren noch zwei Exemplare da! Zunächst entschlossen Bianca und ich, dass wir spontan eine Lesung besuchen würden - vom Hörbuchsprecher von Wen der Rabe ruft. Er hat wirklich eine ganz toll Stimme und wow - was für ein überdurchschnittlich attraktiver Mann. Haha x)
Und auch hier habe ich die Chance genutzt und mir gleich das Buch gekauft. Danach stellten wir uns wieder in eine Schlange. Es war ganz schön kalt... Aber wir haben uns dabei sehr schön mit anderen Bloggern unterhalten - Heffa, Sonja und Theresa. Theresa konnte sogar eine der wenigen Exemplare von dem Trilogieschuber der Mercy Falls Trilogie erstehen O.o *Neid*
Wir mussten doch recht lange warten, aber es hat sich gelohnt - Ursula Poznanski ist total nett! Irgendwie sind das alle Autoren! x)
Beim Buchverkauf war auch am Loewe-Stand die Hölle los! Denn hier wurden auch schon Bücher verkauft, die erst im November oder Dezember erscheinen sollen! Für Firelight 3 war ich leider zu spät, aber ich bekomme es bestimmt wie letztes Jahr auch zu Weihnachten :)
Florens Schmidt
Als wir am Mittag gerade am Loewe-Stand waren, stand auf einmal Ursula Poznanski vor uns und Bianca schreit: "Guck mal, da ist Ursula Poznanski!" Und sie grinst uns an und meint nur: "Aber nicht mehr lange, ich muss nämlich jetzt nur Lesung." Haha, das war echt lustig ;D;D

Danach haben wir auf dem Innenhof noch einige Fotos gemacht. Die beiden netten jungen Herren hier wussten übrigens sehr genau wie diese Ponys hießen. Ich weiß es schon gar nicht mehr x)
Ein Bild zum Film "Rio 2", der nächstes Jahr ins Kino kommt :)
Ab 13.02.2014 im Kino: Die Bücherdiebin!
Und et voilá! Noch ein paar Bilder von Bianca und mir und dem Kummerfresserchen und mir :D
Aktion "Vorsicht Buch!"

SCHÖN WAR'S! <333