Montag, 26. August 2013

[Rezension] The Mortal Instruments #3 City of Glass (Cassandra Clare)

Titel: City of Glass
Autorin: Cassandra Clare
Band 3 der The Mortal Instruments Reihe
Verlag: Walker
Seiten: 492
Genre: Fantasy/Romance
Preis: 8,70€
 
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ACHTUNG! Dies ist Band 3 der The Mortal Instruments-Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und 2!

Lest hier meine Rezension zu City of Bones!
Lest hier meine Rezension zu City of Ashes! 
Klappentext:
Amid the chaos of war, the Shadowhunters must decide to fight with the vampires, werewolves and other Downworlders - or against them. Meanwhile Jace and Clary have their own decisions to make: should they pursue the love they know is forbidden?
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The cold snap of the previous week was over; the sun was shining brightly as Clary hurried across Luke's dusty front yard, the hood of her jacket up to keep her hair from blowing across her face.
Cassandra Clare legt die Messlatte mit City of Glass sehr, sehr hoch. Es ist ein spannungsgeladener Band, der bisher mein Favorit der Reihe ist. Geheimnisse werden gelüftet, Charaktere entwickeln sich weiter und müssen schwierige Entscheidungen treffen und die Welt der Schattenjäger scheint an ihre Grenzen zu stoßen.
Das Cover gefällt mir zwar nicht so gut wie das von Band 2, aber es sieht trotzdem toll aus. Die Farbkombination von braun-rötlich und blau ist ein echter Hingucker! Zudem kann man ganz schwach Engelsflügel hinter der abgebildeten Person erkennen. Ich habe so meine Theorien, wer es sein könnte, möchte hier aber niemanden spoilern ;)
Der Titel passt diesmal wie die Faust aufs Auge, denn fast das gesamte Buch spielt in Alicante, der City of Glass. Diese ist übrigens ein fantastischer Ort, den ich selbst gerne einmal besuchen würde.

Nachdem Clary Madeleine getroffen hat, will sie nur noch eines: Nach Idris' Hauptstadt Alicante, der City of Glass, reisen und Ragnor Fell finden, der ihre Mutter aus dem tiefen Schlaf erwecken kann. Nach einer zeitaufwendigen Anreise, die durch Jace Überfürsorge ausgelöst worden ist, kommt es aber immer zu weiteren Problemen: Jace spricht kaum noch mit ihr und ist sogar richtig wütend auf sie. Zu allem Überfluss ist Ragnor Fell tot und die Stadt wird von Valentine's Dämonenarmee angegriffen...

Am Ende von Band 2 scheint Clary endlich eine Lösung gefunden zu haben, ihre Mutter zu retten. Doch ausgerechnet Jace wirft ihr dabei Steine in den Weg. Denn er tut alles dafür, damit Clary nicht nach Alicante reist. Das finde ich ziemlich gemein von ihm. Immerhin hatte er nie eine liebende Mutter in seinem Leben, auch wenn das jetzt hart klingt. Aber da wir alle Jace ja sehr mögen, gehen wir einfach mal davon aus, dass er es zu Clary's Schutz getan hat. Allerdings läuft alles gründlich schief. Während Jace und die Lightwoods mit einem Portal nach Idris reisen wollen, werden sie von Dämonen angegriffen und ausgerechnet Simon wird von Jace gerettet. Dabei ist es Unterweltlern nicht gestattet, ohne Erlaubnis nach Alicante zu reisen. Und schon findet er sich im Gefängnis wieder.
Obwohl Clary Jace dafür verantwortlich macht, bin ich mir ziemlich sicher, dass er Simon nur retten wollte. Immerhin kümmert er sich darum, dass er ihn so bald wie möglich befreien kann und er genügend Blut zur Verfügung hat.

Clary hat mir teilweise ziemlich leidgetan. Obwohl Jace ihr absolut klargemacht hat, dass er nur ihr Bruder ist, kann sie ihre Gefühle für ihn nicht verstecken. Natürlich bemerkt man hin und wieder, dass er ganz genauso fühlt. Aber als er seiner Wut Luft macht, da Clary mit einem eigenen Portal nach Alicante gereist ist, hätte ich ihn ohrfeigen können. Er wirft Clary allerlei gemeiner Sachen an den Kopf und an ihrer Stelle hätte ich langelang nicht mit ihm gesprochen. Nur weil er ein Problem mit seinem Vater Valentine hat, kann er diese Gefühle doch nicht an ihr auslassen! 
Es gibt einige wirklich heftige Wendungen im Buch und diese haben mir teilweise wirklich den Mund offen stehen gelassen. Cassandra Clare schafft es immer wieder uns zu überraschen, obwohl wir die Charaktere inzwischen eigentlich zu kennen glauben. Aber sie zeigt uns, das wir das eigentlich doch nicht tun. Die Charaktere überraschen sich und uns.

Schon seit Band 1 habe ich mir gewünscht, dass die Geschichte mal in der City of Glass Alicante spielt. Und es ist absolut großartig! Es ist tatsächlich wie eine andere Welt, in der alles normal, aber doch so anders für uns ist. Cassandra Clare hat eine absolute Begabung für detailliertes Beschreiben und Festhalten ihrer Vorstellungen. Ich konnte jedes Detail der Stadt vor mir sehen, als würde ich selbst durch die Straßen laufen, die so viel Geschichte und Tradition beherbergen.
In Einklang damit geht natürlich auch der Clave, der über die Schattenjäger herrscht und für Recht und Ordnung sorgt. Wo in den vorherigen Bänden noch viel Theorie herrschte, gibt es nun die Praxis! Und man merkt, dass die erwachsenen Schattenjäger nicht viel mehr Ahnung haben, als ihre Kinder. Sie halten an Traditionen fest und wollen kaum etwas Neues ausprobieren, weil sie Angst haben. Doch schon bald zeigt sich, dass es nicht immer Schattenjäger gegen alle heißen muss.

Da der Angriff der Dämonen recht zeitig im Buch stattfindet, ist eine absolut spannender Hauptteil gegeben, der uns in Atem hält. Da wir immer abwechselnd bei den verschiedenen Charakteren dabei sind, teilen wir ihre Angst um Familie und Freunde. Wir wissen nicht, wer verletzt oder sogar getötet worden ist. Und es zeigen sich einige wahre Gesichter, was mich absolut schockiert hat.
Valentine verfolgt immer noch sein Ziel, die Mortal Instruments zusammenzusammeln. Was genau er mit ihnen vorhat, weiß man bis dato noch nicht. Allerdings weiß man eines sicher: Sobald klar wird, was er vorhat, kann man ihn einfach nur für verrückt erklären. Und nach allem, was man über sein früheres Leben erfährt, ist es sonnenklar, dass er aufgehalten werden muss und tatsächlich nicht mehr klar denken kann.

Es gibt einige Enthüllungen, die mich teilweise haben jubeln lassen, mich aber auch sehr wütend gemacht haben. Valentine ist absolut verrückt und schreckt vor nichts zurück. Nachdem Clary und Jace auf dem Anwesen der Waylands etwas über ihre Vergangenheit herausfinden, hätte ich sie am Liebsten in den Arm genommen. Auch wenn sie schon vieles durchgemacht haben, eine solche Enthüllung ist einfach zu viel für die Nerven eines jeden. Kein Wunder also, dass Jace wieder in seine alte Rolle verfällt und Valentine sucht und fest entschlossen ist, ihn diesmal auch zu töten.
SPOILER! Man merkt erst am Ende, wie sehr Jace tatsächlich unter Valentine gelitten hat. Denn er macht seit der vermeitlichen Enthüllung, dass dieser sein Vater ist, kaum mehr bissige oder sarkastische Kommentare. Erst im Epilog ist er wieder der Alte mit seiner lockeren Art. Das merkt man sofort.SPOILER!
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen! Cassandra Clare geht hierbei mehr auf die Charaktere ein und auch auf bestimmte Aspekte der Handlung, anstatt diese einfach zu überladen. Es macht Spaß, den Charakteren bei ihren Abenteuern beizustehen und die Entwicklung jedes Einzelnen zu beobachten. Denn jeder geht in eine andere Richtung und doch bleiben sie alle zusammen. City of Glass ist bisher mein Lieblingsband der Reihe.
City of Glass ist eine spannungsgeladene Fortsetzung, die mehr auf die Charaktere eingeht und aus jeder Handlung ein Puzzleteil für das große Ganze macht. Enthüllungen und Handlungen fügen sich zu einem Puzzle zusammen, welches aber noch längst nicht gelöst ist, da immer wieder neue Teile hinzukommen.
 
5 Marshmallows

"[...] Even I can't fight off a hundred Forsaken."
"And yet," Simon said, "I bet it pains you to admit that."
(S.41)

You could say anything you wanted to someone you thought you were never going to see again.
(S.316)

"I am a man," he told her, "and men do not consume pink beverages. Get thee gone, woman, and bring me something brown."
"Brown?" Isabelle made a face.
"Brown is a manly color," said Jace, [...]
(S. 486)

1 Kommentar:

  1. So ein Käse, warum bin ich die Einzige der das Buch nicht gefallen hat? :D

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