Montag, 31. Dezember 2012

[Rezension] Firelight - Flammende Träne (Sophie Jordan)

Titel: Firelight - Flammende Träne
OT: Vanish
Autorin: Sophie Jordan
Band 2 der Firelight-Reihe
Verlag: Loewe
Seiten: 335
Genre: Fantasy / Romance
Preis: 17,95€

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ACHTUNG! Dies ist Band 2 der Firelight-Reihe und meine Rezension enthält Spoiler zu Band 1!

Lest hier meine Rezension zu Firelight - Brennender Kuss!


Klappentext:
Rivalen, die unerbittlich sind. Eine Entscheidung, die den Tod bedeuten kann. Und eine Liebe, die es nicht geben darf.

"Du willst also, dass ich einfach so aus deinem Leben verschwinde?", flüstert er. Diesmal kann ich nur nicken. Es schmerzt zu sehr, diese Lüge laut auszusprechen.
"Bist du wirklich bereit, uns aufzugeben? Willst du wirklich, dass ich diesen Berg hinuntergehe und nie wieder zurückkomme? Dass ich dich vergesse?"
Ich zittere bei dem Kratzen seiner rauen Stimme und dem Bild, das seine Worte da malen.
Nein. Nein, das will ich nicht. Aber es muss sein...
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Manchmal träume ich, dass ich falle.

Der zweite Teil der Firelight - Reihe bringt uns wieder zurück zum Rudel, aus dem Jacinda, ihre Schwester Tamra und ihre Mutter vor wenigen Wochen erst geflohen sind. Und sie sind ganz und gar nicht willkommen. Jacinda würde am Liebsten gleich wieder fliehen, um Will wiederzusehen, aber sie kann ihre Mutter und ihre Schwester nicht zurücklassen. Ihre innere Zerrissenheit bringt sie zum Verzweifeln und sie weiß nicht, was sie tun soll... Soll sie beim Rudel bleiben und sich an die Regeln halten oder soll sie nach Will suchen - der Liebe ihres Lebens?

Das Cover gefällt mir unglaublich gut, fast noch besser als das von Band eins. Es ist nicht mehr so strahlend rot, sondern braun gehalten. Ich vermute, dass das Cover nun nicht mehr so rot ist, da Jacindas Fähigkeit, Feuerzuspeihen nicht mehr Priorität im Rudel hat. Das Drachenzeichen gefällt mir unglaublich gut. Besser wäre es noch, hätte es eine Bedeutung in der Geschichte, wie zum Beispiel ein Tattoo ;)
Der Titel, klar, hat etwas mit Feuer zutun. Und Flammende Träne weist eindeutig auf den Inhalt hin, wenn man weiß, was es zu bedeuten hat. Also ist er sehr passend zur Geschichte.

Nach ihrer Offenbarung auf den großen Berg ist es klar, dass Jacinda nicht in Chaparral bleiben kann. Und schon sind ihr die Drachenjäger auf den Fersen. Doch dann geschieht etwas Unglaubliches: Tamra, deren innerer Draki schon für alle abgehakt war, verwandelt sich in einen schimmernden Draki - sie ist eine Wächterin! Zurück im Rudel ist sie nun das neuste Objekt der Begierde, denn ihre Fähigkeit ist mit der Jacindas gleichzustellen oder sogar noch höher angesehen. Sie lebt von nun an bei Nidia, der Wächterin des Dorfes, um sich ausbilden zu lassen. Jacinda und ihre Mutter dagegen werden wir Aussetzige behandelt und sollte der kleinste Fehltritt passieren, hätte dies schreckliche Folgen. Während Jacindas Mutter ihren Kummer in Alkohol ertränkt, sucht Jacinda nach einer Möglichkeit, Will wiederzusehen.
Das ist aber gar nicht so einfach, da sie ständig beobachtet wird. In ihr entwickelt sich eine tiefe Zerrissenheit. Soll sie das Rudel verlassen oder ewig verstoßen und allein in den Mauern des Dorfes leben? Immerhin gibt es hier jemand, der sich um sie kümmert und sie beschützt - Cassian...

Obwohl es ihr in diesem zweiten Band gar nicht gut geht, ist mir Jacinda noch symphatischer geworden. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und warum sie das Rudel doch nicht verlassen will. Dabei wäre es die einzig richtige Entscheidung für sie. Der wichtigste Grund für ihr Bleiben ist ihre Schwester Tamra. Endlich wird ihr vom Rudel Beachtung geschenkt und sie erfährt die Besonderheiten, wie es ist, eine Draki zu sein. 
Jacinda freut sich für sie, nicht zuletzt, da sie endlich gemeinsam fliegen können. Allerdings bedeutet Tamras Glück genau das Gegenteil für Jacinda und ihre Mutter. Sie trauen sich kaum noch, vor die Tür zu gehen. Allerdings hat sich das Leben nicht nur im Hinblick auf den Umgang mit ihnen verändert.

Cassian zeigt nun viel mehr Interesse an Tamra als zuvor und irgendwie macht das Jacinda traurig. Obwohl sie nie zu einer Beziehung mit Cassian gezwungen werden wollte und ihm gegenüber sehr abweisend war, fühlt sie sich nun umso verlassener, da er ein neues Spielzeug mit einer besseren Gabe gefunden hat. Aber genau so verhält sich Cassian nicht. Zwar zeigt nun mehr Interesse an Tamra, aber Jacinda ist nicht bei ihm abgemeldet. Er ist sogar der Einzige im ganzen Dorf, der noch zu Jacinda hält und sie sogar beschützt. Dies führt sogar zu einer selbstlosen Tat. Seine arrogante Art aus dem ersten Band ist völlig verschwunden. Er ist mir in diesem Buch wirklich viel symphatischer als vorher. 

Somit kann ich Jacindas Zwiespalt der Gefühle zu Cassian und Will durchaus verstehen. Ihre Gefühle zu Cassian sind ihr aber selbst noch fremd, denn eigentlich möchte sie nichts vom ihm wissen und nur zu Will. Aber ihr Inneres sagt etwas anderes. Außer Will erweckt auch Cassian den Draki in Jacinda zum Leben.

In Band zwei der Reihe gibt es in der Mitte und gegen Ende des Buches ein großes Feuerwerk an Spannung. Aber obwohl sich der Großteil des Inhaltes um Jacindas Gefühle dreht, ist es dennoch spannend, ihre Gedankengänge zu verfolgen. Denn man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Viel zu schnell ist man am Ende angelangt, welches nicht wie in Band eins mit einem Bam-Moment endet, dennoch ist es nicht minder gemein, dass wir nicht wissen, wie es nun weitergeht. Hoffnungen, die verloren zu sein schienen, werden wieder geweckt. Es gibt auch so einige Momente, in denen man nicht glauben kann, was man da liest.

Es gibt keine besondere Szene, die mir sehr gut gefallen hat - das Buch im Gesamten hat mich total begeistert und es wird seinem Vorgänger in jeder Weise gerecht. Mich juckt es schon in den Fingern nach dem dritten Band, denn dort wird alles zusammenlaufen.

Firelight - Flammende Träne versetzt uns in den innerlich zerrissenen Körper Jacindas, die wie eine Ausgestoßene im Rudel lebt und lieber nach Will suchen möchte, aber auch Cassian bringt ihre Gefühle durcheinander. Gefühle werden hier großgeschrieben, authentisch dargestellt und auch an Spannung mangelt es dem Buch nicht. Ein würdiger Nachfolger von Firelight - Brennender Kuss und ein Muss für jeden Drachenfan!

5 Marshmallows

"Ich habe meine Artgenossen hintergangen. Ich habe Will verloren. Sie können mir nichts mehr anhaben." (S.28)

"Die Einzige, der ich die Schuld an allem geben kann, bin ich." (S.81)

"Wir sind zwei Seiten derselben Medaille." (S.152)

"Ich nicke, weil ich nichts zu sagen habe ... weil ich alles zu sagen habe. Und es nicht in Worte fassen kann." (S. 174)

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