Donnerstag, 21. Februar 2013

[Rezension] The Little Prince - Antoine de Saint-Exupéry

Titel: The Little Prince
Deutscher Titel: Der kleine Prinz
Autorin: Antoine de Saint-Exupéry
Verlag: Wordsworth
Seiten: 108
Genre: Kinderbuch/Märchen
Sprache: Englisch (Taschenbuch)
Preis: 3,99€

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Klappentext:
The Little Prince is a classic tale of equal appeal to children and adults. On one level it is the story of an airman's discovery in the desert of a small boy from another planet - the Little Prince of the title - and his stories of intergalactic travel, while on the other hand it is a thought-provoking allegory of the human condition. First published in 1943, the year before the author's death in action, this new translation contains Saint-Exupéry's delightful illustrations.
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Once when I was six years old I saw a beautiful picture in a book about the primeval forest called True Stories.

Der kleine Prinz ist ein klassisches Märchen für Jung und Alt, welches mit seiner Einfachheit und dem Hauch von Naivität begeistert und uns selbst wieder zum Kind werden lässt. Als immer wieder auftauchende Schullektüre wird dieses Märchen für viele nur anstrengend sein. Vor allem ist es meiner Meinung nach nicht dazu ausgelegt, komplett auseinandergenommen und analysiert zu werden. Es ist sehr einfach gehalten, regt aber trotzdem zum Nachdenken an.

Das Cover ist wohl eines der berühmtesten Buchcover der Literaturgeschichte. Sogar ich kannte es, obwohl mir der Inhalt ziemlich schleierhaft war. Es ist eine sehr einfache Zeichnung des kleinen Prinzen. Nicht nur er, sondern auch die Zeichnungen begleiten uns durch das gesamte Buch und haben ihre eigene Bedeutung. Demnach ist natürlich auch der Titel sehr passend. Ein sehr schöner Märchentitel, der uns eigentlich nichts über den Inhalt verrät, was aber überhaupt nicht schlimm ist, da der kleine Prinz ja wirklich die Hauptperson ist.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines erwachsenen Mannes erzählt, der uns zunächst von seiner Kindheit berichtet. Er malte furchtbar gerne, aber wohl nicht gut genug, weshalb es ihm ausgeredet worden ist. Umso schöner ist es, dass das gesamte Buch mit Zeichnungen von ihm gefüllt ist. Denn alle seine Erlebnisse beschreibt er mit Worten und Bildern. Das wohl berühmteste Bild ist das der Boa Constrictor, die einen Elefanten gefressen hat, aber nur äußerlich wie ein Hut aussieht.
Unser Erzähler ist Pilot und stürzt mit seiner Maschine in einer Wüste ab. Während er den Motor reparieren will, begegnet ihm ein kleiner Junge, der kleine Prinz. Dieser behauptet, er komme von einem anderen Planeten und wünscht sich ein gezeichnetes Schaf in einer Kiste.
Nach und nach erzählt er von seinen Reisen zu verschiedenen Planeten und welche seltsame Gestalten er dort angetroffen hat.

Unser Erzähler tat mir am Anfang richtig leid. Wenn ein Kind die ersten Malversuche unternimmt, erkennt man sowieso nie etwas und lächelt einfach nur darüber. Aber die Erwachsenen haben ihn so sehr entmutigt, dass er nie wieder malen wollte. Erst als der kleine Prinz auf die Zeichnung des Schafes bestanden hat, griff er wieder zum Stift. Und um seinen Lesern alles besser zu verdeutlichen, hat er zahlreiche Bilder hinzugefügt, die wirklich sehr schön sind. Obwohl er alles um den kleinen Prinzen so unglaubwürdig empfindet, hört er sich seine fantastische Geschichte an.

Der kleine Prinz lebt auf einem winzig kleinen Planeten. Seine einzige Aufgabe ist es, eine Blume zu pflegen, die sehr zickig ist. Eines Tages möchte er aber etwas anderes entdecken und macht sich auf die Reise durch das Weltall. Dabei trifft er auf seltsame Wesen auf verschiedenen Planeten. Da wäre zum Beispiel der Geschäftsmann, der niemals beim Zählen der Sterne unterbrochen werden will, oder der Lichtanzünder, der abends die Laterne anzünden muss, aber der kleine Planet dreht sich so schnell, dass Tag und Nacht innerhalb von einer Minute wechseln.
Besonders merkwürdig findet der kleine Prinz aber die Erde. Sie ist so groß und er muss lange suchen, um Lebewesen und Menschen zu finden. Seine Art ist sehr niedlich und naiv. Wenn er eine Frage stellt, beharrt er so lange auf ihr, bis er eine Antwort erhalten hat. Aber hat jemand anderes eine Frage an ihn, so beantwortet er diese nur selten.

Der kleine Prinz ist wohl deshalb eine klassische Schullektüre, weil damit das Erwachsenenleben sehr kritisiert wird. Jedes Wesen auf einem Planeten stellt eine andere Seite oder Art eines Erwachsenen dar. Sie sind einfach alle auf etwas bestimmtes fixiert und lassen keine Einfachheit mehr in ihrem Leben zu. Alles ist kompliziert und hektisch und niemand darf sie bei ihrer Arbeit stören. Für die schönen Dinge des Lebens ist kein Platz und keine Zeit mehr. Besonders deutlich wird das schon beim Leser selbst. Man hält den kleinen Prinzen für sehr naiv und fast schon nervig wie ein kleines Kind. Aber man muss sich dann erst einmal bewusst machen, dass man manchmal zu vieles voraussetzt und selbst in dem Sog der Erwachsenen steckt.

Das ist wirklich sehr traurig. Natürlich fragt sich jeder irgendwann einmal "Warum gibt es uns überhaupt? Was ist der Sinn unseres Lebens, unserer Existenz?" Und keiner weiß so richtig eine Antwort darauf. Obwohl es natürlich auf der Welt auch viele Gefahren gibt, müssen wir vor unserer eigenen Haustür kehren. Wenn es bestimmte vom Menschen erschaffene Dinge nicht geben würde, wäre das Leben viel einfacher. Zwar ist es schon praktisch, Internet zu haben oder auch größer gedacht Krankenversicherungen und dergleichen. Aber ganz früher haben die Menschen auch ohne all das überlebt. Und eben wegen der von uns erschaffenen Welt müssen sich dort alle eingliedern und haben kaum noch eine Möglichkeit etwas anderes zu machen: In die Schule gehen, studieren, arbeiten, arbeiten, arbeiten um am Ende des Lebens etwas Geld zu haben. Aber ist das nicht total stumpf? Ich denke oft darüber nach und kann einfach nicht glauben, dass das alles im Leben sein soll. Warum kann es keine anderen Ziele geben, die man auch ohne diese Stumpfheit erreichen kann ohne gleich aus der Reihe zu tanzen und als Abnormal zu gelten?

Der kleine Prinz ist ein schönes Märchen, welches Menschen jeden Alters begeistern kann, auch ohne in die Tiefe der Interpretation zu gehen. Die Einfachheit vor allem auch wegen der Zeichnungen bringt ein schönes Lesevergnügen für Zwischendurch und macht einfach Spaß.

5 Marshmallows

1 Kommentar:

  1. Hehe, zu der kleine Prinz habe ich auch vor kurzem einen Post gemacht. Ist eindeutig eins meiner Lieblingsbücher!

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