Montag, 5. August 2013

[Rezension] The Selection (Kiera Cass)

Titel: The Selection
Deutscher Titel: Selection
Autorin: Kiera Cass
Band 1 der Selection-Trilogie
Verlag: Harper Teen
Seiten: 327
Genre: Fantasy / Romanze
Preis:  7,10€ (englisches TB)
        16,99€ (deutsches HC)


Klappentext:
For thirty-five girls, the Selection is the chance of a lifetime.

The opportunity to be swept up in a world of glittering gowns and priceless jewels. To live in a palace and compete for the heart of gorgeous Prince Maxon.
But for America Singer, being Selected is a nightmare. It means turning her back on her secret love with Aspen, who is a caste below her, and leaving her home to enter a fierce competition for a crown she doesn't want.
Then America meets Prince Maxon. Gradually, she begins to realize that the life she's always dreamed of may not compare to a future she never imagined.
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When we got the letter in the post, my mother was ecstatic.

The Selection ist ein dystopischer Roman, der uns nicht in eine gesellschaftlich abgerutschte und katastrophal regierte Welt bringt. Der Fokus liegt auf den Gefühlen des Menschen, ohne uns über die Welt komplett im Dunkeln zu lassen oder uns mit weinenden, kreischenden und heimtückischen jungen Mädchen zu überladen.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut! Obwohl nur zwei Farben dominierend sind, wirkt es auffallend und irgendwie farbenfroh. Das Mädchen, welches ohne Zweifel unsere Protagonistin America ist, versteck ihr Gesicht hinter ihrem Arm. Dies hat vermutlich den Grund, dass sie gar nicht bei dieser Auswahl teilnehmen wollte und sich eher im Hintergrund halten will. Entweder stellen die anderen, wie sie gekleideten Mädchen ihr Spiegelbild dar oder es handelt sich um ihre Mitkonkurrentinnen.
Der Titel passt natürlich optimal zur Geschichte, wobei man noch nicht ganz genau erahnen kann, was im Laufe des Buches passieren wird. Die Gestaltung des Titels mit der Krone ist sehr gelungen und ein echter Augenschmaus.

Amerika gibt es nicht mehr. Nach vielen Kriegen ist es nun das junge Land Illéa. Die Menschen leben in strikten Gesellschaftsschichten, die durch Nummern getrennt sind. Mitglieder der königlichen Familie sind Einsen, Obdachlose, die nicht gut in der Gesellschaft stehen, sind Achten. Für den Prinzen wird es Zeit, sich eine Frau auszusuchen und um das Land zu stärken, soll es eine Bürgerliche sein. Alle Sechzehn- bis Zwanzigjährigen werden daher eingeladen, sich für die sogenannte Auswahl zu bewerben. Fünfunddreißig Mädchen werden ausgesucht, für einige Zeit im Palast zu leben und die Gunst von Prinz Maxon zu gewinnen.
America Singer ist eine Fünf und überhaupt nicht an diesem Wettkampf interessiert. Denn sie liebt Aspen, eine Sechs. Ihre Treffen müssen immer heimlich sein, da ihre Beziehung vor dem Gesetz verboten ist.
Umso schockierender ist es, als America's Name im Fernsehen genannt wird und sie in den Palast ziehen muss...

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Sendungen wie Der Bachelor oder Catch The Millionaire. Aber ich muss sagen, dass mich die Geschichte doch sehr gereizt hat. Und ich wurde absolut nicht enttäuscht! Obwohl wir nicht allzu viel von dem dystopischen Land Illéa erfahren, bekommen wir klare Strukturen vom Leben dort. Der Fokus liegt ganz klar nicht auf einer gesellschaftlichen Kritik oder einem rebellischen Verhalten gegen das System. Es geht wirklich um Gefühle und Romantik, wobei das Buch überhaupt nicht langweilig ist und mit einigen Überraschungen und Wendungen prahlen kann.

Abgesehen davon, dass mir ihr Name nicht gefällt, ist America ein toller Charakter! Sie ist nicht nur eine leidenschaftliche Liebhaberin und fürsorgliche Person, sondern auf eine richtige Freundin! Sie ist seit zwei Jahren heimlich mit Aspen zusammen, der eine Gesellschaftsschicht unter ihr ist. Natürlich ahnen ihre Familien nichts davon, denn die Konsequenzen ihrer Liebe wären fatal. Umso schlimmer ist es für America, dass sie einen Brief erhält, um sich für die Auswahl zu bewerben und somit auf die Chance, die zukünftige Königin von Illéa zu werden. Da sie zu Hause sehr glücklich ist, kommt die Bewerbung für sie überhaupt nicht in Frage. Aber ihre kleine Schwester May, die Romantik und das Königshaus liebt und besonders ihre Mutter drängen sie dazu. Und als Aspen ihr auch noch dazu rät, tut sie es. Zwar ist sie völlig davon überzeugt, dass ihr Name sowieso nicht gezogen wird, aber sicher sein kann sie sich nicht. Deshalb ist sie auch schockiert, als ihr Name unter den Auserwählten fällt.

Im Grund könnte man sagen, dass Aspen für all das Schlamassel verantwortlich ist, in dem sich America bald darauf wiederfindet. Man merkt, dass er wirklich in sie verliebt ist und alles für sie tun würde. Allerdings ist er auch sehr stolz. Er wendet sich immer von ihr ab und ist wütend, wenn sie ihm einen Gefallen tut, der mit Geld zutun hat. Denn seiner Meinung nach sollte er derjenige sein, der ihr Gutes tut. In dieser Situation reagiert er total über, denn er macht Schluss mit America.
Hier wird auch klar, dass sie einen Schlussstrich ziehen muss, wenn sie die Gunst von Prinz Maxon gewinnen will. Aber ob sie das will, weiß sie nicht, denn ihr Herz hängt immer noch an Aspen.

Prinz Maxon ist ein wirklicher Herzensbrecher. Und dabei weiß er das noch nicht einmal. Außerdem ist er auch ein ziemlicher Anfänger, was Mädchen angeht. Sein größtes Dilemma ist es, wenn sie weinen. Dann weiß er absolut nicht, was er tun soll. Dennoch merkt man auch, wie ernst er das Leben als Prinz nimmt und seine regierenden Tätigkeiten nicht außer Acht lässt, obwohl fünfunddreißig Mädchen in seinem Palast wohnen, um die Eine für ihn zu werden. Seine zwei Seiten kommen oft zum Vorschein und natürlich gefällt einem als Leser die lockere viel besser. Und besonders locker und fast schon ungehalten wird er in Gesellschaft von America. Schon ihr erstes Aufeinandertreffen ist herrlich mitanzusehen.

Diese fast schon typische Beziehung zwischen Prinz Maxon und America finde ich einfach wunderbar! Da sie Aspen einfach nicht hinter sich lassen kann, aber lange im Wettbewerb dabei sein möchte, damit ihre Familie so lange wie möglich Geldschecks erhält, bietet sie Prinz Maxon einen Deal an. Sie wird seine beste Freundin, Augen und Ohren bei den anderen Mädchen und im Gegenzug wird er sie so lange wie möglich im Palast behalten, um ihrer Familie zu helfen. Dies ist natürlich ein gewagter Schritt von America. Immerhin weiß sie nicht, wie er darauf reagieren wird, denn er sucht ja eine Frau und keine beste Freundin. Dennoch scheint ihm genau das zu gefallen und es ist von Anfang an klar, dass sich zumindest von seiner Seite aus mehr als nur Freundschaft entwickeln wird. Aber ihre Treffen machen einfach Spaß! Sie wirken wirklich wie beste Freund und können sich alles erzählen und anvertrauen.

Die positiven Entwicklungen der Figuren sind schön anzusehen und auch, dass America trotz des Wettbewerbes Freundinnen findet, die sie zu Hause nie hatte. Die Geschichte enthält nicht das typische Liebesdreieck, welches wir in fantastischen Romanen oft finden und obwohl es hauptsächlich um Gefühle geht, ist das Buch überhaupt nicht langweilig. Es gibt nicht nur Intrigen unter den Mädchen. Immerhin befinden wir uns in einer dystopischen Welt ;)

The Selection ist ein Der Bachelor nachempfundener Wettbewerb, der aber absolut ins Positive umschlägt und uns mit Romantik, Freundschaft und Spannung am Ball hält. Besonders gut daran gefällt mir auch die Tatsache, dass es um ein Königshaus geht.

5 Marshmallows

We couldn't afford the luxury of wants. We had needs.
(S.31)

Kommentare:

  1. Ich möchte das Buch unbedingt noch lesen, jetzt nach dem Lesen deiner Rezi sogar noch mehr... :D Es wird bestimmt eines der nächsten Bücher sein, die ich kaufe... :)

    Liebe Grüße, Selina

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  2. Ich habe gerade den 2. Band ausgelesen und bin einfach hin und weg von der Reihe. Eine so tolle Geschichte (Ob wohl ich nicht so gerne romantisches lese) die nicht langweilig wird und einach Charme hat. :)
    Bin schon gespannt was du zu "The Elite" sagst.
    Lg Nina

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