Freitag, 29. März 2013

Neuzugang #27

Meine Mission (Im)possible wird wohl impossible bleiben. Auch wenn ich in letzter Zeit viel gelesen habe, kommen mir bei der Statistik andauernd neue, tolle Bücher in die Quere. Das erste Buch wollte ich gerne lesen, weil ich Die fantastische Welt von Oz nicht im Kino sehen konnte - 3D ist mir einfach zu teuer. Jetzt habe ich erfahren, dass der Film seit heute auch in 2D zu sehen sein wird ^.^ Was soll's, es schadet nie, ein Buch zum Film zu lesen. Das zweite war auf meiner Wunschliste und wurde dann schön mitgekauft. Denn thalia hatte einen tollen 10% Gutschein, der bei meiner Bestellung nicht viel ausgemacht hat, aber immerhin habe ich ein bisssssschen gespart.

Titel: The Wonderful Wizard of Oz
Deutscher Titel: Der Zauberer von Oz
Autor: L. Frank Baum
Märchenklassiker
Verlag: Reclam
Seiten: 186
Genre: Fantasy / Klassiker
Preis: 5,40€

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Klappentext:
"She had accomplished all these wonders not because she was a fairy, or had any magical power whatsoever, but because she was a simple and sweet little girl who was honest to herself and to all whom she met. In this world in which we live, simplicity and kindness are the only magic wands that work wonders." (L. Frank Baum über seine Heldin Dorothy)
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Titel: Switched
Deutscher Titel: Die Tochter der Tryll - Verborgen
Autorin: Amanda Hocking
Band 1 der Trylle Trilogie
Verlag: Pan Macmillan
Seiten: 293
Genre: Fantasy
Preis: 7,90€

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Klappentext:
Wendy Everly knew she was different the day her mother tried to kill her and accused her of having been switched at birth. Although certain she's not the monster her mother claims she is - she does feel that she doesn't quite fit in...

She's bored and frustrated by her small town life - and then there's a secret that she can't tell anyone. Her mysterious ability - she can influence people's decisions, without knowing how, or why...

When the intense and darkly handsome newcomer Finn suddenly turns up at her bedroom window one night - her world is turned upside down. He holds the key to her past, the answers to her strange powers, and is the doorway to a place she never imagined could exist: Förening, the home of the Trylle.

Finally everything makes sense. Among the Trylle, Weny is not just different, but special. But what marks her out as chosen for greatness in this world also places her in grave danger. With everything around her changing, Finn is the only person she can trust. But dark forces are conspiring - not only to separate them, but to see the downfall of everything that Wendy cares about.

The fate of Förening rests in Wendy's hands, and the decisions she and Finn make could change all their lives forever...

Mittwoch, 27. März 2013

[Rezension] Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten (Kerstin Gier)

Titel: Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Teil 3 der Edelstein-Trilogie
Verlag: Arena
Genre: Fantasy / Zeitreiseroman
Seiten: 487
Preis: 18,95€ für den Einzelband oder
         39,99€ für die gesamte Trilogie


ACHTUNG! Dies ist Band 2 der Edelstein - Trilogie und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und 2!

Lest hier meine Rezension zu Rubinrot!

Lest hier meine Rezension zu Saphirblau!


Klappentext:
Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende wider Willen, ihre Energie für ganz andere Dinge braucht: zum Überleben zum Beispiel. Denn die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon - Liebeskummer hin oder her - nicht nur auf einen rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Manuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen...
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"Das wird eine hässliche Narbe geben", sagte der Arzt, ohne den Kopf zu heben.

In Smaragdgrün bekommen wir endlich Antworten! Dazu eine Menge Wendungen, die einen mit offenem Mund zurücklassen. Auch werden wir zurückgelassen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Alles fügt sich zusammen, aber die Geschichte ist einfach viel zu schnell vorbei!

Das Cover ist zauberhaft! Es gefällt mir von allen drei Bänden am besten, weil sich Gwendolyn und Gideon endlich in den Armen liegen und sich lächelnd ansehen. Obwohl die Wesen auf dem Cover unheimlicher als zuvor aussehen, erwecken sie keine Angst. Und das Eichhörnchen hat auch noch eine besondere Bedeutung.
Im Gegenteil zu Band 2 passt der Titel nun wieder wie die Faust aufs Auge. Denn neben Gwendolyn und Gideon ist die wichtigste Person der Graf von Saint Germain, der im Kreis der Wächter den Smaragd darstellt.

Nachdem Gideon zugegeben hat, Gwendolyn etwas vorgemacht zu haben, ist diese total außer sich vor Liebeskummer und möchte sich am Liebsten für immer in ihrem Bett verkriechen. Doch das geht leider nicht. Denn sie soll mit Gideon den großen Ball im 18. Jahrhundert besuchen und den Grafen von Saint Germain erneut treffen. Der Blutkreis ist noch immer nicht geschlossen und das soll das höchste Ziel sein. Dennoch ist Gwendolyn weiterhin der Meinung, dass etwas an der ganzen Sache nicht stimmt. Sie glaubt noch immer nicht, dass Lucy und Paul den Chronografen aus purem Eigennutz gestohlen haben. Beweise sucht sie mit ihrem Großvater, den sie weitere Male in der Vergangenheit besucht. Sie scheint des Rätsels Lösung unglaublich nah, als sie in ihrem Haus eine versteckte Truhe entdeckt, die ihr Großvater vor vielen Jahren extra für sie versteckt hat... Und wie geht es zwischen ihr und Gideon weiter?

Ich war sehr gespannt darauf, wie des Rätsels Lösung nun lautet und was dann geschehen soll, aber Kerstin Gier gibt sich nicht damit zufrieden, alles einfach aufzuklären. Sie überrascht uns mit vielen unerwarteten Wendungen, die mich ganz verrückt gemacht haben. Dadurch hat das Buch unglaublich an Dynamik gewonnen und zum Weiterlesen gezwungen!

Man leidet einfach mit Gwendolyn mit. Die ganze Zeit hat Gideon ihr etwas vorgemacht und nur so getan, als sei er in sie verliebt, um sie leichter kontrollieren zu können. Ein unglaublicher Schock für alle, da man dies überhaupt nicht vermutet hätte - auch wenn er oft sehr kühl und distanziert zu ihr gewesen ist. Lange Zeit können sie auch nicht einmal Leslie und Xemerius aufheitern. Dafür, dass sie sich nicht verkriechen kann, sondern zum Elapsieren und zu Missionen aufbrechen muss, hält sie sich wacker. Sie versucht Gideon so gut es geht zu ignorieren obwohl ihr das sehr schwer fällt. Er hat sie tief verletzt und doch kann sie sich ihm nicht entziehen. Den einzigen Lichtblick bilden ihre Treffen mit ihrem Großvater, die sie heimlich beim Elapsieren durchführt. Zwar erhält sie dadurch nicht viele Beweise oder Schlussfolgerungen, die zu Lucys und Pauls Tat geführt haben, aber sie genießt die Zeit sichtlich und in der Gegenwart findet sie dann endlich eine Lösung: In den Wänden ihres Zuhauses hat ihr Großvater eine geheime Truhe versteckt, deren Inhalt sie nur mit wenigen Familienmitgliedern und Leslie teilt.

Gideon ist am Ende von Saphirblau auf meiner Symphatie-Skala bis in den Keller gerutscht, obwohl er sich hart nach oben arbeiten musste. Ich konnt ihn danach nur noch beschimpfen. Er war zwar oft arrogant und distanziert, aber so etwas hätte ich ihm niemals zugetraut. Dennoch versucht er weiterhin, Kontakt zu Gwendolyn zu halten, was ich zwar süß, aber einfach unmöglich finde. Er hat ihr Herz gebrochen und dreht dann auch noch mit dem Messer in der Wunde. Männer >.< Und kaum schenkt ihm Gwendolyn mal ein kleines Lächeln glaubt er, alles sei wieder gut und verhält sich ihr gegenüber normal.

Charlotte hat mich ebenso wie in Saphirblau einfach nur aufgeregt. Sie setzt weiterhin alles daran, Gwendolyn wie einen Nichtsnutz dastehen zu lassen. Ihr mieses Verhalten steigert sich aber ins Unermessliche, als sie Gwendolyn nachspioniert um herauszufinden, was sich in der geheimen Truhe befindet. Sie verständigt auf einen Verdacht hin sogar die Wächter, die das Haus stürmen. Natürlich kann man ihr Verhalten ein wenig nachvollziehen, weil sie alles lernen musste obwohl Gwendolyn das Zeitreisegen geerbt hat, aber das ist noch lange kein Grund, sich wie ein total Ekel zu benehmen.

Leslie ist einfach klasse! Sie hört sich stundenlang das Gejammere über Gideon an und versucht so gut es geht, Gwendolyn abzulenken. Ihre Abenteuerlust ist einfach ansteckend. Es ist spannender eine Zeitreisende als Freundin zu haben, als selbst eine zu sein ;) Vor lauter Aufregung merkt sie nicht einmal, dass Raphael sich in sie verliebt hat. Oder sie will es nicht merken, da sie viel wichtigeres zu tun hat: Sich um ihre Freundin und deren Zeitreiseproblem zu kümmern.

Die Wendungen in Smaragdgrün sind wirklich große klasse! Es passiert so viel, von dem man nicht einmal ein Fünkchen Ahnung hatte. Und dennoch passt alles wunderbar zusammen und verwirrt nicht. An manchen Stellen muss man sich jedoch noch einmal zurückerinnern, denn Vergangenheit und Gegenwart greifen oft ineinander. Alles Charaktere sind weiterhin authentisch und fantastisch zu begleiten!

Smaragdgrün ist ein fantastischer Abschluss der Trilogie und lässt uns glücklich und zufrieden und ohne Unklarheiten zurück. Die Charaktere sind authentisch, unterhaltsam und die Geschichte lässt uns unglaublich mitfiebern, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.

5 Marshmallows


Montag, 25. März 2013

[Rezension] Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten(Kerstin Gier)

Titel: Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Band 2 der Edelstein-Trilogie
Verlag: Arena
Genre: Fantasy / Zeitreiseroman
Seiten: 395
Preis: 16,99€ für den Einzelband oder
         39,99€ für die gesamte Trilogie


ACHTUNG! Dies ist Band 2 der Edelstein - Trilogie und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1!

Lest hier meine Rezension zu Rubinrot!


Klappentext:
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen den Zeiten!
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Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam.

Nachdem Rubinrot mit einem aufwühlenden Überraschungsmoment aufgehört hat, geht es in Saphirblau glücklicherweise sofort ohne Umschweife an derselben Stelle weiter - gleich mit einem Feuerwerk der Gefühle, weil sich Gwendolyn und Gideon küssen (ausgerechnet im Beichtstuhl einer Kirche). Wir wurden mit vielen Fragen zurückgelassen, die aber teilweise in Saphirblau beantwortet werden.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbe ist wunderschön! Am Rand sehen wir kleine dämonische Figuren, die für den Verlauf der Geschichte noch eine (nebensächliche, aber humorvolle) Rolle spielen. Im Gegensatz zu den Figuren auf dem Cover zu Rubinrot stehen sich die beiden hier nun näher und haben auch einen freundlicheren Gesichtsausdruck, was Gwendolyns und Gideons Zuneigung zueinander zeigt.
Der Titel passt natürlich ebenfalls wieder zur Geschichte, wobei Lucy, die der Saphir ist, nicht so sehr im Vordergrund steht. Aber drei der wichtigsten Personen des Romans tauchen auch in allen Titeln auf und das ist in Ordnung.

Nachdem Gwendolyn und Gideon im Jahre 1912 bei Lady Tilney von Lucy und Paul überrascht wurden und knapp entkommen sind, warten sie in einer Kirche auf ihren Rücksprung. Dabei gibt es nicht nur den langersehnten Kuss, sondern auch eine nette Bekanntschaft, die uns noch viel Freude bereiten wird: Xemerius, ein dämonischer Wasserspeier, den nur Gwendolyn aufgrund ihrer Gabe sehen und hören kann, hängt sich an sie wie eine Klette und begleitet sie überall hin.
Es ist natürlich immer noch die Hauptaufgabe der Zeitreisenden, dass Blut aller ihrer Art einzusammeln und in den Chronografen einzulesen, damit das Geheimnis offenbart werden kann. Gwendolyn ist zwar erst vor wenigen Tagen in die Loge der Wächter eingewiesen worden und sehr viel wird ihr noch verschwiegen, dennoch kann sie nicht bedinungslos glauben, dass Lucy und Paul den Chronografen gestohlen haben um das Geheimnis für sich zu behalten. Aber sie hat leider noch mit anderen Problemen zu kämpfen: Sie soll den Grafen von Saint Germain auf einem Soiree treffen und muss dafür ausgebildet werden, was ihr mehr als schwer fällt. Dazu kommt auch noch Gideon, der sie in einem Moment leidenschaftlich küsst und im nächsten wieder völlig ignoriert...

Gwendolyn wird mir immer symphatischer. Obwohl sie noch nicht viel über die Zeitreisen und Wächter weiß und viel um die Ohren hat, versucht sie immer einen kühlen Kopf zu bewahren und die Dinge objektiv zu sehen. Leider werden ihr dabei immer wieder Steine in den Weg gelegt, was man ihr nach einer Weile auch anmerkt. Sie zweifelt an sich und ihren Fähigkeiten. Neben der Schule muss sie nun nicht nur für ein paar Stunden in die Vergangenheit elapsieren, um unkontrollierte Zeitsprünge zu verhindern, sondern auch noch Gideon auf Missionen begleiten. Nach ihrer ersten unangenehmen Begegnung mit dem Grafen von Saint Germain will sie ihn am besten gar nicht mehr wieder sehen, aber in den Annalen der Wächter hat dieser genau festgelegt, wer ihn wann und wo besuchen soll. Deshalb wird Gwendolyn für das Soiree im 18. Jahrhundert ausgebildet. Doch ausgerechnet Charlotte und ihr selbstverliebter Lehrer Giordano sollen ihr alles beibringen. In diesen Stunden tut mir Gwendolyn unglaublich leid. Immerhin hatte Charlotte jahrelang Zeit, um all die Tänze von Etiketten zu erlernen und demnach ist sie ein Engel für alle. Gwendolyn steht neben ihr wie ein Bauerntrampel da und wird nur fertiggemacht.

Gideon konnte ich auch in Saphirblau nicht richtig einschätzen. Obwohl er lange Zeit sehr verliebt, aber dennoch ernst und sachlich wirkt, überrascht uns Kerstin Gier wieder einmal mit einer ziemlich gemeinen Wendung. Gideon ist eben von seiner Familie nach strengen Regeln und moralischen Ansichten erzogen worden, die immer wieder durchkommen, aber wenn er mit Gwendolyn zusammen ist, spürt man einfach die Harmonie zwischen den beiden. Gwendolyn bekommt schon Herzrasen, wenn sie ihn auch nur sieht und alle ihre Vorsätze für Gespräche mit ihm zerfallen zu Staub, wenn sie in seine grünen Augen blickt. Das ist wahre Liebe und wunderbar anzusehen. Sie darf sich aber nicht zu sehr ablenken lassen, denn ständig sagt man ihr nur, was sie falsch macht. Nicht nur Schlafstörungen und Paranoia sind Folgen davon.

Zum Glück hat sie aber ihre beste Freundin Leslie. Sie ist einfach fantastisch und ich wünschte, ich hätte eine so gute Freundin. Obwohl sie ihre ganze Freizeit damit verbringt, Informationen über bestimmte Zeiten, Veranstaltungen und Personen zu sammeln, findet sie ihr Leben nur aufregend und spannend, weil sie Gwendolyn kennt. Sie ist immer Feuer und Flamme, wenn es darum geht, Verhaltensweisen (besonders die von Gideon) zu analysieren und Geheimnisse zu lüften. Sie ist der kluge Kopf und weist Gwendolyn hier und da wieder zurecht, da sie sich sonst verlieren könnte.

Hat mir Charlotte in Rubinrot noch leid getan, so nehme ich jetzt alles wieder zurück. Sie ist eine richtige Giftschlange und tut alles, um Gwendolyn wie eine Idiotin dastehen zu lassen. In Gwendolyns und somit auch in unseren Augen wirkt sie perfekt: Sie sieht gut aus, hat alles mögliche gelernt und wird von allen wie ein Engel behandelt. Aber sie ist besonders in der Gesellschaft von Giordano ein richtiges Ekel. Da braucht man auch gar nicht mehr von ihrer nichtvorhandenen Kindheit und Jugend zu erzählen, denn dies kann nicht der Grund für ihr Verhalten sein, da sie mit dem erlernten Wissen die ganze Zeit angibt.

Xemerius, der kleine dämonische Wasserspeier, der Gwendolyn verfolgt, ist eine fantastische Bereicherung für die Geschichte! Er kann nicht nur für sie spionieren, er hat manchmal richtig gute und sehr witzige Sprüche auf Lager. Zwar behauptet er, ein furchteinflößender Dämon zu sein, aber eigentlich kommt er eher wie ein kleines, niedliches Kind rüber. Er ist mir unglaublich syphatisch und bringt mich immer wieder zum Lachen.

Sehr viele Antworten bekommen wir zwar nicht, aber die Geschichte ist einfach wunderbar! Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, (teilweise) ihre Handlungen nachvollziehen und mitfiebern. Besonders interessiert natürlich die Entwicklung zwischen Gwendolyn und Gideon. Da ihre Beziehung meiner Meinung nach nicht unbedingt im Mittelpunkt der Geschichte steht, finde ich überhaupt nicht schlimm. Eine ständig anhaltende Spannung begleitet uns durch das ganze Buch. Humor und auch ein mehr oder weniger normaler Alltag lassen sich aber auch nicht vermissen.

Mit Saphirblau setzt Kerstin Gier eine wunderbare Geschichte fort, die uns als Leser mitfiebern und mitfühlen lässt. Sie ist sehr vielschichtig und doch behält man den Überblick und möchte gerne überall selbst dabei sein. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und es ist wirklich traurig, dass man so schnell auf der letzten Seite angekommen ist.

5 Marshmallows

Gestern schien irgendwie Jahre her zu sein. (S.55)


Sonntag, 24. März 2013

Mein Blog wird 1 Jahr alt! ♥

Wahrscheinlich habt ihr es schon mitbekommen - seit einiger Zeit tut sich hier nicht viel. Es liegt einfach daran, dass ich nur noch wenig Freizeit habe und auch nicht so viele Ideen zum Bloggen. Aber heute gibt es ein paar interessante Zahlen für euch und für mich - denn mein Blog wird heute offiziell ein Jahr alt! Zwar gab es schon einige Posts seit Dezember 2011, aber seit dem 24.03.2012 bin ich richtig aktiv! Seitdem habe ich viele andere Buchblogs entdeckt, neue liebenswerte Menschen kennengelernt und konnte viele neue Bücher lesen, von denen ich vorher nichts wusste. Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit euch und hoffe, dass ich endlich meinen SuB senken kann ^.^ Denn ich würde mich furchtbar gerne mal wieder in den Hugendubel setzen und ein bisschen schmökern, aber wenn mein SuB so hoch ist, wie jetzt, habe ich da einfach ein schlechtes Gewissen.


Ich bin selber gespannt, was sich in einem Jahr so an Zahlen angesammelt hat:


♥ 164 Posts

♥ 39 Rezensionen

♥ 30 Neuzugänge-Posts mit 75 Büchern (Oh Gott :O)

♥ Mein SuB ist auf 55 Bücher gestiegen und bewegt sich leider seit Monaten immer an dieser Grenze

♥ 25605 Seitenaufrufe

♥ 149 Follower für GFC / 55 Follower über Blog-Connect

♥ Die meistgeklickte Rezension ist "Plötzlich Fee - Sommernacht" (480 Klicks)

♥ Der meistgeklickte Beitrag ist "[Roman in Zitaten] The Hunger Games" (461 Klicks)

♥ Die meistgeklickte Seite ist "Rezensionen"



Noch Fragen? Ich beantworte sie gerne :))


Dienstag, 19. März 2013

[Rezension] Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten (Kerstin Gier)

Titel: Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Band 1 der Edelstein-Trilogie
Verlag: Arena
Genre: Fantasy / Zeitreiseroman
Seiten: 345
Preis: 15,99€ für den Einzelband oder
         39,99€ für die gesamte Trilogie



Klappentext:
Manchmal ist es ein echten Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr wird klar, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!
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Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allen Seiten um.

Rubinrot ist ein fantastischer Zeitreiseroman, der uns nicht nur mit Geheimnissen und Mysterien lockt, sondern auch mit den Problemen einer normalen Jugendlichen und einer Liebesgeschichte, deren Existenz zu Beginn noch sehr zweifelhaft ist. Neben tollen Charakteren glänzt der Roman auch durch wunderbare Schauplätze und Kostüme aus der Vergangenheit, die uns wünschen lassen, auch einmal dabei gewesen zu sein.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Die Farbe des Edelsteins aus dem Titel wird hervorgehoben und die restlichen Motive sind in schwarz gehalten. Die beiden Figuren stellen Gwendolyn und Gideon dar. Dabei passt der Gesichtsausdruck der weiblichen Person besser zu Gwendolyn als der der männlichen zu Gideon. Er wirkt nämlich sehr arrogant und aufgeplustert, was auf dem Cover nicht gut rüberkommt. Die Mimik von Gwendolyns Ebenbild spiegelt genau ihre Gedanken wider, wenn sie mit Gideon zusammen ist.
Der Titel passt sehr gut, da jeder Zeitreisende einem Edelstein zugeordnet ist und Gwendolyn als zwölfte der Rubin ist, der bekanntlich eine rote Farbe hat.

Gwendolyn Shepherd lebt in einer geheimnisumwobenen Familie. Denn sie gehören zur weiblichen Blutlinie eines gut gehüteten Geheimnisses: Sie können durch die Zeiten springen. Allerdings gibt es durch die Jahrhunderte hindurch nur zwölf, die das Zeitreisegen geerbt haben. Schon seit ihrer Kindheit wurde Gwendolyns Cousine Charlotte auf ihren Initiationssprung im Alter von sechzehn Jahren vorbereitet. Doch es passiert etwas Unglaubliches: An jenem Tag, an dem Charlottes Initationssprung erwartet wird, landet ausgerechnet Gwendolyn im London des letzten Jahrhunderts. Nun herrscht das Chaos in der geheimen Loge der Wächter, die unglaublich wichtig tun und glauben, sie könnten die Welt retten. Völlig unvorbereitet springt Gwendolyn immer wieder durch die Zeit, bevor sie endlich ein paar - aber immer noch zu wenige Antworten bekommt: Seit vielen Jahrhunderten gab es immer wieder Zeitreisende, die unkontrolliert durch die Zeit sprangen, bis Graf Saint Germain die Loge der Wächter gründete und sich den Chronografen zunutze machte. Der Chronograf ist ein kleines Gerät, mit dessen Hilfe die Zeitreisenden genau bestimmen können, in welche Zeit sie zurückspringen, damit sie davon nicht überrascht werden. Doch es steht noch mehr hinter der geheimen Loge, als Gwendolyn erzählt bekommt. Und dass sie gemeinsam mit dem arroganten Gideon de Villiers eine Zeitreisemission durchführen soll, passt ihr überhaupt nicht.

Gwendolyn ist ein toller Charakter, in welchen ich mich sofort hineinversetzen konnte. Sie liebt Filme und vergleicht auch andauernd alle möglichen Situationen und Personen mit denen aus Filmen. Sie ist ein aufgewecktes junges Mädchen, welches aber nicht unbedingt sehr beliebt ist. Dafür hat sie eine allerbeste Freundin, der sie alles anvertrauen kann - sogar das Geheimnis ihrer Familie. Obwohl sie nicht gerade unter normalen Umständen aufgewachsen ist, scheint mit Gwendolyn dennoch nicht ganz normal zu sein. Sie kann Geister und Wasserspeier sehen. Wenn sie mit ihnen redet, halten sie alle für verrückt. In ihrer Schule gibt es eine Nische, die der junge James bewohnt. Er weiß nicht, dass er vor vielen, vielen Jahren an Blattern gestorben ist und weist Gwendolyn immer auf ihre schlechten Manieren hin.

Gwendolyn hält sich wirklich wacker, denn innerhalb eines Tages springt sie mehrere Male durch die Zeit und weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Und dann wird sie auch noch zu der Loge der Wächter gebracht und von allen Seiten als Verräterin und Außenseiterin beschimpft. Dabei kann sie gar nichts dafür, dass sie und nicht Charlotte das Zeitreisegen geerbt hat. Dementsprechend ist sie total verwirrt und reagiert den anderen gegenüber abweisend. Als sie dann auch noch auf Gideon trifft, bringt er das Fass fast zum überlaufen. Anstatt ihr zu helfen, sich mit der neuen Situation abzufinden, reagiert er wütend und beschimpft sie, da sie die Fähigkeiten, die Charlotte erlernt hat, nicht im entferntesten beherrscht und eines dieser Durchschnittsmädchen ist. Gwendolyn lässt sich aber nicht unterkriegen und versucht, das Beste aus dieser Situation zu machen.

Gideon hat mich zu Beginn wirklich sehr aufgeregt. Er ist total arrogant, weil er bereits seit zwei Jahren durch die Zeit springt, wichtige Missionen erfüllt und so einiges an Wissen und körperlichen Fähigkeiten auf dem Kasten hat. Seine Ernsthaftigkeit rührt aber wahrscheinlich daher, weil er sein Leben lang auf diese Zeitsprünge vorbereitet worden ist und nie ein normales Leben genießen durfte. Zudem hat er sehr einseitige Ansichten, die ihm von seiner Familie eingetrichtert worden sind. Er ist sehr bestimmend und kommandiert Gwendolyn die ganze Zeit herum, besonders während einer Zeitreise. Er glaubt, sie sei ein hilfloses Kind, welches sich nirgends zurechtfinden könnte. Aber sie beweist ihm schon bald das Gegenteil.

Obwohl sich die beiden zu Beginn überhaupt nicht ausstehen können, müssen sie irgendwie miteinander klarkommen, denn sie müssen gemeinsam eine Zeitreisemission durchführen. Der Chronograf enthüllt ein Geheimnis, wenn das Blut aller zwölf Zeitreisenden eingelesen worden ist. Dazu müssen sie ihre Ahnen in der Vergangenheit aufsuchen und ihnen etwas Blut abschwatzen. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn nicht jeder ist der Meinung, dass dieses Geheimnis enthüllt werden sollte. Deshalb sind vor einigen Jahren die Liebenden Lucy Montrose (abstammend aus Gwendolyns Blutlinie) und Paul de Villiers mit dem Chronografen in die Vergangenheit geflohen. Nun muss alles Blut für den zweiten Chronografen erneut eingesammelt werden.

Viele Charaktere waren mir auf den ersten Blick symphatisch, wie zum Beispiel Mr. George, der auch zu der Loge gehört, oder Madame Rossini, die die Zeitreisenden mit humorvollen Sprüchen und Ansichten einkleidet. Andere wiederum waren sehr geheimnisvoll und sind es auch nach dem Beenden des Buches noch, wie Dr. White oder in vergangener Zeit Graf Saint Germain. Letzterer ist ein alter Mann und wirkt zunächst sehr freundlich, doch seine telekinetischen Fähigkeiten, die Gwendolyn deutlich zu spüren bekommt, sprechen gegen seine freundliche Erscheinung.

Charlotte kann einem wirklich leidtun. Seit ihrer Kindheit wurde sie, genauso wie Gideon, auf die Zeitreisen vorbereitet, musste traditionelle Tänze, Fechten, die verschiedensten Sprachen, Geschichte und Erdkunde lernen. Nie durfte sie mit Freundinnen ausgehen oder einfach mal Spaß haben. Als dann ihr großer Tag da zu sein scheint, ist besonders ihre ehrgeizige Mutter Glenda total aus dem Häuschen. Aber es folgt die riesige Enttäuschung für alle. Ab diesem Punkt zieht sich Charlotte total zurück und taucht kaum noch in der Geschichte auf. Ich hoffe wirklich sehr, dass es ihr bald besser geht und sie ein möglichst normales Leben führen kann.

Die Schauplätze in der Vergangenheit haben mich wirklich beeindruckt. Sie wurden, ebenso wie die Menschen darin, genaustens beschrieben. Und weil die Zeitreisenden sich äußerlich natürlich anpassen mussten, bekommen wir einen Einblick in die Mode der jeweiligen Zeit. Nur zu gerne würde ich den ein oder anderen Trend gerne einmal mitmachen. Beängstigend aber ist die Tatsache, dass man nicht weiß, wo der Zeitreisende genau landet. Normalerweise wird es so geplant, dass er im selben Zimmer nur viele Jahre zuvor erscheint. Aber wenn man nun plötzlich in der Zeit springt, kann es durchaus passieren, dass man irgendwo unbeabsichtigt hineinplatzt. Sehr heikel wird es, wenn man sich auf Brücken oder in höheren Gebäuden aufhält, die in früherer oder auch späterer Zeit anders gebaut oder gar nicht mehr vorhanden sind. Man möchte ja nicht unbedingt mitten in den Themse landen.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Familienbeziehung. Ein Stammbaum zu Beginn des Buches wäre nicht schlecht gewesen. Obwohl man nach einigen Kapitel einen guten Überblick bekommt, ist es doch etwas schwer, jede Person in den Familienstammbaum einzuordnen. Denn fast alle Charaktere gehören entweder zu den Montroses oder zu den de Villiers.

Sehr schön finde ich auch die außergeschichtlichen Passagen und Zeichnungen, die uns vor jedem Kapitel erwarten. Entweder sind es Aufzeichnungen aus vergangener Zeit, ein Überblick über die Zeitreisenden oder ähnliche Beschreibungen, die uns etwas mehr Hintergrundwissen zu der Geschichte liefern.

Rubinrot ist ein fantasievoller Roman, der uns zeigt, wie schnell sich das Leben doch verändern kann und dass man immer einige Person um sich haben sollte, denen man wirklich vertrauen kann. Denn wo Geheimnisse sind, da sind auch böse Menschen, die dieses an sich reißen wollen und dabei über Leichen gehen. Wer hier nun wirklich der Böse ist, weiß man noch nicht. Eines ist aber sicher: Gwendolyn hat Gideon und ihm kann sie vertrauen - durch alle Zeiten.

5 Marshmallows

War da etwa ein Anflug von Humor? Mr-aus-dem-Weg-ich-bin-auf-einer-wichtigen-Zeitreise-Mission machte tatsächlich einen Scherz? (S.227)

"Ja, das ist meine Lieblingsnische, Gordon. Sie ist beleidigt, wenn ich nicht mit ihr spreche." (S.298)


Sonntag, 17. März 2013

[Rezension] Zeitenlos - Der Anfang (Shelena Shorts)

Titel: Zeitenlos - Der Anfang
Autorin: Shelena Shorts
Band 1 der Pace-Reihe
Verlag: Baumhaus (Bastei Lübbe)
Seiten: 363
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch (Taschenbuch)
Preis: 8,99€

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Klappentext:
Von einer unsterblichen Liebe, die in großer Gefahr ist.

Sophie ist gerade mit ihrer Mutter nach Kalifornien gezogen und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann rammt sie beim Ausparken das Auto eines Jungen, der unglaublich charmant und gut aussehend ist. Sophie kann nicht aufhören, an ihn zu denken, aber als sie Weston wiedersieht, merkt sie schnell, dass er etwas vor ihr verbirgt. Warum lebt er allein in einem riesigen Haus? Woher hat er all seinen Reichtum? Und was sind das für Forschungen, die er in seinem Labor durchführt? Die Wahrheit ist so unfassbar, dass Sophie sie zuerst gar nicht glauben kann...
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Gewöhnlich zog mit dem Ende des Sommers eine große Wolke Trübsal auf.

Zeitenlos tritt nicht wie ein gewöhnlicher Zeitreiseroman auf. Wir werden nicht Zeuge von vergangenen oder zukünftigen Erlebnissen und dennoch erwartet uns eine zeitlose Geschichte. Die Geschichte eines normalen Mädchens, das in den Strudel von Ereignissen gezogen wird, weil sie beim Ausparken nicht aufgepasst hat. Die Geschichte eines jungen Mannes, der eine Menge Geheimnisse hütet, sich aber von Sophie nicht fernhalten kann.

Das Cover ist wirklich wunderschön. Obwohl es einfach gehalten ist, wirkt es mit den verschiedenen Farben sehr ansprechend. Das Abbild von Westen passt wirklich wie die Faust aufs Auge und man merkt sofort an seinem Aussehen, dass er aus einer anderen Zeit stammen muss. Sophie sieht auf ihrem Fahrrad wie ein normales Mädchen aus, was sie ja auch ist. Allerdings passt ihr Abbild nicht zu meiner Vorstellung.

Nach vielen, vielen Umzügen und Neustarts an Schulen zieht Sophie mit ihrer Mutter nach Kalifornien. Dort soll alles nun besser werden. Sophie besucht eine Online High School, trifft sich jeden Donnerstag mit ihrer Mutter in einem kleinen Café um mal richtig zu plaudern und genießt ihr neues Leben in vollen Zügen. Als sie nach einem Cafébesuch beim Ausparken nicht aufpasst, rammt sie das vorbeifahrende teure Auto eines gutaussehenden jungen Mannes namens Weston. Er kommt ihr seltsam vor und als sie sich öfters treffen, merkt Sophie, dass er tatsächlich etwas zu verbergen hat. Aber welche Ausmaße dies annimmt, hat sie sich nicht ausgemalt...

Sophie hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Ich konnte mich total in sie hineinversetzen. Zunächst sind da ihre Zweifel und Unsicherheit, weil sie schon wieder in einer Stadt neu anfangen muss und sie vorher immer nur die "Neue" und allein war. Aber nachdem ihre Mutter ihr die Online High School erlaubt hat, scheint alles besser zu sein. Sie kann sich ihre Arbeiten selbst einteilen und nebenbei alles machen, was sie möchte.
Als sie Westons Auto rammt, ist sie sehr verschreckt und auch verwirrt, denn er will nicht, dass sie sich Sorgen macht und fährt einfach davon. Nicht nur wegen seines guten Aussehens denkt sie ständig an ihn. Seine Reaktion ist einfach total untypisch. Man hat das Gefühl, dass er vielleicht doch noch auf sie zurückkommen wird, um sie anzuzeigen oder ähnliches. Aber so ist Weston nicht. Deshalb ist er so faszinierend. Er scheint so viel anders als andere in unserer Welt und Zeit.

Lange bekommen wir keine Antworten von ihm, was manchmal wirklich zum Haareausreißen ist. Man merkt deutlich, dass er etwas verbirgt, weiß aber nicht, was. Seine charmante liebvolle Art verzaubert Sophie und die Leser. Er ist zuvorkommend, aber auch sehr verschlossen. Wenn man aber erst einmal sein Geheimnis und seine Familiengeschichte kennt, versteht man seine Verschlossenheit. Dennoch vertraut er Sophie bald so sehr, dass er ihr das Geheimnis anvertraut.

Da Sophie fest davon überzeugt ist, den Schaden an Westons Auto zu bezahlen, sucht sie sich einen Job in einem kleinen Buchladen in der Stadt. Die Tochter des Besitzers ist zufällig auch in Sophies Online High School. Das hat mich wirklich sehr für sie gefreut, denn sie wirkte immer allein und von anderen ausgestoßen. Nun hat sie auch endlich jemanden, mit dem sie vor Ort über Weston sprechen kann. Denn ihre Freundin Kerry kann sie nur über das Internet oder Handy erreichen.

Sehr viel mehr möchte ich euch auch nicht verraten, denn Westons Geheimnis wird erst sehr spät gelüftet und viele Fragen erst auf den letzten Seiten beantwortet. Ihr müsst das Buch einfach selber lesen :) Es macht großen Spaß, die Entwicklung von Sophie zu sehen, wie sie Vertrauen zu Weston fasst und sich in manchen kritischen Situationen um ihn kümmert. Obwohl das Geheimnis ganz anders ist, als man es erwartet, ist einiges von Anfang an schon vorhersehbar - leider. Natürlich wird aus dem Titel schon ersichtlich, dass es sich um einen Zeitreiseroman handelt und die kleine Vorhersehbarkeit am Anfang nimmt aber nicht die Spannung und Gefühle, die uns im Roman widerfahren.
Bis zur letzten Seite ist das Buch spannend, aber leider wird die Spannung nicht aufgelöst, da es einen wirklich gemeinen Cliffhanger gibt >.<

Zeitenlos ist ein Liebesroman, der mit einigen fantastischen Elementen gespickt ist und den Leser somit zum Miträtseln und Mitfiebern anregt. Die Charaktere sind sehr authentisch, wobei Weston ein wohl nicht erreichtes Männerideal bleiben wird. Der Roman macht Hunger auf mehr Liebe, Geheimnisse und natürlich Antworten.

4 Marshmallows

Donnerstag, 14. März 2013

Neuzugang #26

Letzte Woche ist endlich die Fortsetzung von Dark Canopy erschienen! Leider hat mein Päckchen aufgrund der Wetterbedingungen fast sieben Tage gebraucht... Aber jetzt ist es da :))
Der Schnee sieht ja schon toll aus, wie er so herunterrieselt, aber Mitte März? Nein, danke. Hier war so ein Chaos mit hunderten von Unfällen und stundenlangen Aufenthalten auf der Autobahn, dass alle richtig depressiv werden. Ich will Sonne.

Titel: Dark Destiny
Autorin: Jennifer Benkau
Band 2 der Dilogie
Verlag: Script 5 (Loewe)
Seiten: 462
Genre: Fantasy
Preis: 18,95€

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Klappentext:
Du glaubst, du kannst das Schlimmste verhindern.
Du glaubst, du kannst alle, die dir nahestehen, retten.
Du glaubst, du hast einen Weg gefunden.
Du glaubst, irgendwo gibt es Hoffnung.

                                                                                                             

Montag, 11. März 2013

[Rezension] The Indigo Spell - Bloodlines #3 (Richelle Mead)


Titel: The Indigo Spell
Deutscher Titel: Bloodlines - Magisches Erbe
Autorin: Richelle Mead
Band 3 der Bloodlines-Reihe
Verlag: Razorbill (Penguin)
Seiten: 401
Genre: Urban Fantasy
Preis: 12,95€ (Hardcover)

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ACHTUNG! Dies ist Band 2 der Bloodlines - Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und 2!


Lest hier meine Rezension zu Bloodlines.

Lest hier meine Rezension zu The Golden Lily.


Klappentext:
Sydney Sage is an Alchemist, one of a group of humans who dabble in magic and serve to bridge the worlds of humans and vampires. They protect vampire secrets - and human lives.

In the aftermath of a forbidden moment that rocked Sydney to her core, she struggles to draw the line between the Alchemist teachings and what her heart is urging her to do.

Then she finally tracks down the elusive, enigmatic Marcus Finch - a former Alchemist who the organization denies exists, and who lives in shadows, on the run. With Marcus's help, Sydney realizes that the group she's been loyal to her whole life has been hiding the truth from her. Is it possible that her golden lily tattoo might have more power over her than she thinks?

As she struggles to come to terms with what that might mean, Sydney is compelled to use her growing magical powers to track down an evil magic user who is targeting powerful young witches. Using magic goes against everything she always thought she believed, but she realizes that her only hope is to embrace her special blood - or else she might be next.

Forgiving her own way is harder than Sydney ever dreamed. Maybe by turning off her brain - and following her heart - she'll be able to finalle figure out where she belongs.
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 This wasn't the first time I'd been pulled out of bed for a crucial mission.

In Band 3 der erfolgreichen spin-off Serie Bloodlines geht es langsam aber sicher ans Eingemachte. Nicht nur zwischen Sydney und Adrian knistert es gewaltig, auch gibt uns Richelle Mead endlich Antworten, die Sydneys und damit auch unsere Zweifel an den Alchemisten bestärken.

Das Cover finde ich sehr schön. Die blaue Indigofarbe zusammen mit dem Schriftzug ist einfach wunderschön, da ich blau sehr gerne mag. Aber wieder einmal muss ich die darauf abgebildeten Charaktere bemängeln. Bis auf den linken, Marcus, sehen sie sehr ungesund und seltsam aus. Aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch ;) Der Titel passt auch wieder wunderbar zur Geschichte, wobei es einen "Indigo-Zauberspruch" als solchen nicht gibt. Beide Einzelteile ergeben aber ein passendes Bild.

Nach ihrer Entführung ist Sydney von Menschen, Vampiren und Alchemisten gleichermaßen erschüttert, jedoch bleibt ihr kaum Zeit, sich davon zu erholen. Neben ihrer eigentlichen Hauptaufgabe Jill zu beschützen, begibt sie sich immer tiefer in mysteriöses Terrain. Dank ihrer Lehrerin Mrs. Terwilliger kann sie sich der Magie nicht mehr entziehen und muss bald feststellen, dass sie wirklich viel davon in ihrem Blut trägt. Zeitgleich will sie unbedingt Marcus Finch ausfindig machen, der den Alchemisten entkommen ist und dessen Existenz von denen totgeschwiegen wird. Ein weiterer Hieb ist, dass Mrs. Terwilliger's Schwester, eine mächtige Hexe, junge mit magischen Fähigkeiten ausgestattete Mädchen in eine Art Koma versetzt und ihnen ihre Macht und ihre Jugend aussaugt. Sydney könnte alles unter einen Hut bringen, wären da nicht ihre verwirrten Gefühle für Adrian...

Handlungstechnisch passiert sehr viel in diesem Buch. Dennoch schafft es Richelle Mead, den Leser nicht zu verwirren und immer auf dem Laufenden zu halten, ohne zu viele Geheimnisse zu verraten. Dabei geht ihr fantastischer Humor, der besonders durch Adrian zum Ausdruck kommt, nicht verloren.

Sydney hat im Vergleich zu Band 1 und 2 eine große Entwicklung durchgemacht. Ist sie in Band 1 noch panisch vor Adrians magischen Heilkräften davongerannt, so führt sie nun selbst Zaubersprüche durch. Dies ist wirklich bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass sie ihr ganzes Leben mit einer anderen Sichtweise erzogen worden ist. Demnach ist es auch sehr schwer für sie, das zu glauben, was sie von Marcus Finch erfährt. Aber es gibt genügend Beweise für seine Anschuldigungen. Und auch als Marcus Sydney die Befreiung von den Alchemisten anbietet, kann sie nicht zusagen. Tief in ihrem Inneren geht es dabei aber nicht um die Alchemisten, sondern um ihre Arbeit mit Jill, Eddie und Adrian. Sie hat die drei sehr lieb gewonnen und könnte es nicht ertragen, ohne sie zu sein. Auch wenn sie das nicht zugeben will. Sie ist eben ein Sturkopf.
Sydney ist ein sehr authentischer Charakter, in den man sich als junge Frau gut hineinversetzen kann. Ihre Gefühle zu Adrian wurden immer zurückgedrängt, weil er ein Vampir und diese Beziehung gegen ihre Natur ist. Aber da sie nun all das akzeptiert hat, kann sie ihm näherkommen und dabei bemerkt sie, dass dies genau das ist, was sie möchte.

Adrian brilliert wieder durch seinen Humor und seine Ritterlichkeit. In Band 1 und 2 wirkte er oft sehr unreif, auch wenn dies sehr witzig war. In Band 3 allerdings zeigt er mehr Ernsthaftigkeit, nicht zuletzt da er sich Sorgen um Sydney macht. Um es kurz zu sagen: Er ist einfach zum Knutschen. Er hat einen fantastischen Humor, ist gegenüber Frauen ein Gentleman und hat dabei immer seinen eigenen Kopf und eine eigene Sichtweise auf die Dinge.

Marcus Finch hat mich allerdings etwas enttäuscht. Aber es wäre kein Roman von Richelle Mead, wenn er ein richtiger Revolutionär gewesen wäre. Marcus erfuhr so einige Geheimnisse über die Alchemisten und fand Wege und Mittel, ihren Zwang zu brechen. Seitdem ist er zusammen mit sich ihm Angeschlossenen auf der Flucht. Er kommt mir vor wie ein kleiner Spinner, der eine Teenager-Rebellenphase durchmacht. Kaum etwas, das er tut, hat Hand und Fuß, weshalb Sydney auch große Zweifel an ihm hat. Natürlich öffnet er ihr die Augen, aber einfach blind etwas zu tun, ohne über die Folgen nachzudenken ist nicht Sydneys Art. Es ist seine Art. Er glaubt, er könne mit drei anderen Mitstreitern die Alchemisten-Welt verändern.

Noch in Band 2 haben mich die Szenen mit Sydney und Mrs. Terwilliger nicht sehr gereizt, aber diesmal ware es ganz anders. Die Lehrerin gibt uns nun viel mehr Einblicke, in ihr "Hexen-Leben" und welche magischen Fähigkeiten sie hat. Sie will Sydney unbedingt vor ihrer Schwester beschützen und gibt ihr deshalb fast täglich Aufgaben, damit sie sich in einem Notfall mit Magie verteidigen kann. Da dies mit Sydneys besonderer Entwicklung verbunden ist, haben mir diese Magie-Szenen sehr gut gefallen.

Im Gesamten hat mir das Buch sehr gut gefallen, obwohl natürlich noch nicht alle Geheimnisse gelüftet worden sind. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und wie sich Sydney am Ende entscheiden wird - bleibt sie bei den Alchemisten, die ihr Leben bedeuten und immer bedeutet haben oder geht sie ihren eigenen Weg, der vermutlich sehr steinig sein wird?
Besonders interessiert mich natürlich, wie es zwischen ihr und Adrian weitergeht. Zu Zweit sind sie einfach ein Traumpaar, das leidenschaftliche Gefühle füreinander hegt, aber ab und zu doch sehr hitzige und humorvolle Diskussionen führen kann, da beide wirkliche Sturköpfe sind.

In The Indigo Spell bricht Sydney nun entgültig mit den traditionellen und feindlichen Ansichten der Alchemisten und versucht, sich eine eigene Meinung zusammenzupuzzlen. Dabei wird sie von allen Seiten beeinflusst, aber auch unterstützt. Liebe, Loyalität, Magie, aber auch Selbstfindung sind die großen Themen des Romans und machen Durst auf mehr.

5 Marshmallows

"Everything about her has to do with me." (S.117)

"Just something kicking around in my head. Reminds me of you. Fiery and sweet, all at the same time. A flame in the dark, lighting my way." (S.175)