Mittwoch, 27. März 2013

[Rezension] Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten (Kerstin Gier)

Titel: Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Teil 3 der Edelstein-Trilogie
Verlag: Arena
Genre: Fantasy / Zeitreiseroman
Seiten: 487
Preis: 18,95€ für den Einzelband oder
         39,99€ für die gesamte Trilogie


ACHTUNG! Dies ist Band 2 der Edelstein - Trilogie und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1 und 2!

Lest hier meine Rezension zu Rubinrot!

Lest hier meine Rezension zu Saphirblau!


Klappentext:
Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende wider Willen, ihre Energie für ganz andere Dinge braucht: zum Überleben zum Beispiel. Denn die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon - Liebeskummer hin oder her - nicht nur auf einen rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Manuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen...
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"Das wird eine hässliche Narbe geben", sagte der Arzt, ohne den Kopf zu heben.

In Smaragdgrün bekommen wir endlich Antworten! Dazu eine Menge Wendungen, die einen mit offenem Mund zurücklassen. Auch werden wir zurückgelassen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Alles fügt sich zusammen, aber die Geschichte ist einfach viel zu schnell vorbei!

Das Cover ist zauberhaft! Es gefällt mir von allen drei Bänden am besten, weil sich Gwendolyn und Gideon endlich in den Armen liegen und sich lächelnd ansehen. Obwohl die Wesen auf dem Cover unheimlicher als zuvor aussehen, erwecken sie keine Angst. Und das Eichhörnchen hat auch noch eine besondere Bedeutung.
Im Gegenteil zu Band 2 passt der Titel nun wieder wie die Faust aufs Auge. Denn neben Gwendolyn und Gideon ist die wichtigste Person der Graf von Saint Germain, der im Kreis der Wächter den Smaragd darstellt.

Nachdem Gideon zugegeben hat, Gwendolyn etwas vorgemacht zu haben, ist diese total außer sich vor Liebeskummer und möchte sich am Liebsten für immer in ihrem Bett verkriechen. Doch das geht leider nicht. Denn sie soll mit Gideon den großen Ball im 18. Jahrhundert besuchen und den Grafen von Saint Germain erneut treffen. Der Blutkreis ist noch immer nicht geschlossen und das soll das höchste Ziel sein. Dennoch ist Gwendolyn weiterhin der Meinung, dass etwas an der ganzen Sache nicht stimmt. Sie glaubt noch immer nicht, dass Lucy und Paul den Chronografen aus purem Eigennutz gestohlen haben. Beweise sucht sie mit ihrem Großvater, den sie weitere Male in der Vergangenheit besucht. Sie scheint des Rätsels Lösung unglaublich nah, als sie in ihrem Haus eine versteckte Truhe entdeckt, die ihr Großvater vor vielen Jahren extra für sie versteckt hat... Und wie geht es zwischen ihr und Gideon weiter?

Ich war sehr gespannt darauf, wie des Rätsels Lösung nun lautet und was dann geschehen soll, aber Kerstin Gier gibt sich nicht damit zufrieden, alles einfach aufzuklären. Sie überrascht uns mit vielen unerwarteten Wendungen, die mich ganz verrückt gemacht haben. Dadurch hat das Buch unglaublich an Dynamik gewonnen und zum Weiterlesen gezwungen!

Man leidet einfach mit Gwendolyn mit. Die ganze Zeit hat Gideon ihr etwas vorgemacht und nur so getan, als sei er in sie verliebt, um sie leichter kontrollieren zu können. Ein unglaublicher Schock für alle, da man dies überhaupt nicht vermutet hätte - auch wenn er oft sehr kühl und distanziert zu ihr gewesen ist. Lange Zeit können sie auch nicht einmal Leslie und Xemerius aufheitern. Dafür, dass sie sich nicht verkriechen kann, sondern zum Elapsieren und zu Missionen aufbrechen muss, hält sie sich wacker. Sie versucht Gideon so gut es geht zu ignorieren obwohl ihr das sehr schwer fällt. Er hat sie tief verletzt und doch kann sie sich ihm nicht entziehen. Den einzigen Lichtblick bilden ihre Treffen mit ihrem Großvater, die sie heimlich beim Elapsieren durchführt. Zwar erhält sie dadurch nicht viele Beweise oder Schlussfolgerungen, die zu Lucys und Pauls Tat geführt haben, aber sie genießt die Zeit sichtlich und in der Gegenwart findet sie dann endlich eine Lösung: In den Wänden ihres Zuhauses hat ihr Großvater eine geheime Truhe versteckt, deren Inhalt sie nur mit wenigen Familienmitgliedern und Leslie teilt.

Gideon ist am Ende von Saphirblau auf meiner Symphatie-Skala bis in den Keller gerutscht, obwohl er sich hart nach oben arbeiten musste. Ich konnt ihn danach nur noch beschimpfen. Er war zwar oft arrogant und distanziert, aber so etwas hätte ich ihm niemals zugetraut. Dennoch versucht er weiterhin, Kontakt zu Gwendolyn zu halten, was ich zwar süß, aber einfach unmöglich finde. Er hat ihr Herz gebrochen und dreht dann auch noch mit dem Messer in der Wunde. Männer >.< Und kaum schenkt ihm Gwendolyn mal ein kleines Lächeln glaubt er, alles sei wieder gut und verhält sich ihr gegenüber normal.

Charlotte hat mich ebenso wie in Saphirblau einfach nur aufgeregt. Sie setzt weiterhin alles daran, Gwendolyn wie einen Nichtsnutz dastehen zu lassen. Ihr mieses Verhalten steigert sich aber ins Unermessliche, als sie Gwendolyn nachspioniert um herauszufinden, was sich in der geheimen Truhe befindet. Sie verständigt auf einen Verdacht hin sogar die Wächter, die das Haus stürmen. Natürlich kann man ihr Verhalten ein wenig nachvollziehen, weil sie alles lernen musste obwohl Gwendolyn das Zeitreisegen geerbt hat, aber das ist noch lange kein Grund, sich wie ein total Ekel zu benehmen.

Leslie ist einfach klasse! Sie hört sich stundenlang das Gejammere über Gideon an und versucht so gut es geht, Gwendolyn abzulenken. Ihre Abenteuerlust ist einfach ansteckend. Es ist spannender eine Zeitreisende als Freundin zu haben, als selbst eine zu sein ;) Vor lauter Aufregung merkt sie nicht einmal, dass Raphael sich in sie verliebt hat. Oder sie will es nicht merken, da sie viel wichtigeres zu tun hat: Sich um ihre Freundin und deren Zeitreiseproblem zu kümmern.

Die Wendungen in Smaragdgrün sind wirklich große klasse! Es passiert so viel, von dem man nicht einmal ein Fünkchen Ahnung hatte. Und dennoch passt alles wunderbar zusammen und verwirrt nicht. An manchen Stellen muss man sich jedoch noch einmal zurückerinnern, denn Vergangenheit und Gegenwart greifen oft ineinander. Alles Charaktere sind weiterhin authentisch und fantastisch zu begleiten!

Smaragdgrün ist ein fantastischer Abschluss der Trilogie und lässt uns glücklich und zufrieden und ohne Unklarheiten zurück. Die Charaktere sind authentisch, unterhaltsam und die Geschichte lässt uns unglaublich mitfiebern, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.

5 Marshmallows


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