Sonntag, 14. Juli 2013

[Rezension] Schokolade für dich (Sheila Roberts)

Titel: Schokolade für dich
Autorin: Sheila Roberts
Einzelband
Seiten: 373
Genre: Romanze
Preis: 8,99€
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Klappentext:
Aus der Traum! Samanthas "Sweet Dreams Chocolates" steht vot der Pleite. Weder mit geballtem Charme noch mit ihren süßen Kreationen kann sie den Bankdirektor Blake Preston verführen. Jedenfalls nicht zu einem Kredit. Trotzdem gibt sie nicht auf. Ein großes Schokoladenfestival soll Geld in die leeren Kassen bringen. Erstaunlicherweise wird sie bei der Planung von Blake tatkräftig unterstützt. Logisch, dass man sich dadurch näherkommt. Aber niemals würde Samantha sich in einen Banker verlieben - auch wenn er noch so sexy ist...


Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Mira Taschenbuch Verlag ♥



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Sorge dafür, dass es in deinen Beziehungen gut läuft, dann läuft auch dein Geschäft.

Mit Schokolade für dich verzaubert uns Sheila Roberts mit einer fantastischen Mischung aus Schokolade und Liebe. Zu Beginn jeden Kapitels gibt sie uns sogar noch Ratschläge in Form von Zitaten aus den Büchern einer ihrer Charaktere. Alles, was sich eine Frau wünscht, ist in diesem Buch enthalten.

Das Cover des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Obwohl das Buch im Februar spielt, weckt es in mir ein Sommergefühl mit seinen warmen Farben. Die beiden Personen verkörpern perfekt die zwei Hauptthemen der Geschichte: Schokolade und Liebe. Der Titel spiegelt diese Themen ebenfalls wider.

Samanthas Stiefvater ist gestorben. Doch anstatt in Tränen auszubrechen, würde sie ihn am liebsten ausbuddeln und noch einmal in den Tod schicken. Denn er hat ihr Schokoladengeschäft Sweet Dreams Chocolate in den Ruin getrieben und Samantha ist die Einzige, die aus diesem Schlamassel herauskommen muss. Da ihr der arrogante Banker Blake Preston keinen Aufschub des Kredites gewährt, versucht sie ihr Glück mit einem kurzweilig geplanten Schokoladenfestival, welches die Kassen wieder füllen soll. Doch immer wieder taucht Blake auf und Samantah kann sich ihm nicht mehr lange entziehen.

Die Idee des Buches hat mich sehr begeistert. Es ist genau die richtige Rahmenhandlung für einen Schokoladenliebhaber wie mich. Ein Schokoladenfestival auszurichten wäre auch etwas für mich, vor allem soll es der ganzen Stadt nützen, was sehr gut ist.
Besonders schön finde ich die Zitate zu Beginn jedes Kapitels. Es sind Zitate aus veröffentlichten Büchern von Samanthas Mutter. Sie schrieb früher regelmäßig über die Vereinbarung zwischen Karriere und Liebe.

Samantha war mir zu Beginn nicht gerade sehr symphatisch, dennoch konnte ich mich gut in ihre Situation hineinversetzen. Ihr Stiefvater wollte unbedingt die Geschäftsführung von Sweet Dreams Chocolate übernehmen und nach seinen Tod kommt heraus, dass er massenweise Rechnungen und Kredite nicht bezahlt hat. Natürlich wäre ich an Samanthas Stelle auch furchtbar wütend, aber sich dann zu wünschen, er würde noch leben, nur damit sie ihn eigenhändig ins Grab befördern kann...?
Samantha bedeutet die Firma sehr viel mehr als ihrer Familie, auch wenn diese sie immer unterstützt. Sie ist eben der Typ, der ein Geschäft am Laufen halten kann. Und somit ist es nicht verwunderlich, dass sie alles daransetzt, um die Pleite zu verhindern.

Ganz so einfach hat sie es dabei aber nicht. Der Banker, der ihr die Kreditrückzahlung weiter hinausschieben könnte, ist ausgerechnet der arrogante Blake Preston, der angesagteste Footballspieler und Mädchenschwarm ihrer Schulzeit. Und er kann ihr dies nicht gewähren. Es scheint sogar so, dass er immer auftaucht, wenn es einen Funken Hoffnung gibt und diesen auspustet. Obwohl ich ihn deswegen nicht unbedingt leiden konnte, wird bald seine wahre Natur zum Vorschein kommen. Denn in Wirklichkeit versucht er Samantha so gut es geht zu helfen und lenkt oftmals aus dem Hintergrund die Fäden.

Würde Samantha das wissen, wäre sie nicht immer so wütend und schnippisch ihm gegenüber, aber dann wäre das alles auch nur halb so lustig. Für Blake dagegen muss es wirklich frustrierend sein, dass er Samantha immer hilft, sie ihn aber wie eine widerliche Krankheit behandelt, die ihre Firma befallen hat.
In diesem Zusammenhang finde ich es sehr schade, dass die versprochene Liebesgeschichte mehr schlecht als recht zu erkennen war. Zwar gibt es einige Szenen, die deutlich daraufhin zeigen, dennoch bleibt es für mich eher eine "Firmen-Rettungs-Geschichte".

Cecily und Bailey, Samanthas Schwestern, haben mir sehr gut gefallen. Sie leben schon seit einigen Jahren nicht mehr zu Hause und dennoch sind sie sofort zur Stelle, wenn ihre Familie sie braucht. Bei den Vorbereitungen zum Schokoladenfestival sind sie Feuer und Flamme und denken sich alle möglichen Events und kreativen Dinge aus. Im Gegensatz zu Samantha. Hier merkt man wirklich den Unterschied, dass sie eine Business-Frau ist und ihre Schwestern freiere Geister, die sich auch einmal inspirieren lassen.

Samanthas Mutter ist sehr lange von Trauer und Einsamkeit gezeichnet. Erst verlor sie ihren Mann und dann auch noch ihren zweiten. Tagelang liegt sie im Bett, ohne jegliche Motivation aufzustehen und etwas zu tun. Falls sie es dann doch einmal tut, fragt sie sich, wozu das alles. Sie verbreitet eine sehr negative Stimmung, wobei man ihren extremen Kummer natürlich verstehen kann. Aber nicht einmal von ihren lebensfrohen Kindern lässt sie sich aufmuntern. Später jedoch macht sie eine sehr schöne Entwicklung durch. Je mehr sie über ihr Leben nachdenkt, desto klarer wird ihr, dass sie total abhängig von ihren Männern war. Dass sie fast nie etwas alleine gemacht hat und vor allem keine Ahnung von finanziellen Dingen hat. Irgendwann macht es klick bei ihr und sie findet ihren Lebensmut wieder. Sie plant voller Eifer das Schokoladenfestival mit und lässt sich finanziell beraten, um endlich richtig auf eigenen Beinen zu stehen.

So sehr mir Samantha auch mit ihrem Ehrgeiz imponiert hat, so sehr enttäuscht sie mich leider immer wieder im Buch. Ihre Situation mag nicht einfach sein und ihre wirren Gefühle gegenüber Blake machen es auch nicht einfacher, aber dennoch verkriecht sie sich immer wieder in ihrem Zuhause und weint vor sich hin. Ab und zu darf sie das natürlich - jeder darf mal kurz zusammenbrechen und weinen - aber bei ihr häuft sich das leider sehr. Obwohl sie mit dem Schokoladenfestival einen sehr guten Plan hat, den fast die gesamte Stadt überstützt, versinkt sie immer wieder in Selbstmitleid und das ging mir mit der Zeit ein wenig auf die Nerven.

Einen weiteren Kritikpunkt muss ich noch anbringen. Das gesamte Buch über wurde das Schokoladenfestival vorbereitet, geplant und aufgebaut - mit guten und schlechten Momenten. Doch leider kam mir dieses eigentliche Event viel zu kurz. Zwar wird von den Aktivitäten und Veranstaltungen gesprochen und hin wieder einmal hineingeschaut, dennoch war nicht viel davon mitzukriegen. Besonders aus dem Schokoladenball am Abend hätte man so einiges herausholen können, besonders auch für die leider nicht ganz vorhandene Liebesgeschichte. Doch der Ball wird nur kurz angerissen, weil Samantha mal wieder zu Hause sitzt und weint. Das ist wirklich sehr schade.

Obwohl ich genau die zwei Hauptthemen des Buches in der Umsetzung kritisiere, hat es mir Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen. Die Vorbereitungen zu dem Schokoladenfestival haben mich total angesteckt und ich hatte selbst Lust dazu, ein Event zu organisieren ;)

Schokolade für dich ist ein echter Lesespaß mit verschiedenen Charakteren und ihren Lebensgeschichten. Obwohl die versprochene Liebesgeschichte nicht wirklich auftritt und auch das Event des Buches, das Schokoladenfestival, zu kurz kommt, hat mir das Lesen viel Freude bereitet.


 4 Marshmallows

1 Kommentar:

  1. Hi there :)
    Hast du vielleicht Lust bei meiner ersten Lesenacht auf meinem Blog The Call of Freedom & Love nächste Woche mitzumachen? Ich suche noch Blogger die Lust hätten und teilnehmen :) Denn je mehr umso besser.
    Schau doch einfach mal bei mir vorbei :) Ich würde mich freuen wenn du mitmachst :)

    † Ines
    -> Fantasy-Lesenacht die Erste - Lesen bis Einhörner auftauchen

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