Freitag, 6. April 2012

[Fanfiction] The Last Hunger Games. Kapitel 1

Und ein zweites Mal hört ihr heute von mir - und schon wieder geht es um The Hunger Games.
Ich möchte gerne eure Meinungen hören (:
Im dritten Teil Mockingjay entdeckte ich eine Stelle (S.404), die mir eine optimale Vorlage zu einer Fanfiction hergab. Da es mit dem eigenen Schreiben momentan nicht so vorangeht, kam mir diese Vorlage gerade recht. Schreiben muss ja auch trainiert werden. Deshalb bediene ich mich den Rahmenhandlungen von Suzanne Collins und knüpfe eine mehr oder weniger eigene Geschichte dazu. Meine Fanfiction beginnt direkt nach dem Ende des dritten Buches.
Ich werde den Klappentext nicht dazuschreiben, aber das erste Kapitel gibt schon alles her. Und bitte jetzt nicht wegklicken, ich weiß selbst, dass eigene Geschichten besser sind, aber es reizte mich einfach.
Das erste Kapitel gibt schon meine Sichtweise wider, wie ich sie in THG hatte. Vielleicht ist eure ähnlich?

Ich bitte um Meinungen.

 
Der Spotttölpel. Schon in der Arena der vierundsiebzigsten Hungerspiele ist er mir aufgefallen. Eine kleine goldene Brosche an der Jacke von Katniss Everdeen, Tribut aus Distrikt 12 und Siegerin jener Spiele.
Zuerst ist er nur eine Erinnerung an ihr Distrikt gewesen, dann ein modisches Accessoire hier im Kapitol und schließlich das Zeichen der Rebellen.
Das Zeichen dafür, dass das Kapitol, sollten sich die Distrikte gegen es verbünden, machtlos und verloren ist. Und genau das ist eingetreten.
Die Aufstände in ganz Panem haben Panik im Kapitol ausgelöst und der finale Schlag ist schließlich vor dem Palast von Präsident Snow gefallen. Viele Menschen mussten ihr Leben lassen, damit das Kapitol gestürzt werden konnte, auf beiden Seiten.
Meine Familie ist danach zusammengebrochen. Meine Eltern wussten nicht mehr, was sie tun sollten. Ihre Welt, ihre berauschende glitzernde Welt, ist zerstört worden.
Nur auf meinen älteren Bruder Ash kann ich mich noch verlassen. Wir sind wie allerbeste Freunde, auch wenn er vier Jahre älter ist als ich.
Sogar als ich erwogen habe, das Kapitol zu verlassen, war er auf meiner Seite.
Natürlich haben wir im Gegensatz zu den hungernden Menschen in den dreizehn Distrikten alles, was wir zum Leben brauchen und noch mehr. Aber das Leben hier kann manchmal wirklich seltsam und auch furchteinflößend sein.
Ab einem bestimmten Punkt war die Panik hier im Kapitol so groß, dass ich mich hätte einfach davonstehlen können. Ich wollte den Rebellen helfen, weil ich ihre Meinung unterstützte. Die Unterdrückung des Kapitols durfte nicht so weitergehen und auch das gegenseitige Morden in den Hungerspielen führte nicht gerade dazu, dass wir in Frieden leben konnten.
Für mich war es niemals so schlimm wie für die Bewohner der Distrikte die Hungerspiele mit anzusehen, dennoch setzte ich mich nur vor den Fernseher, wenn es unbedingt nötig war. Egal, was vor achtundsiebzig Jahren passiert ist, diese Kinder sollten nicht für etwas leiden, was sie nicht zu verschulden haben.
Aber es ist schwer, sich von den Hungerspielen zu entziehen. Hier im Kapitol gelten sie als eine spektakuläre Show, auf die man sich das ganze Jahr freut. Ein Nationalsport sozusagen, an dem niemand, den es amüsiert, teilnimmt.
Ich habe diese Kinder, die Tribute, oft bemitleidet. Aber ich habe immer meine Hochachtung für sie gehabt. Niemals haben sie sich aufgegeben, immer haben sie in der Arena bis zum letzten Atemzug gekämpft.
Ab und zu musste ich mir bei den Sterbeszenen die Augen zuhalten, weil sie so grausam waren. Andere dagegen haben mich zu Tränen gerührt, wie zum Beispiel die der kleinen Rue aus Distrikt 11. Katniss hat sie in den Tod gesungen und mit Blumen geschmückt. Ein Akt, den Präsident Snow öffentlich verkannt hat.
Natürlich habe ich meine Tränen niemals in Anwesenheit von Kapitolbewohnern gezeigt. Es soll eine Freude sein, die Spiele zu sehen und seinen Favoriten anzufeuern.
Für mich war es das nie. Nicht mal als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich empfinde diese Art von Strafe einfach als grausam und brutal. Zumal haben die Kinder aus den Distrikten 1, 2 und 4 immer einen Vorteil, da sie für die Hungerspiele ausgebildet worden sind, während anderen nahe am Hungertod standen.
Genauso grausam wie die Spiele an sich finde ich aber noch die öffentliche Inszenierung der Tribute davor: Die Wagenparade und die Interviews.
Aber hier ist das eben so. Früher kannte man so ein Verhalten nur aus Castingshows, habe ich mir sagen lassen. Die Kandidaten wurden vorgestellt, damit die Zuschauer ihren Liebling auswählen konnten. Doch niemals mussten sich die Kandidaten gegenseitig töten.
Meine Mutter ist genauso euphorisch bei den Spielen dabei wie Effie Trinket, die Betreuerin der Tribute aus Distrikt 12. Jubelnd sitzt sie vor dem Fernseher, wenn ihr Lieblingstribut einen Mitstreiter getötet hat. Sie beginnt zu weinen, wenn er verletzt worden ist. Und wenn er getötet worden ist, sperrt sie sich tagelang in ihrem Zimmer ein und mein Vater muss sie davon überzeugen, dass es im nächsten Jahr einen genauso tollen Tribut geben wird.
Aber was dieser eine Tod nach sich zieht, dafür interessiert sich hier keiner. Spätestens wenn die Spiel vorbei sind und die Tour der Sieger beginnt, lieben alle ihren Sieger und die anderen Toten sind vergessen.
Doch schon bei der Ernte, bei der die Tribute in den Distrikten ausgelost werden, sieht man in den Gesichtern der Tribute und in denen ihrer Eltern den Abschied.
Vierundzwanzig Tribute müssen in die Arena. Nur einer darf überleben. Ein grausames Ritual, was nur Trauer und Wut zurücklässt. Mich überrascht es nicht, dass es Aufstände gegeben hat.
Das Kapitol war eben naiv. Sie glaubten sich ihrer Macht sicher und dass sie sie nie verlieren würden. Nun sind wir alle vom Gegenteil überzeugt worden. Diese Erkenntnis war auch gleichzeitig das Ende.
Nun sind die Rebellen an der Macht. Sie wollen eine Republik aufbauen, was ich durchaus unterstütze. Aber mein Fehler, den ich nicht selbst zu verschulden habe, ist, dass ich eine Bürgerin des Kapitols bin. Niemand wird mir jetzt noch glauben, dass ich die Hungerspiele nie mochte und die Rebellen gerne unterstützt hätte. Jetzt, da so viele von uns ihr Leben retten wollen.
Bei diesen Gedanken spüre ich einen Stich im Herzen. Präsidentin Paylor hat es vor wenigen Stunden im Staatsfernsehen verkündet. Ihre Worte hallen immer noch in meinem Kopf und lassen mich erstarren.
„Meine Damen und Herren, im Angesicht des Schadens der letzten Jahrzehnte, die den dreizehn Distrikten von Panem zuteil geworden ist, wird es einen letzten Akt geben, der uns den Weg für die Republik ebnen wird. Es wird ein symbolischer Akt, der mit allem abschließt, was bisher gewesen ist. Hiermit verkünde ich Ihnen die sechsundsiebzigsten und letzten Hungerspiele, die ganz und gar den Bewohnern des Kapitols gewidmet sind. Vierundzwanzig ihrer Kinder haben die Ehre, diesem symbolischen Akt beizuwohnen.“


Kommentare:

  1. Ich habe dir einen Blog-Award verliehen <3
    Schau doch mal vorbei ;*

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  2. Wow Dani, das hört sich echt super an *____* Kannst du mich immer auf dem laufenden halten, wenn du ein neues Kapitel geschrieben hast? Ich bin mom. beruflich und privat sehr beschäftigt und komme eher unregelmäßig an den Lappi >.<... So verpass ich wenigstens deine Story nicht *_______*
    LG Hanna :*

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  3. Ok, dann mach ich es ganz kurz XD Ich find deine Idee mit der Fanfiction super und freu mich schon darauf weiterzulesen ^^ Also weiter so *go go go* ;D
    LG Hanna :*

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