Donnerstag, 3. Mai 2012

[Filmreview] The Lucky One

Am Sonntag war ich endlich in The Lucky One! Ich habe schon Monate auf diesen Film gewartet. Weil meine Mutter mitwollte, habe ich mich überreden lassen, die deutsche Fassung anzusehen. Bei den ersten Sätzen hat es mir die Nackenhaare aufgestellt, weil die Synchronstimmen absolut nicht passen. Das kommt wohl davon, wenn ich die Trailer immer nur auf englisch schaue ;)
Da ich diese Woche noch ziemlich viel mit der Schule zutun hatte, habe ich das Buch leider auch noch nicht fertig. Aber wenn es soweit ist, gibt es zusätzlich zu der Rezension auch einen Buch-Film-Vergleich. Bisher sind mir jedenfalls schon einige Unterschiede aufgefallen.
Falls ihr weder das Buch noch den Film kennt: Es werden Spoiler enthalten sein!

Der Anfang des Films war sehr schön. Ein kleines, weißes Boot bahnt sich seinen Weg auf einem seichten Fluss durch eine idyllische Landschaft. Dies ist der Jetzt-Zustand und alles, was im Film geschieht, ist Vergangenheit. Man bekommt einen Einblick in das Leben von Logan, der als Marine im Irak gekämpft hat. Dort findet schon das erste Drama statt. Denn bei einem Nachteinsatz treffen zwei amerikanische Truppen aufeinander und werden dann angegriffen. Viele Soldaten sterben. Am nächsten Morgen findet Logan ein Foto in den Ruinen. Es zeigt eine junge Frau. Auf der Rückseite steht: Keep safe. X. Da lief mir schon der erste Schauer über den Rücken. Dieser Fund ist immerhin der Grund für diese ganze Geschichte.
Logan überlebt viele gefährliche Situationen und sein Freund glaubt, dass das Foto ein Glücksbringer ist.
Als Logan nach Hause zurückkehrt, beschließt er, die Frau auf dem Foto zu suchen und sich zu bedanken.
Richtig schlimm sind die Szenen, wenn Logan noch bei seiner Schwester lebt. Dort wird richtig deutlich, was ein Krieg so alles anrichten kann. Und ich meine nicht die physische Verfassung.
Die Kinder seiner Schwester spielen Videospiele und wegen der Schießgeräusche kriegt Logan jedesmal einen Schreck. Es gibt dabei aber auch einen Schreckmoment für den Zuschauer. In dem Moment, als die Kinder den schlafenden Logan ärgern wollen, wacht er kampfbereit auf und erwürgt den einen Jungen fast. In dem Moment tat mir Logan total Leid. Der Krieg hat sein gesamtes Leben verändert. An jeder Ecke glaubt er jemanden zu sehen, der mit einer Waffe auf ihn zielt.
Umso schöner ist es, als er die Frau auf dem Foto - Beth Green - findet und in dem Hundezwinger arbeitet, den sie und ihre Großmutter führen. Beth ist zwar zu anfangs skeptisch, weil Logan doch eine recht eigene Art hat, aber nach und nach weichen beide auf. Besonders klasse ist, dass Ben, Beth's Sohn, viel offener wird. Er ist ein Außenseiter und will lieber lesen und Violine statt Fußball spielen. Wenn Logan und sein treuer Hund Zeus da sind, ist Ben glücklich. Besonders rührend ist die Szene in der Kirche, als Logan Klavier spielt und Ben unterstützt, der zum ersten Mal vor anderen Leuten auf seiner Violine spielt. Und das richtig gut!
Beth und Logan verlieben sich ineinander. Er ist wirklich ein absoluter Traummann und ein Gentleman. Dennoch ist Logan immer etwas zurückhaltend, wenn es um seine Person geht. Und das liegt an dem Grund, warum er Beth überhaupt gesucht hat. Er hat es ihr nie gesagt.
Außerdem ist ihre Beziehung nicht einfach, weil Beth's Ex-Mann, der einflussreiche Polizist Keith, ein sehr eigensinniger Mensch ist. Er zwingt Ben, Dinge zutun, die er gar nicht machen will und bedroht Beth immer wieder, dass er ihr Ben wegnehmen wird, sollte sie sich weiterhin mit Logan treffen.
Keith ist ein richtiges Ekel. Die Wendung am Ende des Films ist zwar überraschend, aber irgendwie doch vorhersehbar. Immerhin ist es eine Verfilmung eines Nicholas Sparks' Bestsellers ;)
Da der Film ab zwölf Jahren freigegeben ist, gibt es keine Sexszenen, aber ... wie ich es gerne sage kurz-vor-Sex-Szenen ^_^ Es gibt viel Geknutsche und Gefummel. Ich mag es irgendwie - immerhin ist es Zac Efron, der da halbnackt steht ;)
Ich muss einigen bekannten Stimmen in der Hinsicht recht geben, dass vieles voraussehbar ist. Aber das tut dem Film nichts. Ich finde ihn sehr dramatisch und romantisch. Besonders schlimm empfand ich die Szene, als Logan Beth endlich erzählt, warum er gekommen ist. Sie ist total sauer und traurig. Aufgrund des Trailers denkt man nun: Sie ist sauer, weil sie glaubt, er ist ein Stalker oder so etwas. Aber das ist absolut nicht der Grund! Es ist ein viel tiefgründigerer. Und ein sehr trauriger dazu...

Ein toller Film für alle, die die Bücher von Nicholas Sparks lieben und Romantik und Drama mögen. Absolut empfehlenswert!


Kommentare:

  1. Den Film will ich auch unbedingt noch sehen. Das Buch wird Morgen auch gekauft. Klingt ja gut.

    Liebe Grüße, Isabel :-)

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  2. Den Film würde ich auch gerne sehen, aber ich hab leider noch keine Ahnung, wie ins Kino komme und die beiden Kinos in meiner Umgebung spielen den Film gar nicht. Aber vielleicht kaufe ich ihn mir auf DVD!!

    LG Lisa <3

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