Donnerstag, 21. Juni 2012

[Rezension] Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht (C.C.Hunter)


Titel: Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
Autorin: C.C. Hunter
Verlag: Fischer Verlage
Seiten: 493
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch (kartoniert)
Preis: 14,99€



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Klappentext:
Sie hat keine Ahnung, wer sie ist und welche Kräfte in ihr stecken.
In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat - Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben - wenn sie nur wüsste, welche...
Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feine besiegen können.

Ich danke vielmals dem Fischerverlag für dieses Rezensionsexemplar!


Meine Meinung:
Das Buch sprach mich vom Klappentext her sehr an, da ich ein totaler Fantasie-Fan bin und auch solche Sommercamps total mag. Etwas skeptisch war ich aber doch, weil unter dem Klappentext steht: Für alle Fans von >House of Night<. Leider konnte ich mich für die House of Night - Reihe gar nicht begeistern. Ein bedeutender Unterschied, der für mich Shadow Falls Camp zu House of Night besser macht, ist die Entwicklung der Figuren und auch die dauerhaft aufrechterhaltene Mystik und Unwissenheit. Man muss einfach immer weiterlesen, da sich immer mehr Geheimnisse auftun und Fragen formen, auf die man keine Antwort kennt. Das Buch ist in einer personellen Sicht geschrieben, also verfolgen wir immer das Geschehen, das um Kylie herum passiert, aber dennoch ist man mittendrin in ihrem Gefühlschaos, welches man auch nachvollziehen kann. Zu anfangs ist sie einfach nur wütend und traurig - ihre Eltern lassen sich scheiden, ihre Oma ist gestorben und ihr Freund hat sich von ihr getrennt. Und dann schickt sie ihre Mutter auch noch in ein Sommercamp für schwererziehbare Jugendliche, auf das Kylie absolut keine Lust hat. Das kriegt man als Leser auch deutlich an Sprache und Handlung zu spüren. Und da diese Situation sehr menschlich ist, fühlt man sich schnell in dieselbe Situation mit hinein und betrachtet - ebenso wie Kylie - alle anderen Campteilnehmer als "Freaks", wie Kylie es gerne ausdrückt. Dabei werden die Personen, die für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind, genaustens beschrieben und auch warum Kylie sie so seltsam findet.
Ihre Ablehnung zu Beginn des Camps ist fast greifbar. Als sie dann schließlich erfährt, welche Art von Camp Shadow Falls ist, flippt sie völlig aus und ist restlos überzeugt, dass alle anderen verrückt sind. Das ist absolut nachvollziehbar. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr in ein Sommercamp fahrt und euch sagen lasst, dass alle Jugendlichen hier übernatürliche Wesen wie Feen, Vampire und Werwölfe sind?
Besonders gut ist auch der Wandel der Geschichte von einem fast schon schlechten Pubertätsszenario zu einer magischen Welt. Diese durchbricht Kylie aber immer wieder, indem sie ständig an ihre Freundin, ihren Exfreund und ihre Eltern denkt. Zudem ist sie auch sehr belastet, weil sie die neuen Erkenntnisse erst einmal verdauen muss und auch niemand so genau weiß, was Kylie für ein Wesen ist. Viele jedoch halten sie für einen Freak, da sie Geister sieht.
Als ziemlich unterhaltsam empfand ich Kylies neue Freundinnen Miranda und Della, die sich ständig streiten und lustige Sprüche fallen lassen, sowie auch das Augenbrauenzucken der Übernatürlichen, mit dem sie sich gegenseitig lesen, also in den Kopf schauen, um zu sehen, mit wem sie es zu tun haben. Und Kylie kann nicht gelesen werden. Absolut lustig, wie sie die ganze Zeit zuckende Augenbrauen sieht ^_^
Natürlich darf auch in solch einer Geschichte nicht das berühmte Liebesdreieck fehlen, welches meiner Meinung nach etwas klischeehaft ist, aber trotzdem sehr gut passt: Der Gentleman und der Rebell. Und Kylie fühlt sich zu beiden sehr hingezogen, was man durchaus verstehen kann, da beide auf ihre eigene Art sehr aufmerksam gegenüber Kylie sind.
Gut umgesetzt ist auch die Gefahr, die dem Camp droht. Man wartet die ganze Zeit über auf die Gefahr, die ja bereits im Klappentext erwähnt wird, aber so wirklich passiert nichts. Sie schleicht sich unterschwellig in die Geschichte ein, was zunächst nicht sehr auffällt, aber gegen Ende des Buches hin dann doch einschlägt.
Kylies Entwicklung hat mich sehr beeindruckt. Zu Beginn war sie ein nörgeliger Teenager, der alles abgelehnt hat und die Jugendlichen im Camp immer mit ihren Freunden zu Hause verglichen hat. Letzteres war im Übrigen manchmal echt nervig. Immer wenn sie einen bestimmten Jungen gesehen hat, dachte sie an ihren Exfreund und hat sogar ihre Körper verglichen. Aber gegen Ende des Buches macht sie das gar nicht mehr. Sie ist viel reifer geworden und akzeptiert die Menschen, wie sie sind. Das merkt man besonders am Gespräch mit ihrer Mutter.
Jedoch ist man auch hier dazu gezwungen, das zweite Buch zu lesen. Es gibt einige Fragen, die sich von Anfang bis Ende durch das Buch ziehen und immer noch nicht beantwortet worden sind.

Ich freue mich schon auf Band zwei. Zwar hat mich das Buch nicht unbedingt umgehauen, sodass ich es sofort noch einmal lesen muss, aber es war sehr spannend, unterhaltsam und fantasiegeladen.

4 Marshmallows

Kommentare:

  1. Das war jetzt die Abschlussprüfung meiner Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Stadtverwaltung. (: Und ich bin so froh, dass es endlich um ist!

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  2. Bin ja noch da, fahr ja erst morgen :D
    Der Post ist vorbereitet, fehlt jetzt nur noch DEIN zweiter Post, damit ich den noch einbauen kann :D Allerdings wird der erst Montag oder so on gehen, damit ich wenigstens noch paar Lückenfüller hab, aber die Zeit reicht dann ja eh noch ;)

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