Sonntag, 1. Dezember 2013

[Reviews] Buchkurzgeplapper #1

Bei manchen Büchern schafft man es nicht, eine Rezension zu schreiben und nach einer Weile weiß man nicht mehr alles so genau, weshalb ein kurzes Buchgeplapper hilfreich sein kann. Hin und wieder kommt es auch vor, dass das Buch recht kurz ist, weshalb man gar nicht so viel dazu sagen kann. Deshalb wird es ab und zu ein gesammeltes Buchkurzgeplapper von mir geben.

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Das Phantom der Oper ist eines der bekanntesten Musicals der Welt. Ich habe zwar den Film gesehen, da die Geschichte zeitgleich wunderbar wie auch grausam klingt, aber ich war nie so besessen davon, die Geschichte in allen Einzelheiten auszulegen. Als ich das Buch dann bei einem Fest für nur einen Euro entdeckte, wagte ich einen Versuch. 
Ich muss dazu sagen, dass ich das Buch inzwischen vor über einem halben Jahr gelesen habe. Die französischen Namen sind mir damals so wie auch jetzt nicht mehr geläufig, dazu ist mir die französische Sprache einfach zu kompliziert. 
In der berühmten Pariser Oper geht ein Phantom um. Zumindest reden sich das die Darsteller ein. Die Besitzer der Oper glauben nicht an solche Hirngespinste. Aber bald müssen sie einsehen, dass es wohl doch ein Phantom gibt.
Die Geschichte dreht sich um die wunderschöne Christine, die keine großen Rollen spielt und immer nur im Hintergrund der Bühne agieren darf. Aber offensichtlich will das Phantom genau sie für die Hauptrolle der nächsten Oper haben. Dafür fordert es Geld und die Freihaltung der besten Loge im Saal. Schon bald geben die neuen Besitzer der Oper nach, denn das Phantom kann ganz schön ungemütlich werden...
Hier und da gab es sehr zähe Stellen im Buch, durch die man sich richtig quälen musste. Die vielen Charaktere scheinen nicht unbedingt alle etwas miteinander zutun zu haben und doch findet jeder Raum im Roman. Die wohl berühmteste Szene aus Das Phantom der Oper findet schon sehr früh statt - der Kronleuchter stürzt auf die Bühne und der aktuelle Opernstar wird dabei verletzt. Dass das Phantom ein Fan von Christine zu sein scheint und ihr wahres Talent erkennt und fördern will, ist lobenswert, allerdings ist der Hass auf es total verständlich, denn seine Methoden sind nicht gerade gentlemen-like. Immer wieder hört man, dass das Phantom bemitleidenswert ist, allerdings kommt es im Buch ganz anders rüber. Es ist furchterregend, besitzergreifend und grausam. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie Christine Gefühle für es entwickeln konnte. Vermutlich wirklich nur aus Mitleid. Denn in Wahrheit liebt sie ihren besten Freund Raoul de Chagny. Diesen empfand ich als sehr symphatisch und angenehm. Er tut alles für seine Freunde und versucht auch, Christine aus den Fängen des Phantoms zu befreien.
Bis auf den jungen Lord gibt es leider kaum große Anziehungspunkte zum Buch. Die Musik in Musical und Film macht wohl doch am meisten aus ;) 
Deshalb vergebe ich für Das Phantom der Oper 3 von 5 Marshmallows.
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Es gibt die verschiedensten Meinungen über Harald Glööckler. Nun ja, er ist ein Mensch mit besonderen Eigenschaften und einem besonderen und eigenen Auftreten. Aber ich sage mit Stolz: Ich bin ein Fan. Natürlich schießt mir auch ab und zu der Gedanke durch den Kopf, dass sein Aussehen doch manchmal etwas übertrieben ist. Aber es ist, was ihm gefällt. Auch wenn andere Leute Negatives über ihn sagen oder über sein Aussehen lästern, er bleibt sich treu und tut alles, um sich selbst zu gefallen.
Schon in seiner Serie "Glööckler, Glanz und Gloria" auf Vox zeigte er dem deutschen Publikum erstmals Ausschnitte aus seinem Privatleben und wie viel Zeit und Energie er in seine Leidenschaft - die Mode - investiert.
In seiner Biografie Harald Glööckler wird er ganz privat und berichtet von intimsten Momenten in seinem Leben. Erstmals kommt er auch auf seine Kindheit zu sprechen.
Harald Glööckler wächst in einfachen Verhältnissen auf. Allerdings ist sein Leben alles andere als einfach. Sein Vater ist Alkoholiker und schlägt ihn und seine Mutter regelmäßig. Oft landet seine Mutter deshalb auch im Krankenhaus.
Schon immer war er fasziniert von Mode und wie diese in bestimmten zeitliche Trends an die Öffentlichkeit gebracht worden ist. Er setzte sich ein großes Ziel, welches für einen kleinen Jungen fast unerreichbar zu sein scheint: Er möchte ein großer Modedesigner werden und alle Frauen dieser Welt zu Prinzessinnen machen.
Auch wenn seine Kreationen in Mode und Schmuck sehr außergewöhnlich und ab und zu auch protzig wirken, so hat er dieses Ziel meiner Meinung nach erreicht. Harald Glööckler berichtet von seinen Anfängen, wie er mit seinem Freund Dieter kleine Geschäfte eröffnete, nächtelang an seinen Modekreationen nähte und diese exklusiv verkaufte. Sie verschuldeten sich immer wieder um prachtvolle Modeschauen zu veranstalten, die in besonderen Locations stattfanden. Harald Glööckler hat eine Vision und dieser ist er treu geblieben. Selbst wenn er nicht genug Geld hatte, er macht keine halben Sachen. Er glaubt an das, was er tut und das ist wirklich bewundernswert. Durch seine außergewöhnlichen Arbeiten und die Auftritte in der Öffentlichkeit lernt er große Persönlichkeiten kennen, die ihm bei seiner Karriere weiterhalfen. Hin und wieder musste er aber auch herbe Rückschläge erleiden. Aber das hat ihn nie aus der Bahn geworfen.
So außergewöhnlich und vielleicht "andersartig" Harald Glööckler auch sein mag, er hat eine Vision, die er mit allen Mitteln verfolgt. Er ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus, sondern arbeitet erst recht dann noch härter und länger, um noch besser zu werden. Diese Eigenschaft ist wirklich bewundernswert und wir können uns alle eine Scheibe davon abschneiden!
Ich vergebe der Biografie von Harald Glööckler 5 von 5 Marshmallows.
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Mara Lang hat wirklich eine Begabung für die Gestaltung fremder Welten. Sie bringt sie uns so nah, dass wir uns als Teil der Geschichte fühlen. Exklusiv für den Impress-Verlag von Carlsen schrieb sie die Geschichte Der Puls von Jandur.
Sie beginnt eigentlich total normal und plötzlich macht sie eine so rasante Wendung, dass man gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Matteo, den ich als Macho bezeichnen würde und der nicht unbedingt beliebt bei seinen Mitschülern ist, fällt aus allen Wolken, als er an einem normalen Montagmorgen herausfindet, dass er unsichtbar ist. Er trifft auf die quietschbunte und quirlige Squirra Lith, die ihn als Einzige sehen kann und sie bringt ihn in das geheimnisvolle Königreich Jandur. Allerdings wacht er dort in einem anderen Körper auf und findet sich zwischen den Fronten zweier verfeindeter Völker wieder...
Mara Lang präsentiert uns eine unglaublich tolle und einzigartige Geschichte. Sie entwickelt Welten, die wir so noch nicht kennen und das ist ein echtes Talent! Das Hauptaugenmerk liegt auf dem sogenannten Puls. Jedes Wesen hat eine Energie in sich - gewissermaßen eine Seele und diese wird als Puls bezeichnet. Matteo wacht in einem anderen Körper auf, weil er in seiner Welt nur noch als Puls umhergewandert ist. Deshalb konnte ihn auch niemand sehen. Und er ist ein ganz besonderer Puls - der Lichtpuls von Jandur. Er hat besondere Kräfte und ist mächtiger als andere Pulse. Allerdings macht ihn das auch zu einem wertvollen Gut, weshalb er in Jandur ständig auf der Flucht ist. Es gibt ziemlich genau drei Charaktere, die Matteo beeinflussen wollen und die immer wieder für Überraschungen sorgen: Lith, Lord Nador und Königin Dylora. Man erfährt allerlei über sie, allerdings weiß man überhaupt nicht, wer hier der Böse ist und wem man trauen kann. Matteo beschließt, Lith und Dylora zu vertrauen.
Derweilen gibt es eine große Gefahr, die über Jandur schwebt: Die Quellbruderschaft, eine Art religiöse Sekte, unterwirft die Menschen und tötet jeden, der nicht an den Heiligen Quell glaubt. Immer wieder werden Menschen in einer Quell-Zeremonie ausgewählt und verschwinden. Matteo ist der Einzige, der Jandur retten kann. Aber wem kann er vertrauen und wie soll er das schaffen?
Die Geschichte hat mich total eingenommen und sie war wahnsinnig schnell zuende! Allerdings gibt es einen kleinen Kritikpunkt von meiner Seite aus: Die Erklärungen, die natürlich lange auf sich warten lassen, welche berichten, wie die Probleme in Jandur entstanden sind und wir man mithilfe der Weltenspirale durch die verschiedenen Welten hüpfen kann, konnte ich mir trotz der Beschreibungen leider nicht genau bildlich vorstellen. Dennoch ist die Geschichte ein wahrer Lesegenuss und Mara Lang lässt uns mit einer regelrechten Schocknachricht am Ende zurück. Ich kann kaum noch auf Band zwei warten!
Für meinen Kritikpunkt gibt es einen kleinen Abzug. Ich vergebe an Der Puls von Jandur 4 von 5 Marshmallows.
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Die Verlassenen ist das Prequel zur Trilogie von Amanda Stevens, die mit Totenhauch ihren Anfang hat. Normalweise schrecken mich solche Geschichten eher ab, aber ich habe einen Versuch gewagt und wurde nicht enttäuscht. Die Mystik und Spannung sind kaum zu überbieten, obwohl das Buch nicht sehr viele Seiten hat.
Ree Hutchins arbeitet neben ihrem Studium in einer berühmten Psychatrischen Klinik. Ihre Lieblingspatientin ist eine alte Dame names Violet Tisdale. Doch es umgibt sie ein Geheimnis. Am Abend, als Violet verstirbt, belauscht Ree unbeabsichtigt ein Gespräch zwischen dem Leiter der Klinik, Dr. Farrante, und einem weiteren Mann. Es scheint so, als wurden an Violets Mutter vor vielen, vielen Jahren Experimente durchgeführt und Violet sei ihr ganzes Leben grundlos in der Klinik gewesen. Ree möchte dieses unheimliche Gespräch und die daraus resultierende Drohung vergessen, doch sie wird erwischt und befindet sich von nun an auf der Abschussliste des Doktors. Plötzlich findet sich Ree auch mit Geistern konfroniert. Sie fühlt sich nicht mehr sicher...
Ein Gruselfaktor ist natürlich die Geschichte um Violet und ihrer Mutter. Offenbar gab es einen Familienstreit, weshalb ihre Mutter in jungen Jahren in die Klinik gesperrt wurde. Wegen der Folter und den Experimenten ist sie gestorben und hinterließ eine Tochter, die in der Klinik geboren wurde - Violet. Sie verbrachte ihr ganzes Leben in der Klinik, nur damit das Geheimnis nicht herauskommt.
Weiterhin sorgen die seltsamen Erscheinungen für Gänsehaut. Ree hat auf einmal das Gefühl, dass sie von einem Geist verfolgt wird. Sie träumt seltsame Dinge und findet sich mitten in der Nacht auf einem Friedhof wieder. Dort trifft sie auch auf Hayden, der seit Jahren nächtelang auf Friedhöfen nach Geistern sucht. Er will ihr helfen und wird zu einer richtig symphatischen und begehrenswerten Figur. Er hilft Ree herauszufinden, was es mit dem Order of the coffin and the claw auf sich hat, dem der Doktor offenbar angehört. Die Geschichte sorgt nicht nur für ordentlich Gänsehaut, sondern auch für viele Überraschungen, die uns unsere Menschenkenntnis noch einmal überdenken lassen. Sie macht mich wirklich neugierig auf die Trilogie.
Ich vergebe an Die Verlassenen 5 von 5 Marshmallows.
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1 Kommentar:

  1. Krass, dass es über Glööckler schon eine Biografie gibt. :-) Ich muss zugeben, ich bin sehr gespalten, was ihn angeht. Einerseits bin ich kein großer Fan von Schönheits-OPs und finde er sieht zu künstlich aus. Andererseits finde ich, er ist eine echt interessante Type und solche Menschen sind immer eine Bereicherung der Kulturlandschaft. Ziemlich schräg, der Gute, aber insgesamt schon ziemlich sympathisch.

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