Samstag, 7. September 2013

[Rezension] The Mortal Instruments #5 City of Lost Souls (Cassandra Clare)

Titel: City of Lost Souls
Autorin: Cassandra Clare
Band 5 der The Mortal Instruments Reihe
Verlag: Walker Books
Seiten: 543
Genre: Fantasy/Romance
Preis: 7,00€

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ACHTUNG! Dies ist Band 5 der The Mortal Instruments-Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1, 2, 3 und 4!

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Klappentext:
Jace is now a servant of evil, bound for all eternity to Sebastian. Only a small band of Shadowhunters believe he can be saved. To do this they must defy the Clave. And the must act without Clary. For Clary is playing a dangerous game uttlery alone. The price of losing is not just her own life, but Jace's soul. Clary is willing to do anything for Jace, but can she still trust him? Or is he truly lost? What price is too high to pay, even for love?
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Simon stood and stared numbly at the front door of his house.
 
Mit einem gewaltigen Kracher ließ Cassandra Clare City of Fallen Angels enden und obwohl man wieder Hoffnung schöpfte, wurde diese in einem einzigen Augenblick der Unachtsamkeit zunichte gemacht. Sebastian, Valentine's Sohn und Clary's Bruder weilt wieder unter den Lebenden und will sein Werk zuende führen. Und ausgerechnet Jace ist ein wichtiges Puzzleteil in seinem grausamen Plan...

Das Cover ist wirklich wunderschön! Es zeigt Jace und Clary und das sogar den Beschreibungen im Buch treu. Die leuchtenden Runen passen perfekt zu den beiden, sie sind eben durch und durch Schattenjäger. Allein das altbekannte, nervige Zitat von Stephenie Meyer prankt wieder einmal mitten auf den Charakteren...
Der Titel passt diesmal besser als zu Band vier. Obwohl es nicht um eine Stadt geht, findet man die verlorenen Seelen wieder. Zumindest geht es um dieses Thema, denn Jace scheint seine Seele an Sebastian zu verlieren.

Da Jace nicht mehr von den Schwüren des Schutzes umfangen ist, war es ein leichtes für Sebastian, ihn mit Lilith's Kraft und Blut an sich zu binden. Der Clave versucht natürlich alles, um Sebastian zu finden und ihn zu töten. Allerdings nehmen sie dabei keinerlei Rücksicht auf Jace, der durch eine böse Verbindung alles erleidet, was mit Sebastian passiert.
Clary, Isabelle, Simon, Alec und Magnus suchen derweil nach einem anderen Ausweg, Sebastian zu erledigen, ohne Jace mit hineinzuziehen. Allerdings scheitern ihre Versuche und Clary kapselt sich immer mehr ab. Sie entschließt sich zu einem eigenen Plan: Sie schließt sich Sebastian und Jace an um ihre Pläne zu erfahren, während die anderen unter Zeitdruck eine himmlische Waffe finden wollen, die den einen tötet, den anderen aber am Leben lässt...

Die Tatsache, dass Jace nun an Sebastian gebunden ist, war schon schlimm genug. Aber dass sie sogar körperlich so verbunden sind, dass die Verletzungen des Einen auch auf den Anderen übergehen, ist ein fantastischer Schachzug von Cassandra Clare, mit welchem sie die Ausgangssituation für City of Lost Souls erzeugt. Allein diese Tatsache treibt die Geschichte voran. Denn obwohl alle dasselbe Ziel haben - Sebastian wieder in die Hölle zu schicken - können sich nicht alle dazu durchringen, für dieses Ziel auch Jace zu opfern. Dies ist natürlich absolut verständlich. Und genau das ist der Knackpunkt des Buches: Wie weit würde man gehen und was würde man opfern, um die Person, die man liebt, zu retten? Ist es wirklich in Ordnung, wenn man einen Krieg riskiert, bei dem die meisten Menschen sterben würden, nur um den Freund vor dem Tode zu bewahren?

Diesmal schafft es Cassandra Clare besser, die Probleme und Beziehungen der einzelnen Charakter mit der großen, gemeinsamen Handlungen zu vereinbaren. Denn nun sitzen unsere inzwischen gut bekannten Helden in einem Boot zusammen und die Spannung spitzt sich immer weiter zu. Die Ausweglosigkeit, die zu Beginn herrscht, ist fast mit Händen greifbar und möchte jeden umarmen und trösten. Aber natürlich sprechen wir hier von furchtlosen Schattenjägern und guten Freunden und somit es nicht verwunderlich, dass sie alles daransetzen, ihren Freund und Bruder zu retten. Dabei lassen sie sich sogar auf einen Handel mit der Königin der Feen ein, was sich als keine gute Idee herausstellt. Als Clary im Institut nach den Ringen sucht, die die Königin der Feen verlangt, laufen ihr Sebastian und Jace über den Weg. Diese Begegnung löst etwas ihn ihr aus. Nicht nur den Drang, einem eigenen Plan zu folgen, sondern auch eine Trübseligkeit. Denn Jace ist nicht mehr ihr Jace.

Als Clary sich den beiden anschließt und die einzige Verbindung zu ihren Freunden der Ring ist, mit dem sie über Gedanken kommunizieren kann, lernt man nicht nur etwas über Sebastian's teuflische Pläne. Man lernt Sebastian besser kennen und auch den neuen Jace. Ihre veränderten Charaktereigenschaften sind auf ihre Verbindung zurückzuführen und es gibt immer wieder Situationen, in denen man überrascht wird. Jace ist immer noch total in Clary verliebt und kümmert sich um sie. Allerdings hat man ihn in den vorherigen Büchern so gut kennengelernt, dass man genau merkt, dass er nicht er selbst ist. Gegenüber Sebastian ist er sehr unterwürfig und glaubt alles, was er tue, sei richtig. Er gibt niemals Widerworte und fügt sich allem. Außerdem drängt er sich Clary in einer Art und Weise auf, wie er es zuvor niemals gemacht hätte, auch wenn er bei ihrer Ablehnung aufhört.

Sebastian dagegen fällt, so seltsam das auch klingt, viel positiver auf, als wir ihn in Idris kennengelernt haben. Er war durch und durch böse, hätte alles in Kauf genommen, um seine Ziele zu erreichen. Diese sind ihm nun auch sehr wichtig, aber die Art und Weise wie er sich verhält ist beinahe schon unheimlich. Er will unbedingt, dass Clary ihn als Bruder akzeptiert und an seiner Seite kämpft. Er nimmt sie vor Dämonen und Vampiren, mit denen er verhandelt, als seine Schwester in Schutz, damit ihr nichts passiert. Er ist sogar ziemlich nett zu ihr, obwohl wir das nicht so wahrnehmen wollen. Immerhin hat er Max getötet und möchte die Welt zum Schlechteren verändern. Wenn auch anders als sein Vater. Er wünscht sich Anerkennung und Dankbarkeit von den Menschen, die die Schattenjäger seit Jahrhunderten beschützen. Aber dazu möchte er eine neue Rasse von Schattenjägern erschaffen, die von Dämonen und nicht von Engeln abstammen.
Clary's Abneigung gegen ihn ist absolut verständlich, aber in der ein oder anderen Situation sind sie wie normale Geschwister und das ist das Unglaubliche daran. Sie können niemals Geschwister sein, auch wenn sie es durch ihr Blut bleiben. Ihre Ideale sind völlig verschieden und als Sebastian das merkt, wird er wieder ganz anders. Und diese zweite Veränderung, gepaart mit seiner Nettigkeit sind absolut unheimlich und erschreckend.
 
Die anderen Charaktere kommen natürlich auch nicht zu kurz. Doch die kurze Freude, die alle am Ende von City of Fallen Angels für sich inne hatten, währt nicht lange. Bei Simon und Isabelle ist es glasklar, dass sie sich lieben und zusammengehören, aber sie wollen es sich selbst nicht eingestehen - oder dem anderen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie glauben, ihre Zugehörigkeit hindere sie daran, ein Paar zu sein. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn sie bald über ihren Schatten springen könnten. Sogar für ihre Freunde ist ihre Liebe zueinander offensichtlich. Aber Isabelle scheint immer noch etwas eifersüchtig darauf zu sein, wie viel Clary Simon bedeutet. Sie hat Angst, ihn an Clary zu verlieren, obwohl er über sie als seine Liebe hinweg ist.
Simon wird für mich sowieso immer ein wichtigerer Part in der Buchreihe. Auch in Band fünf treibt er wieder die Handlung voran, weil er Clary mit allem, was er hat, unterstützen und beschützen will. Dazu geht er sogar Risiken ein, die sein Leben fordern könnten. Aber er ist ja auch kein normaler Vampir, sondern ein Daylighter und absolut unglaublicher Freund.

Die Spannung in City of Lost Souls ist permanent gegeben und kaum auszuhalten. Auch die Charakterentwicklung wird vorangetrieben und man kann sich als Leser daran erfreuen, wie sehr sie füreinander einstehen und alles riskieren, um einen Freund zu retten. Dabei wird aber natürlich auch klar, dass man sich entscheiden muss: Zwischen dem größeren Gemeinwohl und dem eigenen Wohl. Aber wer kann schon verlangen, dass man einen Freund und Bruder tötet, nur um ein Gemeinwohl zu wahren? Was wäre das Leben, wenn es nicht so wäre? Obwohl es ihre Pflicht ist, als Schattenjäger an das Gemeinwohl zu denken, überwiegt oft ihre Zuneigung zu Jace. Und das ist auch gut so. Denn es gibt andere Wege, die Cassandra Clare aufzeigt.

City of Lost Souls bereitet auf das große Finale der Reihe vor, ohne die Spannung zu nehmen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es noch besser werden könnte. Der große Kampf zwischen Schattenjägern und Sebastian steht bevor und jeder hat seine Geheimwaffen. Aber wer wird siegen? Und können Jace und Clary nach allem, was sie durchgemacht haben, endlich wieder zueinander finden und auch zusammen bleiben?

5 Marshmallows

1 Kommentar:

  1. Hallo Dani, danke das du bei meinem Gewinnspiel mit machst :-) Also bisher hatte ich nich kein Bloggertief und hab noch genauso viel Spaß wie am Anfang :-D

    LG Scatty

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