Dienstag, 17. September 2013

[Review] Adara und der Eisdrache (George R. R. Martin)

Titel: Adara und der Eisdrache
Autor: George R. R. Martin
Kurzgeschichte
Verlag: cbj
Seiten: 125
Genre: Fantasy
Preis: 5,95€

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Klappentext:
Adara wusste nicht mehr, wann sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Ihr schien, dass er schon immer ein Teil ihres Lebens gewesen war, ein Traum im tiefsten Winter, der auf durchscheinenden blauen Flügeln über den kalten Himmel schwebte. Eisdrachen waren selten, selbst in jeden Zeiten...


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Von allen Jahreszeiten mochte Adara den Winter am liebsten, denn wenn es kalt wurde, kam der Eisdrache.

Normalerweise bin ich nicht so der Typ für Kurzgeschichten. Zwar brauche ich auch nicht regelmäßig die dicksten Schinken, die die Buchwelt zu bieten hat, aber etwas ausführlicher sollte es doch dann schon sein. Allerdings habe ich gerade jetzt festgestellt, wie leicht und schön es sich anfühlt, eine wunderbare Geschichte innerhalb von einer Stunde lesen zu können. Man muss sich keine wichtigen Details oder Weltgeschichten merken oder welche Charaktere wie zueinanderstehen. Man muss sich einfach hineinfallen lassen. Es ist fast wie eine kleine Gute-Nacht-Geschichte mit etwas Spannung und Fantasie. Besonders hat mir die Gestaltung im Buch gefallen mit all den handgefertigten Zeichnungen.

Das Cover ist wirklich unglaublich schön. Ich liebe sowieso Blau in all ihren Varianten und natürlich passt sie perfekt zu einem Eisdrachen. Ein Wesen, welches wir als solches nicht kennen und welches auch unter normalen Fantasieliebhabern nicht allzu bekannt ist. Dann doch eher die "normalen" Drachen. Der Titel erinnert mich an so manches Kinder- und Jugendbuch. Es gibt einen wichtigen Teil der Geschichte preis, aber man muss sich voll uns ganz auf die Geschichte einlassen, weil man nicht weiß, was genau einen erwartet.

Adara wohnt mit ihrem Vater und ihren Geschwistern Teri und Geoff in einem kleinen Dorf. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und ihr Vater gibt ihr die Schuld daran. Zwar liebt er sie sehr, kann es aber nicht so zeigen. Adara, die nie wirklich mit Gleichaltrigen zurechtkam, liebt den Winter. Nicht nur, weil sie ein Wintermädchen ist, sondern weil sie dann endlich wieder ihren Eisdrachen wiedersieht. Sie kann auf ihm reiten und sehnt sich das ganze Jahr danach.

Da Adara im kältesten Winter seit vielen, vielen Jahren zur Welt kam und ihre Mutter bei der Geburt starb, halten sich die meisten von ihr fern. Sie ist ein Wintermädchen mit blasser Haut und blauen Augen. Adara liebt den Winter und baut stundenlang große Burgen aus Schnee und lässt Eisdechsen darin wohnen. Bei allen anderen würden diese empfindlichen Geschöpfe durch die Körperwärme sterben. Aber nicht bei Adara. Deshalb kann sie auch den Eisdrachen, der von allen im Dorf gefürchtet ist, berühren und sogar auf ihm reiten. Es ist eine innige Freundschaft, die keine Worte braucht. Sie sind füreinander da und brauchen niemand anderen als sich. Das ist eine wirklich schöne Botschaft, besonders für junge Leser. Man muss sich nicht immer anpassen, damit man Freunde findet. Man muss einfach man selbst sein und es wird jemand kommen, der einen so akzeptiert und liebt, wie man ist.
Und schon bald zeigt sich, wie sehr sie einander vertrauen und brauchen, denn der Krieg scheint verloren und die Feinde kommen mir ihren Feuerdrachen ins Dorf, um alles zu zerstören. Und Adara's Eisdrache nimmt alles in Kauf, um sie zu beschützen...

Adara und der Eisdrache ist eine sehr berührende Geschichte zweier ungleicher Freunde, die immer füreinander da sind. Trotz der wenigen Seiten schafft es George R. R. Martin, eine fantastische Welt und tolle Charaktere zu erschaffen, die uns noch nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben.

5 Marshmallows


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