Sonntag, 1. September 2013

[Rezension] The Mortal Instruments #4 City of Fallen Angels (Cassandra Clare)

Titel: City of Fallen Angels
Autorin: Cassandra Clare
Band 4 der The Mortal Instruments Reihe
Verlag: Walker
Seiten: 435
Genre: Fantasy
Preis: 8,70€
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ACHTUNG! Dies ist Band 4 der The Mortal Instruments-Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1, 2 und 3!

Lest hier meine Rezension zu City of Bones!
Lest hier meine Rezension zu City of Ashes! 
Lest hier meine Rezension zu City of Glass!

Klappentext:
Clary is back in New York and life is good: she's training to be a Shadowhunter and is finally able to call Jace her boyfriend. But nothing comes without price. When Jace inexplicably begins to pull away from her, Clary is forced to acknowledge that she herself has set in motion a chain of events that could lead to the loss of everything she loves. Even Jace...
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"Just coffee, please."

Im vierten Band der The Mortal Instruments Reihe entwickeln sich die Charaktere noch weiter und stoßen an ihre Grenzen. Auch wenn ihre Handlungen nichts miteinander zutun zu haben scheinen, treffen sie sich alle in einem Punkt, der sich dann als schockierendes und spannendes Finale entlädt.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut! Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Stadt, die in Flammen steht. Die roten und gelben Farbtöne erzeugen sofort ein Gefühl, dass im Buch etwas Schlimmes passieren muss. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Personen nicht so sehr ansprechen. Sie sehen einfach zu extrem computeranimiert aus. Zwar kann ich mir ungefähr denken, wer der Junge sein soll, sicher bin ich mir auch nach dem Beenden des Buches aber nicht.
Der Titel passt zu den anderen der Reihe und lässt etwas Geheimnisvolles und Spannendes vermuten. Allerdings ist mir nicht klar, was die Stadt der gefallenen Engel sein soll. Sie wird nicht erwähnt und obwohl ich mir öfters auch mal eine sehr freie Interpretation genehmige, fällt mir hierzu keine ein...

Nachdem Clary und Jace die Wahrheit über ihre Familien erfahren haben und es ein packendes Finale am Lake Lynn mit Valentine gab, kehren unsere Helden zurück nach New York. Alles scheint nun besser zu werden: Clary und Jace sind ein glückliches Paar; Jocelyn und Luke werden heiraten; Alec und Magnus sind auf einem Liebesurlaub und Simon vergnügt sich mit Maia und Isabelle als Freundinnen.
Doch schon sehr bald kommt es zu Problemen: Jemand tötet Schattenjäger und scheint damit einen erneuten Pfahl zwischen Schattenjäger und Unterweltler treiben zu wollen. Simon erfährt immer wieder Zurückweisungen, da er als Vampir nicht mehr in seinen normalen Alltag zurückkehren kann und muss sich zwischen Raphael und Camille, den Großen Vampiren von New York, entscheiden. Und auch Jace verhält sich immer merkwürdiger und nimmt Abstand zu Clary, doch er vertraut keinem an, warum...

Generell hat mich dieser Band nicht ganz so sehr überzeugen können, wie City of Glass. Es gab am Ende eine wirklich schockierende Auflösung, aber es hätte nach meinem Geschmack ein bisschen mehr Action geben können. Es ist dennoch eine Menge Rätselspaß gegeben. Warum verhält sich Jace gegenüber Clary plötzlich so abweisend? Was wird passieren, wenn Maia und Isabelle herausfinden, dass Simon sie beide als Freundinnen hat? Wer ist für die getöteten Schattenjäger verantwortlich? Kann nun alles normal weitergehen wie vorher?
Zunächst versucht uns Cassandra Clare wieder einen Alltag für alle Charaktere näherzubringen. Aber schnell wird klar, dass sie in ihrem Zustand und nach allem Erlebten nie wieder normal vor sich hinleben können. Besonders merkt man das bei Simon. Auf ihm liegt der Schwerpunkt des Buches, was ich ganz großartig finde! Er ist nicht nur der Menschenfreund von Clary, der einfach zurückgelassen oder als Vampir vielleicht doch getötet wird. Er ist ein wichtiger Teil der gesamten Geschichte und treibt die Handlung voran!

Simon fühlt sich ziemlich fehl am Platz. Obwohl er Clary's bester Freund ist, mit Isabelle ausgeht und sich mit allen gut versteht, ist er immer noch ein Vampir und damit eher ein Wesen der Abweisung für Schattenjäger. Es liegt einfach in ihrer Natur, so übereinander zu denken. Zwar sagen sie es nie laut, aber in manchen Handlungen merkt man doch sehr, dass sie einfach nicht auf einer Stufe stehen. Zu Haus kann er natürlich auch keine große Hilfe erwarten. Das ist eine wirklich traurige Situation, in der der sich befindet. Andauernd muss er sich vor seiner Mutter verstecken und Ausreden erfinden, um nicht essen zu müssen. Aber sie ist ja nicht dumm. Als sie ihn zur Rede stellt und er ihr die Wahrheit sagt, ist ihr die Ungläubigkeit und Abweisung der der Hass richtig ins Gesicht geschrieben. Deshalb traut sich Simon auch nicht mehr dorthin zurück. Er kann es nicht ertragen, dass seine Mutter hasst, was er ist. Das könnte vermutlich niemand. 

Das Leben für Clary ist nach der Rückkehr immer besser geworden. Sie kennt nun die Wahrheit über ihre Familie und versteht sich wieder besser mit ihrer Mutter. Sie kann nun endlich ein richtiges Training für Schattenjäger beginnen. Außerdem muss sie sich keine Sorgen mehr über ihre Gefühle für Jace machen, denn er ist gar nicht ihr Bruder. Diese Tatsache hat mich schon in City of Glass jubeln lassen. Gott sei Dank wurden meine Wünsche erhört! Ich hätte es auch wirklich nicht noch länger ausgehalten, wenn die beiden wirklich Geschwister gewesen wären. Jace's gutgelauntes, sarkastisches und leicht arrogantes Wesen ist wieder zurückgekehrt und als Leser erfreut man sich wirklich daran, ebenso wie an der Leichtigkeit der Beziehung zwischen ihm und Clary. Allerdings beginnt er sehr bald, sich von ihr zurückzuziehen. In diesem Fall befinden wir uns in derselben Situation wie Clary: Wir wissen nicht warum und das sehr, sehr lange nicht. Es macht wütend und traurig, dass er trotz aller Liebe zu Clary nicht offen sein kann. Daran merkt man, dass er wirklich noch an Valentine und dessen Erziehung hängt und nicht glaubt, dass er sich ändern könnte. Für Clary müsste er das aber auch gar nicht und das will er nicht verstehen.

Zunächst empfand ich es als sehr verwunderlich, dass Jace plötzlich so an Simon's Fersen geklebt hat. Dieser lebt seit der Entühllung vor seiner Mutter bei dem neuen Bandkollegen Kyle. Jace lungert andauernd in deren WG herum und entschuldigt sich damit, dass er Simon's Leibwächter ist. Denn Simon wird seit einigen Tagen verfolgt und angegriffen. Das Mal des Cain, welches Clary ihm in Idris auf die Stirn gemalt hat, macht ihn jedoch unantastbar. Außerdem ist er ein Vampir, weshalb er eigentlich keinen Schutz bräuchte. Aber natürlich sucht Jace nur nach Ausreden, um sich von Clary fernzuhalten. Meiner Meinung nach ist dies aber nicht der einzige Grund. Simon ist Clary's bester Freund und das schon seit Beginn der Schule - Simon erinnert sich oft an früher - und deshalb denkt Jace wohl, dass er durch Simon ein Stück von Clary bei sich haben kann. Seine Ansicht, er wäre zu gefährlich für Clary und könnte sie verletzen, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Natürlich ist es furchtbar, was ihm in seinem Leben widerfahren ist und vielleicht hat er Angst, dass ihm das Einzige, was er liebt und was positiv ist, nicht verdient hat oder es verlieren wird. Dazu sei er zu sehr wie Valentine. Aber Clary macht ihm seit Anfang an klar, dass sie das nicht so sieht. Aber er will sie einfach nicht verstehen oder ihre Sicht auf ihn akzeptieren.

Cassandra Clare überrascht mit einem spannenden und packenden Finale, in dem viele Stränge in einer Art und Weise zusammenlaufen, in der man es nicht vermutet hätte. Jeder muss seine Entscheidungen treffen. Aber diese werden in der Regel, wie wir schon von unzähligen Büchern und Filmen wissen, nicht immer für das Gemeinwohl getroffen, sondern aus Zuneigung zu anderen Personen.
Jedoch hätte etwas mehr Action im Buch verteilt, der Geschichte gut getan. Das Hauptaugenmerk, bis auf das Finale, liegt wieder auf der Entwicklung der Charaktere und das Zuarbeiten auf das Finale. Dennoch hat mir das Lesen Spaß gemacht und ich liebe die von Cassandra Clare erschaffene Welt!

City of Fallen Angels zeigt, dass sich die Charaktere nicht einfach so wieder in ihren Alltag einfinden können. Nach einem schönen und positiven Einstieg häufen sich immer mehr die Probleme, denen sich unsere Helden stellen müssen. Doch sie ahnen zu Beginn noch nicht, dass die Gefahr größer ist, als alles, was sie vermutet haben.

5 Marshmallows

"It means," he said, "that love is the most powerful force in the world. That love can do anything."
(S.82)

 Nothing is free. Everything has to be paid for. 
(S.205)

"[...] Don't bother her, don't try to talk to her, don't even look at her, or I'll fold you half so many times you'll look like a tiny little origami werewolf."
(S.301)

1 Kommentar:

  1. Viel. Viel zu viel ist passiert, ungern möchte ich das auf einem Blog erklären.

    Liebe Grüße
    Melanie

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