Mittwoch, 3. April 2013

[Filmreview] Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten

Nachdem mich die gesamte Trilogie unglaublich begeistert hat, musste ich natürlich den Film sehen. Schon vorher habe ich mir die ein oder andere Meinung zu ihm durchgelesen und war zunächst skeptisch. Aber die erste Hälfte des Films hält sich wirklich nah ans Buch, was mir sehr gefallen hat. All die wunderbaren Szenen visuell zu sehen, hat mich wirklich gefreut und die Schauspieler haben alle ihr Bestes gegeben und gepasst (außer Veronica Ferres, die mag ich nicht ;P).

Vorsicht! Aber hier gibt es Spoiler zu Buch und Film!

In der zweiten Hälfte des Films war ich zwar auch gebannt, aber die meiste Zeit etwas verwirrt. Hätte ich nicht schon vorher alle drei Bücher gelesen, hätte ich wohl nichts mehr verstanden. Zudem wurden sehr viele Szenen in falscher Reihenfolge gezeigt oder einfach dazu erfunden - obwohl die Szene mit der Kuppel und dem Innenhof durchaus Charme und Spannung hatte. In den Büchern war alles wohl durchdacht und jede Begegnung in der Vergangenheit oder Gegenwart hatte eine Bedeutung und wurde später noch einmal aufgegriffen und erklärt. Im Film allerdings wirkten diese wie Lückefüller. Den Schlüssel, den im Film Gwendolyn um den Hals trägt, als Geschenk ihrer Mutter, ist nicht die Lösung des Truhenrätsels in Smaragdgrün. Dieser Karte ist nun verspielt. Als Gwendolyn in der erfundenen Szene vom Dach stürzt und im Innenhof festsitzt, ist der Schlüssel passend für den Ausgang. Nicht schlimm, sofern der kleine Robert ihr nicht gesagt hätte: "Lucy hat gesagt, du hast einen Schlüssel." Woher bitte schön wusste Lucy, dass Gwendolyn eines Tages dort hinunterstürzt und was hat Robert mit Lucy zutun?
Natürlich ist mir bewusst, dass nicht alles genauso wie im Buch sein kann, aber es ist immerhin eine Buchverfilmung. Leslie hat mir gut gefallen, aber im Buch ist sie blond mit Sommersprossen und nicht dunkelhäutig ^.^
Charlotte hat mir im Laufe des Films besser gefallen, allerdings wirkte sie zu anfangs sehr gekünstelt, als ob sie krampfhaft versucht, gemein zu sein, obwohl das in den Büchern ihre Natur ist. Und was hat sie am Anfang bei dem Schwindelanfall denn für ein Kostüm bekommen? Ich musste bei dem Hut fast laut loslachen :)
Wer mich - nicht nur äußerlich - sondern auch schauspielerisch zu 100 Prozent überzeugt hat, ist Gideon. OH MY.... Da muss man aufpassen, dass man nicht sabbert. Er ist genauso, wie ich ihn mir in den Büchern vorgestellt habe: Zunächst arrogant und überhaupt nicht von Gwendolyn begeistert, aber schließlich auch sehr fürsorglich. Und die Strähne hängt im Gesicht - jawoll!
Die witzigen Momente, die mir im Buch solchen Spaß gemacht haben, wurden glücklicherweise mit eingebunden und auch fantastisch umgesetzt, zum Beispiel die Begegnung von Gwendolyn mit dem Grafen von Saint Germain, als sie in Gedanken die Nationalhymne singt.
 Mr. Whitman und James kamen mir dagegen zu wenig vor, obwohl James wirklich witzig war :)
Im Großen und Ganzen fand ich den Film gut, aber er hat mich nicht vom Hocker gehauen.

FAZIT: Als Film ist Rubinrot gut, als Buchverfilmung in Ordnung und Gideon ist... *schmacht*



1 Kommentar:

  1. Hey :)

    ich kannte dein(e) Blog(s) auch noch nicht, bin aber jetzt auch gleich Leser geworden. :D

    Ich habe Rubinrot noch nicht gesehen, werde mir den Film aber definitiv auch angucken. Selbst wenn vieles geändert wurde, man darf Film und Buch eh nie so wirklich vergleichen, sonst ist man nur enttäuscht. Ich freue mich auf jeden Fall drauf.

    Liebe Grüße, Ally


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